Beim Spendensammeln legen die Demokraten vor, die Wahlumfragen bleiben trotzdem düster: Obamas Partei droht bei den Kongresswahlen abgewatscht zu werden. Mut macht ihr im Wahlkampf ausgerechnet ein früherer Gegner Obamas.
Er hat abgenommen, von elf Kilogramm ist die Rede, und ernährt sich beinahe ausschließlich vegan. Bill Clinton sei noch sie so fit gewesen wie heute, raunen die Demokraten. Und freuen sich, denn sie können die Hilfe des 64 Jahre alten ehemaligen Präsidenten gut brauchen.
Anzeige
Mehr als 100 Auftritte hat Clinton in der laufenden Wahlkampagne bereits hinter sich. Bis zur Kongresswahl am kommenden Dienstag werden noch einige hinzukommen. Die amerikanischen Parteien befinden sich im Schlussspurt des Wahlkampfes, der schon jetzt der teuerste Kongresswahlkampf aller Zeiten ist. Zwei Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) werden Demokraten und Republikaner ausgegeben haben, wenn am 2. November gewählt wird, rechnet die Washington Post vor.
Dabei zeichnet sich ab, dass die Demokraten zumindest bei den eingesammelten Spenden ihre Gegner übertreffen können. Was das Repräsentantenhaus angeht, liegen die Kandidaten der Liberalen nach Angaben der New York Times mehr als 30 Prozent vor den Konservativen. Die Wahlumfragen bleiben für die Partei von Barack Obama dennoch entmutigend: In mindestens einer Kammer des Kongresses droht ihr der Verlust der Mehrheit. Der Präsident wäre dann bei Gesetzesinitiativen auf Kompromisse mit den Republikanern angewiesen.
Bill Clinton weiß, wie das ist. Er stand bei midterm elections, den Halbzeitwahlen, im Jahr 1994 ebenfalls einer beißwütigen Rechten gegenüber - und verlor. Dieses Schicksal will er Obama ersparen.
"Ich müsste das nicht tun", sagt er am Sonntag bei einem Auftritt in Battle Creek, Michigan. Erstens habe er sich von der Tagespolitik verabschiedet, und zweitens "habe ich damals getan, was ich konnte, um Barack Obama zu besiegen". Das war 2008, als Clintons Frau, die heutige Außenministerin Hillary Rodham Clinton, Obama als Präsidentschaftskandidaten auszustechen versuchte. An den Gefühlen für seine Frau habe sich nichts geändert, sagt Bill Clinton. Dennoch unterstütze er den Präsidenten: "Obama und der Kongress haben bessere Arbeit geleistet, als viele Amerikaner denken."
Den jungen Wählern sind die midterm elections schlicht egal
Tatsächlich hat der Präsident schärfere Gesetze für den Finanzmarkt durchgesetzt, ein gewaltiges Konjunkturprogramm aufgelegt und eine Krankenversicherung für alle eingeführt - ein legislativer Hattrick, den neutrale Beobachter als großen Fortschritt feierten. Doch die Staatsverschuldung, die Arbeitslosigkeit und die Immobilienkrise mit ihrer horrenden Zahl von Zwangsversteigerungen bekam Obama bislang nicht in den Griff. Was ihm die Opposition genüsslich unter die Nase reibt.
Viele konservative Wähler, die 2008 noch für den Demokraten gestimmt haben, tendieren nun zu den Republikanern. Getrieben von der rechtspopulistischen Tea-Party-Bewegung, verspricht die Grand Old Party den Amerikanern weniger Staat und weniger Steuern. Während sie Obama als Sozialisten hinstellt, dessen Politik den privaten Wohlstand bedroht.
Den Demokraten ist es bislang nicht recht gelungen, ein Gegenmittel zu finden. Die "Obamania" aus dem Jahr 2008 will sich partout nicht einstellen. Hinzu kommt, dass viele junge Wähler in Umfragen zwar angeben, 2012 wieder Obama wählen zu wollen. Die Halbzeitwahlen 2010 sind ihnen jedoch schlichtweg egal.
Dabei haben die midterm elections in der amerikanischen Politik eine besondere Stellung: Sie gelten als Stimmungstest für den Präsidenten. Ein Drittel des Senats wird neu besetzt, außerdem das gesamte Repräsentantenhaus. Gemeinsam ergeben beide Kammern den Kongress, die legislative Gewalt der Vereinigten Staaten von Amerika.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
- Thema
- Wahlen in den USA RSS
- USA: Kongresswahlen Wunderwahlkampf für jedermann 21.10.2010
- Wikileaks-Pressekonferenz in London Der Krieg, die Wahrheit und Julian Assange 23.10.2010
- US-Wahl: Tea Party Der Klub für reiche Amerikaner 20.10.2010
- Kongresswahlen in den USA Der Triumph der Republikaner 03.11.2010
- Kongresswahlen in den USA Senat und Repräsentantenhaus - die Ergebnisse 02.11.2010
- US-Wahl: Die wichtigsten Entscheidungen Wo Amerika auf der Kippe steht 02.11.2010
- Obama und der Klimaschutz Was vom Ehrgeiz übrig blieb 02.11.2010
Die Ärzte in München
Können sie sich S.Palin mit dem Koffer für die Atom Codes vorstellen?
Besser nicht!
@Dampflokomotive
Sie weisen der Presse eine hohe Bedeutung in den USA zu, dies aber nicht der Fall.
