Die Leiche Bin Ladens, Festplatten, CDs - der Hubschrauber der US-Spezialeinheit war gut beladen, als er in Abbottabad abhob. Die drei Witwen des Terroristen sind jetzt in pakistanischer Hand. Washington verlangt Zugang zu den Frauen - doch Islamabad mauert: Der Streit zwischen beiden Nationen spitzt sich zu.
Ein modifizierter Spezialhubschrauber vom Typ Black Hawk soll es gewesen sein, besonders leise und für das Radar kaum zu erkennen. Die Informationen über das Fluggerät, mit dem die Navy Seals unbemerkt nach Abbottabad gelangten, um Osama bin Laden zu töten, sind allerdings dürftig. Als gesichert darf immerhin gelten, dass die US-Spezialeinheiten auf ihrem Rückflug gerne mehr mitgenommen hätten. Mehr Material - und mehr Menschen.
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Wie wertvoll ist der Nachlass Bin Ladens? Bislang haben die USA nur wenige Videos veröffentlicht. Doch das Material soll auch die Frage beantworten, wie der Terrorist fünf Jahre unbehelligt in Pakistan leben konnte. (© AFP)
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Drei Witwen des getöteten Terrorchefs haben das Interesse der Amerikaner geweckt. Sie gehörten zu den 17 Menschen, die auf dem Anwesen zurückgelassen wurden - gefesselt mit Plastikbändern. Vor dem Rückflug hatten die Navy Seals einen beschädigten Hubschrauber gesprengt und sich beim Abtransport auf die Leiche Bin Ladens beschränken müssen. Sowie auf mehrere hundert Datenträger aus dem Anwesen: Disketten, Festplatten, Videos, handschriftliche Notizen und andere Papiere. Eine Arbeitsgruppe der US-Geheimdienste sichtet das Material seither rund um die Uhr.
Nicht ohne Stolz verkündete der Nationale Sicherheitsberater der USA, Thomas E. Donilon, am Sonntag in mehreren Nachrichtensendungen, die Menge der Dokumente sei so groß, dass sie "eine kleine College-Bibliothek" ausfüllen könnten. Nie zuvor sei man in den Besitz eines so großen Informationsspeichers eines Top-Terroristen gekommen. Erste Auszüge wurden bereits veröffentlicht: Videos von Bin Laden, der Aufnahmen von sich selbst im Fernsehen ansieht.
Die für viele Amerikaner wesentliche Frage ist aber noch ungeklärt: Wie konnte Bin Laden so lange unbemerkt in Pakistan leben? In einer Siedlung inmitten pensionierter pakistanischer Offiziere, eine Autostunde von der Hauptstadt entfernt? Die pakistanische Regierung weist jede Verantwortung von sich und verspricht Transparenz: "Es werden Köpfe rollen, wenn die Untersuchung abgeschlossen ist", sagte der pakistanische Botschafter in den USA, Husain Haqqani. "Und wenn - Gott bewahre! - jemandem Komplizenschaft nachgewiesen wird, gibt es auch dafür null Toleranz."
Im Gegenzug hütet sich Washington davor, der Führung der Atommacht eine Mitwisserschaft zu unterstellen. US-Präsident Barack Obama sagt jedoch, Bin Laden müsse ein Netzwerk von Unterstützern gehabt haben. "Das ist etwas, was wir untersuchen müssen, und noch wichtiger: was die pakistanische Regierung untersuchen muss", sagte Obama in einem Interview am Sonntag. Islamabad habe daran sicherlich ein "profundes" Interesse.
Genau daran haben viele Amerikaner allerdings ihre Zweifel. Das Misstrauen auf beiden Seiten ist groß - und hat eine Art Wettbewerb der Geheimdienste in Gang gesetzt.
Donilon ließ durchblicken, dass der Nachlass Bin Ladens auch eine Antwort darauf enthalten könne, wer den Terroristen gedeckt hat. Gleichzeitig forderte er Pakistan auf, den USA Zugang zu einer anderen wichtigen Quelle zu gewähren: den drei Witwen Bin Ladens, mit denen der Terrorist in den vergangenen fünf Jahren in Abbottabad gelebt haben soll. Sie sollen im Gewahrsam der pakistanischen Streitkräfte sein. Die Zeitung New York Times zitiert einen anonymen US-Beamten mit den Worten: "Wir vermuten, dass die Witwen wissen, wer Osama bin Laden in all den Jahren am Leben gehalten hat."
