Sie wollten das sächsische Mittweida "zeckenfrei und braun" machen: Die Neonazi-Gang "Sturm 34" ist vom Dresdner Landgericht als kriminelle Vereinigung eingestuft worden.
Jetzt also doch: Das Dresdner Landgericht hat fünf Mitglieder der Neonazi-Gruppierung "Sturm 34" der Gründung einer kriminellen Vereinigung schuldig gesprochen. Das Gericht verurteilte die Angeklagten zu Geld- und Bewährungsstrafen: Drei Angeklagte erhielten Bewährungsstrafen zwischen anderthalb und knapp zwei Jahren. Zwei weitere müssen Geldstrafen von 450 beziehungsweise 4200 Euro bezahlen.
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Einer der Angeklagten von "Sturm 34" im Gerichtssaal. (Archivfoto) (© AP)
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In vier Fällen sahen die Richter auch den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung als erwiesen an. Der Vorsitzende Richter Peter Lames sagte in der Urteilsbegründung, Ziel der Gruppe sei es gewesen, das sächsische Mittweida "zeckenfrei und braun" zu machen. Die Organisation sei gegen alle vorgegangen, "die keine ausgesprochen rechtsradikale Orientierung" gehabt hätten. Bei "Skinhead-Kontrollrunden" habe sie gezielt nach Andersdenkenden Ausschau gehalten.
Das Gericht stellte fest, dass die Angeklagten unter anderem bei einem Dorffest nahe Rochlitz gemeinsam mit anderen Neonazis linke Punks und andere Festbesucher angegriffen und verletzt hatten. Die Männer hatten die Vorwürfe zumindest teilweise eingeräumt, nachdem das Gericht im Falle von Geständnissen eine Strafobergrenze von maximal zwei Jahren auf Bewährung in Aussicht gestellt hatte.
Das Landgericht Dresden folgte mit der Entscheidung weitgehend den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf deutlich mildere Geld- und Bewährungsstrafen plädiert.
Damit kommt das Dresdner Landgericht im Fall um die Gruppe "Sturm 34" zu einer anderen Einschätzung als noch im Jahr 2008: Damals hatte die Staatsanwaltschaft auch Anklage wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung erhoben, der Richter aber hatte die Angeklagten in dem Punkt freigesprochen.
Wenige Zeit später urteilte der Bundesgerichtshof, dass es sich bei der Gruppe um eine "kriminelle Vereinigung" gehandelt habe. Dem Urteil aus dem Jahr 2009 zufolge komme es darauf an, ob die Gruppe ihre Straftaten aus übergeordneten ideologischen Zielen heraus begeht (Az.: 3 StR 277/09). Dies hatte das Landgericht Dresden im Vorjahr verneint. Denn es habe keinen anerkannten Anführer gegeben und auch keine Pflicht zur Teilnahme an Gewalttaten.
Die Kameradschaft war im März 2006 aus der Gruppe "Division Sächsischer Sturm" hervorgegangen. "Sturm 34" hatte sich gegründet, um im sächsischen Mittweida eine sogenannte "national befreite Zone" zu schaffen. Das sächsische Innenministerium hatte die Kameradschaft im Jahr 2007 verboten.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dapd/jab/hai)
Staatsbesuch in Israel
"Und wieder nur Bewährungsstrafen? "
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Wieso empört Sie das? Entspricht es doch dem juristischen Gerechtigkeitsprinzip, welches gleichermaßen bei bunten Kulturbereicherern und Neonazis zur Anwendung kommt ...
"Bereits 2008 war fünf Mitgliedern aus der Führungsebene von «Sturm 34» wegen denselben Vorwürfe der Prozess gemacht worden. Damals wies das Landgericht den Hauptanklagepunkt der Bildung einer kriminellen Vereinigung noch ab. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) legten die Richter damals jedoch falsche Maßstäbe an - der Prozess muss demnächst neu aufgerollt werden."
