Stille im Weißen Haus: Wie US-Präsident Barack Obama mit Chips, Sodawasser und Truthahn-Wraps die riskante Kommandoaktion gegen Osama bin Laden erlebte - und wo die US-Soldaten den Al-Qaida-Chef fanden. Neue Details zu den letzten Minuten im Leben von Osama bin Laden.
Die letzten Minuten im Leben von Osama bin Laden ist sein größter Feind ganz nah bei ihm - und doch so fern. Mehr als 11.000 Kilometer entfernt sieht Barack Obama zu, wie etwa zwei Dutzend Elitesoldaten das Versteck des Terroristenführers stürmen - auf einem großen Bildschirm im situation room des Weißen Hauses. Es ist eine Szenerie wie aus einem "Hollywood-Drehbuch", wie es der Fernsehsender CNN später formulieren wird.
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Dieses vom Weißen Haus herausgegebene Foto zeigt US-Präsident Barack Obama mit einem seiner Berater, Tom Donilon, im situation room. Von dort aus verfolgten die beiden die Aktion der Navy-Seals-Soldaten gegen Osama Bin Laden. (© dpa)
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Verschiedene US-Medien berichten ausführlich darüber, wie der 44. US-Präsident und seine Mitarbeiter die riskante Operation erlebt haben. Sogar die vorher besorgte Verpflegung - Katoffelchips, Sodawasser und Truthahn-Pita-Wraps - wird genannt. Nach Essen dürfte den Anwesenden kaum zumute gewesen sein, ein freigegebenes Foto vermittelt die Stimmung: Obama mit versteinertem Gesicht, daneben, nicht minder angespannt, Außenministerin Hillary Clinton und Joe Biden. Der Vizepräsident nestelte ständig an einem Rosenkranz, schreibt die New York Times (NYT).
Der Präsident hat sich zuvor für die Hubschrauber-Variante entschieden, eine Bombardierung lehnte er dem Sender ABC zufolge im März ab, weil klar war, dass dabei auch Frauen und Kinder sterben würden. Außerdem, zitiert die NYT einen anonymer Insider, hätten die Bomben nur einen "gigantischen Krater" fabriziert, der "uns keinen Körper gegeben hätte" - und damit auch keine Gewissheit. Obama hatte mehrere Optionen, den Terrorpaten zu töten, schreibt die Huffington Post.
Er entschied sich für die wohl gefährlichste: für den Kampf von Mann gegen Mann, bei dem alles schief gehen kann - das wissen auch diejenigen, die am Nachmittag des 1. Mai auf den Monitor im situation room starren. Die Anwesenden hätten wohl die "beklemmendsten Momente ihres Lebens" erfahren, sagt später John O. Brennan, der Terrorexperte des Präsidenten. Was sie sahen, waren Bilder des tödlichen Finales der Jagd auf den Al-Qaida-Paten - in Echtzeit übertragen aus dem fernen Pakistan.
Unklarheit über Zahl der Hubschrauber
Über den Ort, an dem die MH-60-Helikopter mit den Navy Seals an Bord starten, gibt es unterschiedliche Angaben. The Atlantic nennt den pakistanischen Luftwaffenstützpunkt Ghazi, die BBC schreibt, sie hätten in Afghanistan abgehoben. Wie sie es schafften, von der pakistanischen Luftüberwachung unbemerkt in die Garnisonsstadt Abbottabad zu gelangen, bleibt ebenso offen.
Nicht minder unklar ist bislang, ob zwei oder drei Hubschrauber eingesetzt worden waren. Einiges spricht für eine dritte Maschine: Die BBC berichtet, ein Hubschrauber sei in der Nachbarschaft gelandet und hätte "panische" Anwohner instruiert, in den Häusern zu bleiben und die Lichter auszumachen.
Kurz danach beginnt das Feuergefecht auf dem 2500 Quadratmeter großen Areal: Schüsse peitschen durch die Nacht, es folgt der Lärm von schweren Feuerwaffen. Im Weißen Haus hört man von alledem nichts, neben den Bildern wird allerdings die über Mikrofone laufende Kommunikation übertragen. Die Aktion wird ohnehin nicht von Obama geleitet, sondern von der anderen Seite des Potomac-Flußes aus: aus Langley, der CIA-Zentrale, von Amtschef Leon Panetta.
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"...die HEUTIGEN Amerikaner ..."
Nein, es waren nicht die "heutigen Amerikaner", es war der CIA-Chef, der Präsident oder der verantwortliche Agent, aber nicht "die Amerikaner". Es waren auch nicht "die Amerikaner", die vor dem Ground Zero getanzt haben.
Wollten Sie mit Truthful, linksdaneben, pira und Konsorten unter dem Begriff "die Deutschen" subsumiert werden? Ich definitiv nicht.
"Und wäre die USA tatsächlich so dreist, für so ein Theater wäre die Regierung der USA dann immer noch nicht blöd genug. Denn das Ausmaß der Folgen für die USA, würde eine solcher Skandal aufgedeckt werden, wäre katastrophal gigantisch. "
Ist es arg schräg, wenn ich mich über so einen PR-Supergau tierisch freuen würde? Nicht wegen irgendwelchen (im übrigen nicht vorhandenen) Antipathien, sondern wegen der Dreistigkeit an und für sich, quasi Respekt. Ich finde es ja selbst unglaublich, aber gerade die vielen Fake-Osamas der letzten Jahre lassen mich eben zweifeln, was man von dieser Nummer halten soll.
Es wäre katastrophal gigantisch cool, wenn die so eine schräge Show abgezogen hätten. Die Welt wäre enttarnt als das, was sie ist: Ein Zirkus.
Also, dafür dass heute "Tag der Pressefreiheit" sein soll, ist die "Nichtveröffentlichung" von Forenbeiträgen doch erstaunlich....
Jedenfalls scheint eine gewisse Diskrepanz zwischen politischer Meinungsbekundung und der "Basis" zu bestehen. Oder hat schlägt denn etwa die Menschenverachtung - selbstverständlich "politisch korrekt" - schon auf die Ausdrucksweise hier durch....?
Vielleicht sollte man die AGB´s amerikanischen Gepflogenheiten anpassen...
"Wenn Sie von "den Amis" reden, die schon Geronimo vernichtet haben, hat das schon mehr als einen pathologische Ansatz. Wie würd ich mich schämen, wenn "die Amis" von "den Deutschen" reden würden und Sie und mich damit in einen Topf werfen würden. Schrecklicher Gedanke."
Ihre Kritik an tumas geht am Wesentlichen vorbei. Entscheidend ist, dass die HEUTIGEN Amerikaner ihren Feind wieder Geronimo nennen. Damit stellen sie sich doch selber in die Tradition des Genozids.
Wie primitiv müssen der Präsident der USA und seine Adlaten incl. Hillary Clinton sein, sich die Jagd nach und die Exekution eines Feindes ansehen zu müssen und zu können?
Auch, wenn die online-Redaktion der SZ in ihrer nicht geistig gefestigten Art die Keule der "netiquette und AGB" schwingen sollte, an der vorerwähnten Primitivität ändert dies nichts. Völkerrechtliche Schade sollte sich erst recht Merkel nicht leisten können, auch wenn sie es will!
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