sueddeutsche.de: In einem Lied singen Sie "Barack Obama hat ausgedient" - der hat doch gerade erst angefangen, also wie kommen Sie darauf?
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(© Foto: Alexander Laljak)
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Naidoo: Es ist naiv, zu glauben, dass sich Amerika völlig gewandelt hat, weil ein dunkelhäutiger Mann Präsident wurde.
sueddeutsche.de: Obama versucht in vielen Bereichen, eine andere Politik als sein Vorgänger George W. Bush zu machen. Ist das für Sie kein Wandel?
Naidoo: Wissen wir das wirklich? Was ist denn, abgesehen von Absichtserklärungen, bislang passiert? Tatsache ist: Seine Berater und sein Personal setzen sich aus mehr Wall Street und Kapital zusammen als jemals zuvor. Obama ist für mich Goldman Sachs. Und Goldman Sachs ist für den Finanzcrash mitverantwortlich - und darf sich darüber freuen, dass auf Initiative von Obama Hunderte Milliarden Steuerdollar an die Wall Street fließen. Für mich ist Obama bislang vor allem ein verlängerter Arm der Wall Street.
sueddeutsche.de: Sie spekulieren auch über eine Verwicklung der CIA in die Anschläge vom 11. September. Was wollen Sie mit solchen Songtexten bewirken?
Naidoo: Ich möchte vor allem, dass die Leute nachdenken. Dass Sie sich bestimmte Dinge noch mal angucken und hinterfragen. Gab es Fachleute, die den Finanzcrash vorausgesehen haben? Ist unsere Währung überhaupt gedeckt? Wie entsteht überhaupt Geld? Es gibt viele Antworten, die man leicht finden kann, wenn man offen ist.
sueddeutsche.de: Vor zehn Jahren sagten Sie in einem Interview: "Ich denke, dass uns viele Sachen wegbrechen werden: das Geld, Inflation, Börsencrash." Fühlen Sie sich als Prophet?
Naidoo: Nein, das hätten auch andere wissen können.
sueddeutsche.de: Große Hoffnungen setzen Sie offenbar auf Europa, dem Sie sogar einen eigenen Song widmen. Den Text kann man sowohl als Ode auf Europa verstehen, als auch als Vision eines Flüchtlings, der sich den Kontinent als gelobtes Land ausmalt. Können Sie das näher erklären?
Naidoo: Es ist beides. Ich habe als geborener Mannheimer sowohl die Innenperspektive, als Sohn meiner südafrikanischen Eltern habe ich aber auch den Blick von außen. Meine Mutter flüchtete Hals über Kopf vor dem Apartheidsregime, weil sie gewerkschaftlich tätig war und Repressalien bevorstanden. Sie ging nach England - das war Europa, der Kontinent, auf dem man frei sein kann.
sueddeutsche.de: Sie erzählten zu Beginn unseres Gesprächs, wie schnell Ihre Eltern in Deutschland Kontakt zu den Alteingesessenen suchten - und das in den siebziger Jahren, als Integrationspolitik so gut wie nicht stattfand.
Naidoo: Stimmt, das war sicherlich ungewöhnlich. Hätte man schon in den siebziger, achtziger Jahren damit begonnen, Bürger mit ausländischen Wurzeln besser zu integrieren, hätten wir heute viele Probleme nicht. Wir haben damals geschlafen, weil wir nur Trennendes gesehen haben, der Menschen-Reichtum wurde verkannt. Zum Glück ist das heute anders: Wenn man in Schulen und Kindergärten guckt, dann sind da viele Farben dabei. Es ist wunderbar, wenn die Kids alle Deutsch sprechen und lernen, hier etwas gemeinsam zu bewegen. Die Leute, die hierher gekommen sind, wollen eben in den meisten Fällen nicht etwas absaugen, sondern haben viel beizutragen. Die Kraft, die wir in Deutschland haben, ist unglaublich.
sueddeutsche.de: Jetzt klingen Sie richtig selig.
