Ja, er lebt noch: US-Präsident Barack Obama gibt sich in seiner Rede zum Arbeitsmarkt leidenschaftlich, ja beinahe zornig. "Das sollten Sie sofort verabschieden!", ruft er in Richtung der Republikaner. Sein 450 Milliarden Dollar schweres Job-Paket soll als Befreiungsschlag für die Wirtschaft dienen. Selbst wenn die Opposition nicht mitspielt, könnte ihm sein feuriger Auftritt noch sehr nützlich sein.
Barack Obama ist auferstanden. Wie gelähmt hatte Amerikas Präsident zuletzt gewirkt: Niedergedrückt von Amerikas Wirtschaftskrise, übermannt von den Republikanern, verfangen in Selbstzweifeln. Am Donnerstagabend hat Obama seiner Nation gezeigt: Er lebt noch.
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Neuer alter Hoffnungsträger? US-Präsident Obama will 450 Milliarden Dollar ausgeben, um die Volkswirtschaft anzukurbeln. (© dpa)
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Leidenschaftlich, fast zornig hat der Präsident in seiner Rede vor dem versammelten Kongress verlangt, Washingtons Politiker sollten sich ihrer Verantwortung für das Land stellen und "den politischen Zirkus beenden". Und dann ist Obama ein Doppelschlag gelungen, wie weder Freund noch Feind ihm dies zugetraut hätten. Der erste Schlag war ein Programm zur Wiederbelebung der US-Ökonomie - und der zweite war das Projekt zur autogenen Reanimation seiner Präsidentschaft.
Der Präsident hat ein - sehr kleinteiliges - Krisenprogramm ausgebreitet, dessen Elemente in der Vergangenheit allesamt einmal von Demokraten und Republikanern unterstützt wurden. "Das sollten Sie sofort verabschieden", hieß das Mantra, das er den versammelten Abgeordneten wieder und wieder zurief. "Sofort!"
Tatsächlich ist Obamas American Job Act kein links-keynesianisches Ideologiepapier, sondern purer Pragmatismus. Und ein Balanceakt. Ökonomen warnen, sein Vorschlag sei nicht genug; Politstrategen unken, er riskiere zu viel.
Jedenfalls ist daran nichts Revolutionäres. So soll eine durchschnittliche US-Familie im Jahr 2012 gut 1500 Dollar mehr im Portemonnaie behalten (und bitteschön ausgeben), zugleich werden Kleinunternehmer entlastet. Das allein pumpt 245 Milliarden Dollar in den Wirtschaftskreislauf.
Hinzu kommen 140 Milliarden Dollar für allerlei Zuschüsse zur Erneuerung von Schulen (30 Milliarden), Straßen und Brücken (50) oder zur Bezahlung von Lehrern und Polizisten, die andernfalls entlassen würden (35). All das macht Sinn und würde sich auf 450 Milliarden Dollar addieren.
Allerdings traute sich Obama nicht, im Kapitol den Gesamtpreis seines Paketes zu benennen. Und seine Versicherung, es sei "alles bezahlt", klingt kühn. Vorschläge zur Budgetdeckung reicht Obama erst in elf Tagen nach.
Schon das verprellte einige Republikaner (allen voran jene Tea-Party-Schwadroneure, die ostentativ die Rede ihres Staatsoberhauptes boykottierten). Mit versteinerten Mienen reagierte Amerikas Rechte dann auf Obamas zweite, besonders feurige Reden-Hälfte: Also auf jenen Teil, da der Präsident eher vage und doch besonders passioniert klang.
Denn da hat Obama klargemacht, dass er nicht nur (wie zuletzt im Schuldenstreit) klein beigeben wird. Da beschwor Obama soziale Gerechtigkeit (und folglich Steuererhöhungen für Milliardäre), da zitierte er gar das Treuegelöbnis, den Pledge of Allegiance, den jeder ABC-Schütze morgens in jeder amerikanischen Schule schwört: auf "eine Nation, unter Gott, unteilbar, mit Freiheit und Gerechtigkeit für jedermann".
Da schien es, als auferstehe für einige Momente der Geist von 2008, die glaubwürdige Beschwörung von Hoffnung und Wandel. Da stand an diesem Abend im Kongress jener Obama am Podium, der einmal sein Land verzaubern konnte, und der zuletzt zum Gespenst verkommen war.
Da schimmerte der andere, mögliche Zweck dieser Rede durch: Falls die Republikaner sich tatsächlich seinem Job-Paket verweigern, dann will Obama genau diese Vorschläge als Waffe nutzen, um in den Wahlkampf zu ziehen - gegen die ewigen Neinsager und angeblichen Vaterlandsverräter.
Für seine Vision von einem besseren Amerika. Und - auch dies - für seine Wiederwahl.
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(sueddeutsche.de/moe/mikö)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
was aber aus den dargestellten Gründen nicht langt.
