Bislang war es kein Problem, in Spanien auch kurzfristig einen Mietwagen zu buchen, manchmal für nur acht Euro am Tag - nun ist alles anders.
Wer auf Mallorca ein Auto mieten wollte, musste sich noch nie Sorgen machen - bislang. Buchung übers Internet, im Reisebüro oder direkt beim Vermieter - das ging stets schnell, unkompliziert, billig und auch kurzfristig. In diesem Jahr ist alles anders.
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Wer nicht frühzeitig gebucht hat und kurzentschlossen ein Auto braucht, kann Pech haben. Für die Saison sind schon 95 Prozent der Flotten ausgebucht, meldete das Inselradio.
40.000 Wagen stehen in diesem Sommer auf den Baleareninseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera nach Angaben des Senders zur Verfügung, 10.000 weniger als im vergangenen Jahr. Die Folge: Wer kurzfristig einen Kleinwagen mieten will, bekommt immer öfter die Absage "im gewählten Zeitraum kein Fahrzeug verfügbar".
"Einerseits ist wider Erwarten die Mietwagen-Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Andererseits haben etliche Vermieter aus Sorge vor der Krise und damit einem Ausbleiben der Touristen ihre Flotten verkleinert", bestätigt Frieder Bechtel, Sprecher des Internet-Preisvergleichsportals billiger-mietwagen.de.
Auch an vielen anderen beliebten Urlaubszielen am Mittelmeer werde es in diesem Sommer schwer und teuer, einen Mietwagen zu bekommen. "Besonders in Spanien steigen die Preise - für Mini und Economy-Wagen auf Mallorca im Durchschnitt um 54 Prozent im Vergleich zu 2008", sagt Bechtel.
Besonders eng wird es vom 25. Juli bis zum 8. August. "Mehrere Mietwagen-Anbieter gehen davon aus, dass sie in den Sommerferien bei einer Vorbuchungszeit von weniger als einer Woche für bestimmte Ziele komplett ausverkauft sein werden. Einige nannten sogar zwei Wochen als möglichen Zeitraum." Bechtel hat mehrere Anbieter gefragt. "Die meisten haben geantwortet, dass sie solch einen Sommer wie jetzt noch nie erlebt haben", sagt er.
"Die Vermieter haben knapper geplant als in den vergangenen Jahren", sagt auch Frank Elsner von Sixt. "Man wusste nicht, wie sich die Nachfrage entwickeln würde. Jetzt stellt sich heraus, dass der befürchtete Einbruch nicht kommt."
Mietwagenflaute auch bei Europas größtem Reiseveranstalter TUI: "Kurzfristige Buchungen für Anfang Juli sind bereits nicht mehr möglich. Seit Freitag haben wir einen Buchungsstopp für Abholungen bis 15. Juli auf Mallorca. Momentan sind für Abholungen nach dem 15. Juli noch Mietwagen von unserem Partner Europcar verfügbar, jedoch wird der Buchungsstopp gegebenenfalls verlängert", teilt das Unternehmen mit.
Für Bart Anwerkerken, Manager der ältesten deutschen Autovermietung auf Mallorca "Hasso", liegt die Hauptursache des Mietwagenengpasses in der fehlenden Rücknahmegarantie der Autohersteller.
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Die Ärzte in München
Träumen, planen, reisen
Die Begründung ist an den Haaren herbeigezogen.
Das ganze riecht nach künstlicher Verknappung und Preisabsprache!
Kürzlich bei Alamo am Logan-Airport (Boston/USA)
Trotz voll bezahltem, vorliegendem Voucher mit "allen" Inclusivleistungen versuchte uns die Mitarbeiterin von Alamo mit viel Überredungskunst, mit Zuckerbrot und "kleiner" Peitsche davon zu überzeugen, dass ein größerer Wagen für uns besser sei und nur einen gaaanz kleinen Aufpreis bedeuten würde. Von 276,- über 176,- bis schlußendlich absolut günstige 100,- USD gingen die Angebote.
Bei vielen privaten und dienstlichen Reisen in Europa und Nordamerika war es bislang immer üblich, bei Nichtverfügbarkeit (kann ja mal vorkommen) des vorbestellten Wagentypes einen größeren zu bekommen - zu den gleichen (vorab gebuchten) Konditionen, versteht sich. Nie gab es da bislang Probleme, schlimmstenfalls musste man sich eine bereits inkludierte, dennoch bei Abgabe ein zweites Mal abgezogene Einweggebühr nachträglich wieder holen, wie mal zwischen SFO und SEA passiert oder obwohl bereits mit gebucht/bezahlt vorort nochmals, also doppelt abgezogene Kosten für Zusatzversicherungen, wie mal in Miami erlebt.
Ergo: Auf dem Modell bzw. dem Typ bestanden und sieha da...Diese Type gab es dort auf dem Alamo-Stellplatz garnicht, der nächstgrößere ging dann doch - zwangsweise.
Hintergrund ist der nach Einführung der Abwrackprämie zusammengebrochene Gebrauchtwagenmarkt.
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Hä? Die Vermieter bekommen die Prämie nicht. und in Spanien schon gar nicht.
Erfahrungsgemäss gehen solche Nachrichten auf eine Pressemitteilung zurück. Richtig gelesen bedeuten sie folgendes:
Bisher ist die Nachfrage nach Mietwagen hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Wären nämlich bereits fast alle Wagen weg, hätten die Vermieter keinen Bedarf an PR mehr und hätten folglich keine Pressemitteilung mehr verschickt. Oder sie würden günstig bei einem Autohersteller nachbestellen (denn so günstig wie dieses Jahr kriegen sie nie wieder Autos - das Geschaeft scheint ja zu laufen). Da aber eine Pressemitteilung verschickt wurde, ist davon auszugehen, dass die Vermieter befürchten, ihre Wagen nicht loszuwerden.
Folgerung: Die Nachricht, es gäbe in Malle eine Mietwagenknappheit, bedeutet in Wirklichkeit, dass es gute Chancen gibt, zu einem sehr guten Preis vor Ort einen zu bekommen.
Und Hasso in Mallorca ist schon kein ganz Kleiner!
Einkauf zu 50 % vom Listenpreis.
Der Mietpeis deckt die laufenden Kosten.
Der Verkaufspreis über dem Einstandspreis bringt den Gewinn.
Letzteres ist weggebrochen.
Daher das Gejammer.
Malle mit dem Fahrrad!