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Quelle FR
Sturm 34 ist nicht nur eine kriminelle Vereinigung, sondern eine astreine Terrorgruppe. Und wieder nur Bewährungsstrafen?
Das ist reiner Terror auf offener Straße was die da trieben. Und die sächsische Justizia spielt Biedermann und Brandstifter.
Der Hallesche Universitätsprofessor Marneros schreibt in seinem Buch (Blinde Gewalt): „Wenn aus purer Lust an sinnloser Gewalt getötet wird“. Die Bereitschaft zur Gewalt wurde sozusagen mit der Muttermilch vermittelt. Mielkes perverse Stasi-Kinder, kommentierte BILD. Eine Ethnie mit eigener Kultur und eigenen Verhaltensweisen - jenseits der Zivilisation - mit ganz wenig Ausnahmen.
Dieser dumpfe Tölpel mit nachhaltig gestörtem Verhältnis zur Gewalttätigkeit, mit Vorlieben zur Rudelbildung, sowie gemeingefährlichem Hetzen mit berechtigten Minderwertigkeitskomplexen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/rassismus-in-ostdeutschland-pfarrer-flieht-vor-dem-alltag-1.210984
Wir finanzieren lieber Schmuseprojekte für die(se) "körperlichen Missbildungen" und die geistigen Störungen ebenso, wie für die immer häufigeren brutalen Angriffe der psychisch Gestörten. Wo Mörder mit der vollen Härte des Gesetzes zur Verantwortung gezogen werden, da mildern Richter bei DDR-lern sofort die Urteile ab, weil diese ja extrem häufig "psychisch gestört" und nicht voll zurechnungsfähig sind. Mörder werden von MP Tillich begnadigt.
Schily: “Das Herrschaftssystem der DDR hat ein großes Maß an geistiger Zerstörung hinterlassen”. (Sehr diplomatisch formuliert).
Herr Endrias vom Verein gegen rechte Gewalt: "Die meisten Übergriffe kommen nicht von Skinheads, sondern von scheinbar ganz normalen Menschen".
Rassismus in der DDR ist bereits Bestandteil der Kultur: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13497383.html
Ein Lehrstück über die Ursachen rechter Dominanz in Ostdeutschland:
http://www.wsws.org/de/2000/nov2000/jose-n30.shtml
Wenn sich die Übermächtigkeit der Täter aber hinter einer grünen Uniform und schwarzen Robe versteckt und das zuständige Justiz- bzw. Innenministerium alles als Bagatelle verharmlosen, "wegschauen" anordnen, sogar Schäuble die Kriminellen in der Justiz toleriert, wie soll man da von den DDR-lern Anstand und Toleranz erwarten?
Rassistische Gewalt – protegiert von Uniform und Robe: http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,419957,00.html
Mielkes perverse Stasi-Kinder – zum Töten erzogen:
http://www.bild.de/politik/2009/armee/erich-mielkes-perverse-kinder-armee-10575314.bild.html
http://www.siggi40.magix.net/website#Tururismus
Ich habe überlebt.
+++ nicht vergessen – nicht vergeben +++
"Dresden ist weltweit als Nazistadt verschrien..."
Ich stolpere heute morgen über Ihr Post und bin nicht ganz sicher, wie Ihr Gesamtfazit zu so einer Aussage ist.
Ich finde diesen Richterspruch auch traurig, wollte aber doch mal Missverständnisse ausräumen: Mag sein, dass man sich über die Justizbehörden ärgern muss - ggf. auch über die Polizei, manchmal.
Aber fragen Sie sich mal unter den Menschen in Dresden durch, schauen Sie, wieviele außer den zugereisten Antifas sich jedes Jahr gegen die Naz.iaufmärsche stemmen, beachten Sie, dass die N.PD in Dresden weit unterdurchschnittlich an Stimmen bekommen.
Die Dresdner Bevölkerung ist in ihrer überwältigenden Mehrheit ganz entschieden gegen diese Na.zis. Mit viel Herz!
Paging