21. November 2012 10:38 Champions League Chelsea vor dem Aus, di Matteo muss gehen

Nach dem 0:3 bei Juventus Turin wird es für Titelverteidiger FC Chelsea richtig eng - am Morgen danach gibt der Klub die Trennung von Trainer di Matteo bekannt. Bereits fürs Achtelfinale qualifiziert sind der FC Barcelona und Schachtjor Donezk. Auch in der Gruppe des FC Bayern tut sich Entscheidendes.

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Vor dem Aus: Fernando Torres (links) und der FC Chelsea.

(Foto: REUTERS)

Der FC Barcelona und Schachtjor Donezk haben neben dem FC Bayern und dem FC Valencia vorzeitig das Achtelfinale der Champions League erreicht, Titelverteidiger FC Chelsea muss dagegen gewaltig zittern. Die Engländer unterlagen beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin 0:3 (0:1) und rutschten in der Gruppe E mit 7 Punkten auf Rang drei ab.

Nicht einmal zwölf Stunden nach der Pleite gab Chelsea die Trennung von Trainer Roberto di Matteo bekannt. "Die jüngsten Leistungen der Mannschaft und die Resultate waren nicht gut genug. Die Besitzer und der Vorstand waren der Meinung, dass eine Veränderung notwendig ist", hieß es in einer Pressemitteilung. Chelsea droht, als erster Titelverteidiger bereits in der Gruppenphase der Königsklasse zu scheitern. Die Briten hatten in der vergangenen Saison das Finale beim FC Bayern gewonnen.

Di Matteo war erst im März zum Chefcoach aufgestiegen. Er hatte den erfolglosen Andre Villas-Boas abgelöst. Nur wenige Wochen nach dessen Entlassung hatte di Matteo mit den Blauen den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte erzielt. In Kürze solle mitgeteilt werden, wer nun auf dem Cheftrainer-Posten Platz nehmen wird.

Donezk (10 Punkte) sicherte sich das Weiterkommen durch einen 5:2 (2:2)-Erfolg beim FC Nordsjælland. Allerdings löste der Treffer der Ukrainer zum zwischenzeitlichen 1:1 durch Luiz Adriano große Diskussionen aus. Die Mitspieler des Brasilianers wollten den Ball nach einem Schiedsrichterball zum Gegner zurückschießen, doch Luiz Adriano rannte dem Spielgerät hinterher und traf zum Ausgleich. Die Dänen beklagten sich bitterlich - doch der Schiedsrichter musste das regelgerechte Tor anerkennen. Hinter Donezk rückte Turin (9 Zähler) auf Rang zwei vor. Die Treffer gegen Chelsea erzielten Fabio Quagliarella (38.), der Ex-Leverkusener Arturo Vidal (61.) und Giovinco (90.+1).

Doppelpack durch Messi

Angeführt von Weltfußballer Lionel Messi ist der FC Barcelona in der Gruppe G in die Runde der besten 16 gestürmt. Der 21-malige spanische Meister setzte sich souverän 3:0 (3:0) bei Spartak Moskau durch. Der Argentinier Messi erzielte einen Doppelpack (27. und 39.), Dani Alves hatte die in allen Belangen überlegenen Gäste in Führung gebracht (16.). Hinter Barça (12) kämpfen Benfica Lissabon und Celtic Glasgow (beide 7) um den zweiten Platz. Lissabon schloss durch ein 2:1 (1:1) gegen Celtic zu den Schotten auf.

In der Bayern-Gruppe F verspielte Bate Borissow durch eine 0:2 (0:2)-Heimniederlage gegen den zuvor punktlosen französischen Vertreter OSC Lille seine Chancen auf die K.-o.-Runde. Djibril Sidibe (14.) und Gianni Bruno (31.) trafen für Lille. Bei den Nordfranzosen sah Torschütze Sidibe in der 74. Minute Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels. Der weißrussische Serienmeister qualifizierte sich trotz der Niederlage für die Europa League.

Spannend geht es in der Gruppe H zu. Galatasaray Istanbul (7) schaffte einen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen den bereits zuvor für das Achtelfinale qualifizierten englischen Rekordmeister Manchester United. Allerdings bleibt auch der punktgleiche rumänische Vertreter CFR Cluj nach einem 3:1 (3:1) gegen den SC Braga im Rennen. Matchwinner war Rui Pedro mit drei Treffern (7., 15., 33.).

Ergebnisse im Überblick:

FC Nordsjælland - Schachtjor Donezk 2:5 (2:2)

Juventus Turin - FC Chelsea 3:0 (1:0)

Bate Borissow - OSC Lille 0:2 (0:2)

FC Valencia - Bayern München 1:1 (0:0)

Spartak Moskau - FC Barcelona 0:3 (0:3)

Benfica Lissabon - Celtic Glasgow 2:1 (1:1)

Galatasaray Istanbul - Manchester United 1:0 (0:0)

CFR Cluj - SC Braga 3:1 (3:1)