Wie um die Amerikaner zu ärgern, tauchten am Wochenende Medienberichte auf, wonach die jüngste Frau Bin Ladens, Amal Ahmed Abdulfattah, bereits vom pakistanischen Geheimdienst ISI verhört worden sei. Bei der 29-Jährigen soll es sich um jene Frau handeln, die nach US-Angaben bei dem Feuergefecht in Bin Ladens Schlafzimmer angeschossen wurde. Den pakistanischen Berichten zufolge wird sie wegen einer Schussverletzung am Bein in einem pakistanischen Militärkrankenhaus behandelt.
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Debatte über Militäreinsatz in Syrien
"Es stellt sich die Frage, wie die USA regagieren würden, wenn ein Spezialkommmando aus Kuba und Venezula Texas überfallen, den Terroristen töten und den USA mit weiteren Konsequenzen drohen würden......"
Während Pakistan und die USA befreundete Nationen sind und Pakistans Premier die Tötung Bin Ladens immer noch gutheißt, ist das Verhältnis der USA zu Venezuela und Kuba eher nicht ganz so harmonisch, um es mal vorsichtig auszudrücken.
Also: Die USA würden sich in einem solchen Fall über die Verletzung ihres Territoriums lautstark beklagen, während die Regierung von Pakistan das jetzt nicht tut, auch wenn ein paar pakistanische Militärfutzis etwas stinkig sind.
Im Übrigen ist das also immer noch die gleiche Situation wie bei Ihrem Beispiel mit den hypothetischen Uyghurischen Aufständischen in Hamburg. Der Vergleich passt einfach nicht.
Warum hat man nicht einfachheitshalber den UNBEWAFFNETEN, völlig UNGEFÄHRLICHEN OBL selbst verhaftet und befragt ????? Das hätte doch sicher wesentlich brauchbarere Informationen als die über den täglichen Wassermelonenverzehr ergeben, oder nicht?
"Keine Erklärung wurde abgegeben, warum ein unbewaffneter bin Laden angesichts eines nicht stattgefundenen Feuergefechts von den SEALs mit einem Kopfschuss ermordet wurde. Für diejenigen, die die Geschichte der Regierung glauben, dass „wir bin Laden gefasst haben,“ kann diese Operation nur als der größte Murks der Geschichte dastehen. Welche Art von Inkompetenz braucht es, um sinnlos und ohne Notwendigkeit die wertvollste geheimdienstliche Informationsquelle auf dem Planeten zu töten? "
antikrieg.com/aktuell/2011_05_06_dieagenden.htm
Gibt es eigentlich irgendwelche Gründe anzunehmen, dass diese Damen, die die Amis da so hübsch verpackt, verschnürt und redefreudig plaziert haben, KEINE bezahlten Schauspielerinnen sind? Das Bild, das die Identität dieser 29-jährigen Quasselstrippe "beweisen" soll ist ja immeerhin schon als primitiver Fake entlarvt worden.
"Mein Gott ihr Amis...
...kommt doch mal klar! Wieviele weltweit gesuchte Top-Mafiosi mögen wohl in den USA unbehelligt leben. Mitten unter euch!"
de.wikipedia.org/wiki/Luis_Posada_Carriles
Dieser Terrorist und zigfache Mörder lebt unbehelligt in den USA, die ihn haargenau so beschützen wie sie selbst das Pakistan bei OBL vorwerfen.
Kein Unterschied. Die ganze Geschichte ist identisch mit OBL. Carriles verübte zig Bombenanschläge, tötete massenhaft Menschen und Venezuela sucht ihn per Haftbefehl für ein Bombenattentat. Carriles wurde von den Amerikanern aus Venezuela geschleust und lebt jetzt in den USA, die sich weigern, ihn an Venezulela auszuliefern, weil die Beweislage angeblich zu dünn ist. Exakt wie damals bei OBL den die Taliban ausliefern wollten, davor aber gerne ein paar Beweise von den Bushisten gehabt hätten.
Der einzige Unterschied ist natürlich, dass Corriles seine Anschläge für die CIA beging.
Es stellt sich die Frage, wie die USA regagieren würden, wenn ein Spezialkommmando aus Kuba und Venezula Texas überfallen, den Terroristen töten und den USA mit weiteren Konsequenzen drohen würden......
Die Schneetrolle und alle anderen Sockenpupen, die die OBL Geschichte so supertoll finden . würden mit dem Haareraufen wahrscheinlich gar nicht mehr nachkommen :-))))))
Nein nein, ich möchte ja keine Spaßbremse sein, machen Sie nur ...
Ich dachte ich hätte genug Hinweise geliefert, dass ich das nicht ernst meinte (z.B. "Aliens", oder Quellenangabe "Seite 235, links unten")?! Ich werde aber auch in Zukunft von der Benutzung von irony tags absehen.
Paging