Insidertipps für die Städtereise – Oberhafenkantine - Hamburgs schrägster Ort

"Zur Oberhafenkantine sollten Sie zu Fuß gehen - der Weg lohnt sich: Laufen Sie an den Deichtorhallen los, vorbei an der Oberhafenbrücke, an deren Ende sie an der linken Siete liegt. Die Oberhafenkantine ist ein besonderer Ort mit langer Geschichte. Und sie sieht sehr speziell aus: Nach mehreren Sturmfluten und Unterspülungen ist das Haus mittlerweile so schief, dass mir beim Eintreten oft sehr mulmig zumute ist!

Als es 1925 eröffnete, war es noch eine Anlaufstelle für Hafenarbeiter, die sich hier mit Kaffee und Frikadellen versorgten. Die Inhaberin Anita (sie arbeitete hier seit 1925!) starb 1997, danach lag die Oberhafenkantine brach und wurde erst 2006 wiedereröffnet. An diesem reizenden Ort können Sie auch regionale Spezialitäten probieren. Alles ist frisch und hausgemacht. Und im Sommer sitzt man schön draußen am Wasser. Neben der Oberhafenkantine liegt das Zollamt-Oberhafen, eine kleine Galerie mit zeitgenössischer Kunst.

An der Oberhafenkantine geht übrigens die Oberhafencity los - ein großes, weiträumiges Areal mit alten Lagerhäusern direkt an der Elbe. Dieses neue Viertel soll sich in den nächsten Jahren zum Gegenpol der Hafencity entwickeln."

Oberhafenkantine, Stockmeyerstraße 39, Montag bis Samstag 12 bis 22 Uhr, Sonntag 12-18 Uhr

Text: Louise Kunth, Bild: Fleischberg, Spotted by Locals Hamburg

Bild: Fleischberg 28. Mai 2013, 07:412013-05-28 07:41:01 © Süddeutsche.de/cag/kaeb/leja