Angeblicher Freund von Ribéry Franzose schleicht sich in Bayern-Kabine

Ärger in der Kabine: Franck Ribéry kennt den Mann nicht, der in die Bayern-Umkleide gelangte. 

(Foto: dpa)

Am Rande des Trainings ereignet sich beim FC Bayern ein seltsamer Vorfall: Ein Mann verschafft sich Zugang zum Trainingsgelände der Münchner, indem er sich als Bekannter von Franck Ribéry ausgibt. Der Eindringling schafft es sogar bis in die Umkleide des Rekordmeisters - erst dort fliegt der Schwindel auf. Die Person ist offenbar kein Unbekannter.

Dass Franck "Bilal" Ribéry ein Mensch mit vielen Freunden ist, kann sich sicherlich jeder vorstellen. Der kleine Franzose des FC Bayern gilt als Spaßmacher, als Draufgänger und geselliger Typ - wenn einer in der Kabine der Münchner Witze reißt, dann dürfte es wohl nicht zu selten der Filou mit den feinen Füßen sein. Doch nun sorgte ein vermeintlicher Bekannter des Mittelfeldspielers bei den Bayern für Ärger.

Ein junger Franzose hat sich am Mittwoch am Rande des Trainings beim Rekordmeister als guter Freund von Ribéry ausgegeben und es so bis in die Mannschaftskabine auf den Platz seines Landsmannes geschafft. Als der französische Nationalspieler den Unbekannten entdeckte, kam es zu einem Wortgefecht - letztlich ließ der Mittelfeldprofi den Schwindler rausschmeißen.

Bayern-Mediendirektor Markus Hörwick bestätigte dies, dementierte allerdings Medienmeldungen, wonach es zu Bedrohungen gekommen sei. "Die gab es nicht - von keiner Seite", sagte er. Dass der Mann überhaupt an den Ordnern und Sicherheitskräften an der Säbener Straße in München vorbeikam, ist überraschend. Hintergrund sei auch, dass Ribéry schon mehrmals angekündigt hatte, seinen Bruder und seinen Cousin zu erwarten, hieß es.

Die Bayern riefen die Polizei und wollen gegen den Mann nun ein Hausverbot verhängen. Trotz des Zwischenfalls will der Club seine Sicherheitsmaßnahmen auch künftig nicht rigoros erhöhen, sondern beispielsweise weiter öffentliche Trainingseinheiten direkt am Vereinsgelände abhalten.

"Der FC Bayern will ein volksnaher Club sein, wir wollen die Fannähe haben. Nicht wie die Engländer, die Italiener, die Spanier, die die Gelände zumachen, wo du die ganze Woche niemanden zu sehen bekommst", sagte Hörwick dem Radiosender Antenne Bayern. Wie bild.de berichtet, nahmen die Security-Leute der Bayern die Personalien des Mannes auf, ehe der Franzose noch vor dem Eintreffen der Polizei davon fuhr.

Angeblich soll es nicht das erste Mal sein, dass der Mann, auf dem Trainingsgelände auftauchte. Vor mehreren Wochen soll die selbe Person schon einmal an die Säbener Straße gekommen sein und dort einen Kampfhund abgegeben haben - das Tier sei für Ribéry, hatte der Mann damals erklärt. Der Fußballer wusste aber offenbar nichts davon.