Naidoo: Das, was die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg geschafft haben, ist einzigartig. Sie haben - übrigens gemeinsam mit den so genannten Gastarbeitern - ein kaputtes Land wieder aufgebaut und zum Blühen gebracht. Die 68er haben die Aufarbeitung der NS-Zeit angestoßen und für eine gesunde Sensibilisierung gesorgt. Nun geht es darum, unsere Zukunft in Europa zu gestalten. Es darf nicht nur ein Wirtschaftsraum sein.
sueddeutsche.de: Vor allem die ökonomische Seite der EU funktioniert - auf anderen Feldern hapert es.
Naidoo: Sicher, es sind viele Chancen ausgelassen worden in den letzten Jahren, aber ich bin trotzdem optimistisch. Wenn die Bedingungen für Konzerne verbessert wurden, dann ist das okay. Aber wir sollten darauf dringen, dass es nicht dabei bleibt. Wir müssen die EU zu einem Europa der Menschen machen - und wir Deutschen haben die Kraft, da etwas zu bewegen. Gerade diejenigen Deutschen, die wie ich dunklere Haut haben und sich gleichzeitig mit der deutschen Kultur identifizieren, können sich da besonders wirksam und glaubwürdig einbringen.
sueddeutsche.de: Sind Sie stolz, Deutscher zu sein?
Naidoo: Der Satz kommt mir nicht über die Lippen, weil ich das Wort "stolz" aus meinem Wortschatz verbannt habe. Ich freue mich einfach. Deutschland macht mich froh.
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Also ich finde die Beiträge von Xavier Naidoo richtig gut! Ich wusste bis heute nicht was in diesem Mann alles steckt!!! Für mich gehört er in die Politik!!!Ja,er hat zwar schon viel zu melden,durch seine Liedtexte berührt er viele Menschenherzen. Aber wenn man Xavier mehr zuhören würde, könnte er noch mehr positives in Deutschland und in der Welt bewegen!=)
Mich hat er inspiriert!!! Dankeschön auch!
Wir haben im schlimmsten Leid, auf der Suche nach Glauben, nach dem Mord an unserer Tochter lernen dürfen, dass es nach dem Tod keine Hautfarbe, kein Geschlecht, keine Rasse, bzw. Staatenzugehörigkeit mehr geben wird.
In Johannes 4, 24 konnten wir lesen:
"Gott ist Geist, und die ihn anbeten,
die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten".
Uns hat es getröstet, zu wissen, dass es nach dem Tod einen Ausgleich geben wird, für all dies Leid hier auf Erden, aber auch Bestrafung, für das Unrecht, für das Böse, für Mord und Totschlag.
Paulus schreibt im 2. Korintherbrief 5, Vers 10:
"Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi,
damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten,
sei es gut oder böse".
Xavier Naidoo hat bestimmt viele jungen Menschen durch seine Texte, durch seine Musik zum Nachdenken gebracht und sicherlich auch eine Änderung ihres Lebens bewirkt.
Danke dafür.
Uns haben nach dem Mord an unserer Tochter die Texte von Xavier Naidoo in unserem Leid und Schmerz sehr geholfen. Wir haben lernen dürfen, obwohl wir vorher nur Namenschristen waren, dass es mehr gibt, als dieses sichtbare Leben.
http://www.youtube.com/user/Melanielebt#p/u/2/8LufsVa2Brc
http://www.youtube.com/user/Melanielebt#p/u/4/KDzpCMUYnB0
Uns hat dies alles geholfen, keine Selbstjustiz zu üben, vor der ich als Vater, kurz davor stand. Jesus hat uns durch seinen Tod und seine Auferstehung gezeigt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.
Wir konnten in der Bibel lesen:
"Satan ist der Fürst der Welt".
Jesus sagt aber:
"Mein Reich ist nicht von dieser Welt".
Unser Trost in unserem Leid, dass es eine "sichtbare und eine unsichtbare Welt" gibt,
so wie dies Paulus im 2. Korintherbrief 4, 18 schrieb:
".....uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare.
Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig".
Jesus sagt in Lukas 17, 21:
"Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch".
Uns tröstet es zu wissen, dass es dem Mörder unserer Tochter nicht gelungen ist, sie zu töten.
Es gibt immer noch Musikstücke, die mir gefallen. Aber mehr als ein paar Stücke kann ich nicht hören, sonst bin ich Selbstmordgefährdet.
Seine Ansichten gefallen mir, weil ich sie teile.
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