2. Fußball-Bundesliga Kaiserslautern vergibt die Großchance

Tief enttäuscht: Mohamadou Idrissou vom 1. FC Kaiserslautern.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der Aufstieg rückt in weite Ferne: Durch das 1:1 bei Union Berlin schwindet die Chance des 1. FC Kaiserslautern, doch noch den Relegationsplatz zu erreichen. Den frühen Rückstand holen die Lauterer noch auf. Dann treffen sie lediglich Aluminium.

Für den 1. FC Kaiserslautern ist der Aufstieg in weite Ferne gerückt. Die Pfälzer vergaben mit einem 1:1 (1:1) beim 1. FC Union Berlin eine weitere große Chance, in der 2. Fußball-Bundesliga nochmals nah an Relegationsrang drei heranzurücken.

Vor 19.185 Fans in der "Alten Försterei" brachte Sören Brandy die "Eisernen" in Führung (9.). Mehr als der Ausgleich durch Srdjan Lakic (40.) gelang den über weite Strecken überlegenen Gästen nicht. Simon Zoller traf nur die Latte (70.), Markus Karl den Pfosten (90.+1).

Damit bleibt der FCK zwei Spieltage vor Saisonende drei Punkte hinter dem Dritten Fürth. Praktisch nicht mehr aufholbare fünf Zähler beträgt der Rückstand auf den SC Paderborn, der hinter Bundesliga-Rückkehrer 1. FC Köln den zweiten Aufstiegsplatz belegt.

"Wir reden jetzt nicht über den Aufstieg. Das liegt nicht in unserer Hand", sagte Lauterns Trainer Kosta Runjaic, der nur auf das anstehende Heimspiel gegen Dynamo Dresden blicken will. Allerdings pflichtete er dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz bei, der im TV-Sender Sky von einen tollem Auftritt des FCK-Teams sprach und meinte: "Wir machen das Buch erst zu, wenn das letzte Kapitel geschrieben ist. Wir haben viel Leidenschaft reingelegt, das Quäntchen Glück hat gefehlt."

Der HSV im Abstiegskampf Relegation oder nix

Der Hamburger SV wirkt im Abstiegskampf zunehmend hilflos, Trainer Mirko Slomka ist verärgert über das schwache Auftreten seiner Mannschaft. Nach der Pleite in Augsburg ist klar: Selbst wenn es mit der Relegation klappt, ist der HSV längst nicht gerettet.

Im ersten Spiel nach der überraschenden Ankündigung, dass Unions Trainer Uwe Neuhaus nach sieben Jahren am Saisonende seinen Trainerstuhl räumen muss, brachte Brandy Berlin früh in Führung. "Bei der Besprechung habe ich gesagt, dass ich eigentlich raus bin", berichtete Neuhaus und gab zu: "Ich war total enttäuscht". Der scheidende Trainer appellierte an die Moral seiner Profis - und diese kämpften.

Brandy, der später verletzt vom Feld musste, überlistete nach schönem Pass von Benjamin Köhler den weit vor dem Tor stehenden FCK-Keeper Tobias Sippel. Lautern reagierte und glich nicht nur durch einen Kopfball von Lakic aus, sondern erarbeitete sich weitere Chancen. Da auch die Berliner im Abschluss zu unentschossen agierten, blieb es beim Remis. "Das Tor ist uns nicht gelungen, trotz vieler Chancen. Das ist etwas, was uns gefehlt hat: die Qualität im Abschluss", stellte Trainer Runjaic nach dem Abpfiff fest.