Das von der CSU geplante Betreuungsgeld heißt unter Kritikern höhnisch "Herdprämie", selbst innerhalb der Union regt sich Widerstand gegen die finanzielle Unterstützung für neue Eltern - und nun rügt auch die EU das Konzept: Es gefährde die Erwerbstätigkeit der Frauen.
Die EU-Kommission kritisiert das geplante Betreuungsgeld der schwarz-gelben Koalition. Der von Kritikern auch als "Herdprämie" verhöhnte Zuschuss des Staates für Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen, gefährde die Erwerbsbeteiligung von Frauen, heißt es in einem Bericht der Deutschen Vertretung in Brüssel an die Bundesregierung, wie die Financial Times Deutschland schreibt.
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Familienministerin Kristina Schröder (CDU) soll bis zum Sommer ein konkretes Konzept für das Betreuungsgeld erarbeiten. In der Koalition will nur die CSU das Geld für Eltern, die ihre Kinder nicht in eine Kita bringen, wirklich. CDU und FDP akzeptieren dies um des Koalitionsfriedens willen. Die genauen Details, also welche Personengruppe genau wie viel Geld erhält, ist noch offen.
Ende des vergangenen Jahre hatte die Unionsfraktion darüber diskutiert, in welcher Form das Betreuungsgeld ausgezahlt werden soll: Während die Koalitionsspitzen eine Barauszahlung anstrebten, befürwortete "Die Gruppe der Frauen" stattdessen Gutscheine für Bildungsleistungen. "Wenn es bei der Barzahlung bleibt, werde ich nicht zustimmen", sagte deren Vorsitzende Rita Pawelski damals. Außerdem dürfe das Betreuungsgeld erst eingeführt werden, wenn der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz garantiert sei.
Kritisch sieht Brüssel dem Bericht zufolge auch die steuerliche Bevorzugung von Ehepaaren durch das Ehegattensplitting. Deutschland sei aufgefordert worden, schriftlich zu erklären, wie sich das Betreuungsgeld und das Ehegattensplitting auf die Motivation von Frauen auswirkten, sich einen Job zu suchen oder in den Beruf zurückzukehren, heißt es in dem Bericht weiter.
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(Süddeutsche.de/dapd/fran/gal)
Debatte über Militäreinsatz in Syrien
Es ist nicht zu fassen, in was sich dieses Bürokratiemonster in Brüssel alles einmischt. Können wir nicht mehr über uns selbst bestimmen?
Was bleibt noch von unserer Demokratie übrig, wenn nicht mehr
der Volkssouverän bzw. seine Vertreter das Zusammenleben regelt, sondern nur noch eine ferne übernationale Behörde?
..daß aus Brüssel mal was Vernünftiges kommt.
Umso ernster sollten wir es nehmen:
Weg mit der depperten Herdprämie - die geht völlig am Ziel vorbei.
Bravo Brüssel 1
Das heißt immer noch "Ehrensold".
"Kritisch sieht Brüssel dem Bericht zufolge auch die steuerliche Bevorzugung von Ehepaaren durch das Ehegattensplitting."
man muss von hiesigen Steuerpraktiken nicht begeistert sein -- aber selbst wenn die Kommission irgendeine Zuständigkeit oder gar Kompetenz für nationales Steurerrecht besäße: gäbe es in Staaten am Südrand der EU nicht gravierendere Probleme?
Betreuungsgeld, drauf gepfiffen.
Wie wäre es, wenn man sich wenigstens den Anschein der Mühe geben wollte, dafür zu sorgen, dass die Entlohnung eines arbeitenden Elternteils für das Auskommen der Familie langt? Wohlgemerkt "eines Elternteils". Welcher das ist, sollte die Familie selbst entscheiden dürfen.
Paging