Die Niederlande im Alleingang: Zunächst sollen routinemäßige Scanner-Kontrollen bei Flügen vom Amsterdamer Airport Schiphol in die USA eingesetzt werden.
Die Niederlande haben als erstes Land Europas die baldige Einführung von Körperscannern zur routinemäßigen Kontrolle von Flugpassagieren angekündigt. Zunächst sollen Scanner-Kontrollen bei Flügen vom Amsterdamer Airport Schiphol in die USA eingesetzt werden. Darüber informierte der niederländische Justizminister Ernst Hirsch Ballin die US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano in einem Telefongespräch.
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Zugleich fordert die Regierung in Den Haag von der Europäischen Union, die Geräte europaweit zuzulassen. Das Europaparlament hatte den Geräten im Oktober 2008 die Zustimmung verweigert und weitere Prüfungen angemahnt.
Fast alle niederländischen Parteien erklärten, sie würden den Einsatz der Körperscanner unterstützen, weil die Sicherheit von Flugreisenden Vorrang haben müsse vor Bedenken über die Verletzung der Privatsphäre. Allerdings müssten noch eindeutige Bestimmungen erlassen werden, wie mit den gescannten "Nacktbildern" umzugehen ist und wer diese Aufnahmen im Zweifelsfall ansehen darf, forderte die liberale Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD).
Nach den Plänen der Regierung sollen die Scanner zunächst auf allen US-Flügen eingesetzt werden, und dann mittelfristig auf allen niederländischen Airports für die Sicherheitskontrollen sämtlicher Passagiere.
Freiwillige Beteiligung auf dem Flughafen Schiphol
Die teils umstrittenen Scanner stellen Menschen ohne Kleidung dar und machen so eventuell am Körper versteckte Waffen oder Sprengstoff sichtbar. Der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab, der am ersten Weihnachtstag an Bord eines US-Passagierflugzeugs beim Anflug auf Detroit versucht hatte, einen Sprengkörper zu zünden, war auf dem Amsterdamer Airport Schiphol mit einen herkömmlichen Metalldetektor kontrolliert worden.
Niederländische Sicherheitsexperten erklärten später, der am Körper des Attentäters versteckte Plastiksprengstoff wäre mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Kontrolle mit einem der neuartigen Scanner entdeckt worden.
Auf Schiphol werden seit mehreren Monaten Körperscanner bei der Abfertigung von Passagieren für innereuropäische Flüge getestet. Bislang ist es Fluggästen aber völlig freigestellt, sich an den Tests zu beteiligen oder durch herkömmliche Sicherheitskontrollen zu gehen.
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(sueddeutsche.de/dpa/dd)
Träumen, planen, reisen
Warum nur in die USA? Bitte alle und alle VIP´s. Na und für Auswertung der Scans von Topmodells stelle ich mich schon mal zur Verfügung.
Dies ist Politik für die Passagier-Sicherheit. Handeln, wenn es auch nur der umstrittene Nacktscanner ist, über dessen Einführung Frau Merkels Innenminister Besetzung lange noch herumrätselt.
Scheinbar gibt es etwas besseres, ungefährlicheres, das in Bonn entwickelte Sprengstoff Schnüffelmodul. Warum nicht einführen, damit ist das Thema der splitterfasernackten Passagiere vom Tisch, seine Unverträglichkeit am Menschen und Deutschland hat wieder einen neuen Exportartikel.
Mann, sitzen die in Berlin auf den Ohren.
Kein Wunder. Druck aus den USA und Angst um den Reisenden-Umschlagplatz Schiphol...und schon funktioniert's. Schöner Nebeneffekt: ein Bombengeschäft der USA mit den in den USA entwickelten Scannern, die sie jetzt weltweit allen "Bedrohten" andrehen können. Dabei wäre - den Aussagen zu diesen Scannern zufolge - die Entdeckung des an den Körper gebundenen Sprengstoffes nur "wahrscheinlich" gewesen. Nicht sicher! Aber: eine willkommene Konjunkturspritze für die USA.Für mich ein Grund, Amsterdam nicht mehr zu benutzen.