Die Printmedeien spielen eine sehr untergeordnete Bedeutung in der öffentlichen Meinung wieder. In den USA ist es zuerst das Internet - nirgendwo wird soviel gelogen wie im Internet - dann das TV mit seinen 1000 schlechten Stationen inckl. CNN; NBNC, etc. und irgendwann kommen auch Pressegazetten.
Durch die von den Amis selbstverschuldete Weltkrise in 2008/2009 und die nicht-gewonnen Kriege in der Islamischen Welt mit allem Beiwerk der Bushs Neocons, ist die reale Macht der USA und das Image im FreienFall.
In 5 Jahren werden die Chinesen, VR die USA als Weltmacht Nr.1 ablösen, so wie sie es dieses Jahr schon mit Japan gemacht haben und 2 Jahre zuvor mit Deutschland.
Die USA hat sich wegen ihrer gnadenlos gierigen Konzerne den Unterbau weggeschossen und alles nach China verbracht, um jetzt wie Maggie Thatcher in den 80er Jahren mit UK ohne nennswerte Industrie dazustehen.
Gob bless the World!!
Nun wie geht sie aus die Qual mit der Wahl,die USA sind nicht Europa,da tickt man etwas anders. Nun das faengt schon mit der freien Presse an,sie ist Pirvat und da haben nur sehr wenige etwas zu sagen ( Masen ) Wer zahlt der bekommt was es bestellt hat. Sein Dilemma ist auch seine Staerke,die Altlasten die er uebernommen hat stammen von seinem Vorgaenger Bush. Nur die Anhaenger dieser Partei glauben damit nichts zu tun zu haben,so einfach kann Politik sein. Nur die Demokraten sind nicht in der Lage,warum auch immer, dass nach aussen so hinzustellen. Das liegt dann auch wieder an der Presse,auch gibt es in den USA Bundesstaaten da haben die Republikaner schon immer die Macht besessen. Auch innerhalb der Republikaner sind die Meinungen nicht ueberall so konserativ wie bei den Teeparty Freunden. Nur macht man da den entscheidenden Fehler, sich an jeden noch so koserativen Waehler zu haengen,egal was der will. Das Problem der dezeitigen hohen Arbeitslosigkeit kommt noch hinzu,dass liegt aber an der Industrie,die nicht rechtzeitig auf neue Technologien gesetzt hatte. Auch wird jeder Arbeitsplatz nach China ausgelagert wo es nur geht,das Management will es so. Da wird um jeden Cent gefeilscht,die Menschen im Lande zaehlen nicht,in den USA ist das Management schon lange nicht mehr auf dem Boden der Realitaet. Auch wirft man Obama vor diese Arbeitsplaetze dorthin ausgelagert zu haben,dass trifft aber nicht zu,weil das nicht sein Zustaendigkeitsbereich ist.Das in diesem Land viel Umgebaut werden muss,dass wollen einige nicht wahr haben. Nun sollte es den Republikanern gelingen Obama abzuloesen,dann viel Glueck. Der neue Praesident wird sich dann ganz schnell sehr warm anziehen muessen,die Probleme wollen geloest werden,die fragen nicht,welches Parteibuch du hasst. Das sind Erkenntnisse die Weltweit zutreffen,egal wo.
wie sein Vorgänger weiterführt,zeigt nur allzu deutlich dass anscheinend nicht der Präsident entscheidet sondern im Hintergrund ganz andere Entscheidungsträger sitzen die ein wesetliches grösseres Kaliber aufweisen als Obama.Bleibt zu hoffen die Amerikaner wählen nächstesmal wenigstens wieder ein Original als die Kopie.Dann wird es auch wieder vorwärts gehen.
haben sich gegen Obama verschworen und eine Gruppe von Milliardären wie Rupert Murdock; FOX-TV u.a. haben die "Teaparty" gegründete, um ihn endlich los zu werden. Solange wird die Wirtschaft die Investitionen verweigern. Ein Hedgefonds Manager prustete heraus er säß auf 1 trillions of Dollar in Bar, die erst nach der Wahl investiert werden sollen.
Heute hungern bereits rd. 50.Millionen Amis in den USA und es sieht so aus wie in UK Anfang der 80-er Jahre unter dem Thatcherism!
Die normalen Jobs sind nach China aus Profitgier der Raubtierkapitalisten exportiert worden. Die Reichen vollen 700 Milliarden US$ Steuergeschenke von Barak haben, sonst investieren sie nicht.
Stattdessen können dann die Amis sich als Söldner nach Afghanistan, Irak oder Mexiko bewerben, um dort die rachsüchtigen Armen niederzuhalten.
Die Weltmacht ist in ihren Herbst gekommen.
Jetzt kann nur noch ein neuer Krieg helfen, der aber diesmal gewinnbar sein muss!
Ein Gegner klein aber reich!
-Kuweit wurde leider schon in 1991 befreit!
-Trinidad-Tobago - da ist Öl gefunden worden! -
-Angola oder Kongo?
-oder doch zusammen mit Israel auf IRAN?
Armer Barack, Du wirst nicht mehr wieder gewählt werden können, denn Du gefällst denen da oben nicht mehr!
Aprospos, was ist aus den Friedensgesprächen in NAHOST in September/Oktober geworden, gibt es schon Ergebnisse wie: Außer Spesen nichts gewesen??
Zum Glück hat Barack wenigstens den "Dynamit-Nobelpreis für Frieden" sich einstecken und mit nach hause nehmen können - das war damals im blutigstens Jahr in Afghanistan und dieses Jahr 2010 ist der Blutzoll bedeutend höher rd. 40% Steigerung -
Egal, Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut!
God bless America und seinen lieben Präsidenten Obama!
Paging