Wir brauchen ein neues Gründerzeitalter. Gelingt es nicht, ein solches zu initiieren, dann geht es weiter in die Regression. In den Abstieg und die Rückentwicklung.
Also Germany: Auf in das II. Gründerzeitalter! Wer die besten Ideen hat, dem gehört die Zukunft!
Und nicht dem, der den Rezessions - Teufel an die Wand malt und den Terrorismus in die Höhe schwafelt.....
Risikokapital für Gründer! Das ist die Parole.
... probte Obama vor dem Spiegel und gab sich publikums- und wahlkampagnenwirksam endlich als "zorniger junger Mann". Leider wird von meinen Mitkommentatoren und der SZ-Mannschaft, die über die USA berichtet, obamagläubig verschwiegen, daß der Demokrat Clinton die Deregulierungsmanie hatte, die uns letztlich das Desaster im Finanzwesen eingebrockt hat, mit dem wir überall auf der Welt zu kämpfen haben.Alles auf die Reps zu schieben, ist Dems-Wahlpropaganda, liebe SZ! (Und wirkt allmählich ein bißchen alt).
Und ja, die Kassen wären sofort wieder voll, wenn Obama die unseligen Krige stoppen würde - dagegen rüstete er in Afghanistan auf und schickte noch mehr Soldaten, als die Kriege zu beenden - wie versprochen.
Und die Jobs in der innovativen Umweltindustrie? Da kann man nur lachen.Gestern schrieb die NYT:"While Obama declared a moratorium in the Gulf of Mexico after the BP spill in 2010, the government began granting permits again earlier this year and activity is approaching pre-spill levels.The administration recently announced a major lease sale in the western Gulf of Mexico and gave provisional approval to a Shell project off the coast off Alaska."
"Besser" könnte es auch ein republikanischer Präsident nicht machen. Auch Kohlekraftwerke feiern eine Wiederauferstehung.Umweltschützer raufen sich die Haare.
Wortbrüchiger gehts nicht, die Liste wäre noch endlos fortzusetzen.
Obama wird als einer der schwächsten Präsidenten in die amerikanische Geschichte eingehen.Nichts als Schall und Rauch.
http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:6Wq9pQZgt6oJ:www.einspruch.org/blog/topic.php%3Fid%3D1366+kann+ein+bewu%C3%9Ftseinswandel+in+ein+neues&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de
Obama versucht sein Möglichstes um die Wirtschaft aufzurütteln und den Pleitegeier abzuwenden, dem die USA entgegengeht, wenn nicht dieser Stillstand oder gar Schockstarre, in dem sich die Economy befindet, beseitigt werden kann.
Wie wäre es mal zu überlegen, auch in den USA eine MwSt einzuführen, da das Steuersystem der USA total unterschiedlich gestaltet ist und hier soweite Kluften sind, das sich das schon rentieren würde und auch der Wirtschaft zugute käme (evtl. mit einem abgesenkten Steuersatz für die Klein- und Mittelbetriebe).
Obama kämpft um Stars and Stripes und was einst Lincoln schuf gilt heute noch , wo bleiben die Amis mit "wir packen das jetzt an" lets do it??
Die Basiserfindungen des 19. und 20. Jahrhunderts haben sich entfaltet wie ein Baum. Sie sind in zahlreiche Anwendungen gegangen, wurden optimiert und nun ist eben das Ende eines Zyklus erreicht. Denn weder kann man über gewissen Grenzen optimieren noch unbegrenzt spezielle Anwendungen für eine Grundlagenerfindung hervorbringen. Auch ein Dieselmotor ist (beispielsweise) ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr zu verbessern. Schließlich erzeugen dann sehr viele Konkurrenten ziemlich gleichwertige Motoren mit dem Ergebnis eines zunehmenden Preisverfalls. Mit den üblichen Konsequenzen, wie Dumpinglöhnen, etc.
Wie kommen wir nun zu der Entfaltung eines neuen Baumes?
Es gibt eigentlich nur den Weg, das kreative Potential der breiten Bevölkerung in einer Kampagne zu fördern und echte Gründer auf den Plan zu bringen.
Dazu bedürfte es aber einer offenen Gesellschaft, die "New-Comern" eine echte Chance bietet und nicht darauf aus ist, deren Ideen zu stehlen und in alte Kanäle zu leiten.
Wenn ich eine von den wahren, "echten" Basisinnovationen des 21. Jahrhunderts wüßte (eine Erfindung bzw. ein Sprung von der Qualität der Dampmaschine) , dann würde ich mich sehr schwer tun, diese zu realisieren. Die meisten Ideen verschwinden in Schubladen....
Statt alte Strukturen zu päppeln, die keine Chance haben, sollte man die Menschen fördern, welche neue schaffen können. Ohne Ansehen der Person. Denn nur die Idee zählt.
Das ist meine Antwort.
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