US-Wahl Seriöse Republikaner stellen sich hinter Trump

Liebt den großen Auftritt: Donald Trump

(Foto: AFP)
  • Donald Trump bekommt Unterstützung aus dem republikanischen Establishment.
  • Die Wahl fällt bei vielen auch deshalb auf Trump, weil sein Widersacher Ted Cruz für chancenlos gehalten wird.

Erst trommelte Tea-Party-Ikone Sarah Palin für ihn, jetzt sichern auch seriösere Republikaner Donald Trump ihre Unterstützung bei seinem Plan zu, US-Präsidentschaftskandidat zu werden. Viele Republikaner empfanden den Milliardär lange Zeit als schädlich für das Ansehen und die Chancen der Partei. Als wählbare Alternative galt der Senator von Texas, Ted Cruz, in Umfragen auf Platz zwei hinter Trump.

Nun scheint sich der Wind zu drehen - und das nicht nur durch die Aussagen von Hinterbänklern und Provokateuren, sondern durch angesehene Persönlichkeiten aus dem republikanischen Establishment.

Der ehemalige Bürgermeister von New York, Rudolph Giuliani, sagte der Washington Post: "Sollte es auf eine Wahl zwischen Trump und Cruz hinauslaufen, würde ich ohne Frage für Trump stimmen." Als Partei habe man mit ihm bessere Chancen, zu gewinnen. "Ich denke, dass eine Menge Republikaner genauso denken."

Und auch eine weitere Persönlichkeit stellt sich hinter Trump. Der ehemalige republikanische Parteiführer im Senat und 1996 selbst Präsidentschaftskandidat, Bob Dole, sagte der New York Times, er ziehe Trump Cruz vor. "Keiner mag ihn", sagte er über Cruz. Als Kandidat der Republikaner werde Cruz der Partei katastrophale Verluste einbringen.

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"Cruz wird nie und nimmer Präsident"

Tim Pawlenty, einst Gouverneur von Minnesota, glaubt, dass Trump immer stärker als potenzieller Präsidentschaftskandidat in das Bewusstsein der Menschen rückt. Er erklärt dessen Anziehungskraft so: "Obwohl er ein Milliardär aus New York ist, klingt er und sieht aus wie jemand, den man so auch im Mittleren Westen antreffen könnte. Jemand der angefressen ist von Wirtschaft und Regierung."

Peter T. King, republikanischer US-Abgeordneter für New York, unterstellt Cruz gar Böswilligkeit - und hält ihn ohnehin für chancenlos. "Cruz ist keiner von den Guten und er wird nie und nimmer Präsident werden. Die Menschen vertrauen ihm nicht. Und egal welche Bedenken man wegen Trump hat, er ist zumindest pragmatisch genug, Dinge durchzusetzen."

Die bislang auffälligste Trump-Unterstützerin ist Sarah Palin, Ex-Gouverneurin von Alaska und Vizepräsidentschaftskandidatin 2008. Sie verbrüderte sich vor Kurzem mit Trump. "Alles an seiner Kampagne ist Avantgarde", sagte sie und empfahl der Parteibasis, "The Donald" zu wählen. Palin gehört zwar nicht wie Giuliani zum seriöseren Establishment der Republikaner. Sie ist aber bei den Ultrakonservativen und dem Anti-Establishment-Flügel bestens vernetzt (hier eine Analyse zu Palins Wahlkampfhilfe für Trump).

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