Die SPD und ihr Neuer: Sigmar Gabriel will weder um die Linkspartei buhlen noch eine komplette Kehrtwende vollziehen. Er will eine populäre, keine populistische Partei. Das ist ein Angebot - und eine Herausforderung.
Dass Sigmar Gabriel der nächste SPD-Vorsitzende werden wird, ist ziemlich sicher. Neben ihm gibt es derzeit keinen Bewerber. Wie lange er sein künftiges Amt innehaben wird, ist weniger sicher. Die Sozialdemokraten wechseln ihre Chefs inzwischen in Rekordzeit. Und jeder macht vor und zu Beginn seiner Amtszeit Versprechungen, die er, aus welchen Gründen auch immer, nicht halten kann.
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Sigmar Gabriel gilt als designierter SPD-Vorsitzender - und schüttelt die Hand seines Vorgängers Franz Müntefering. (© Foto: Getty Images)
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Skepsis, vielleicht auch Misstrauen der Funktionäre in jeden Neuen sind also geradezu geboten. Das bestenfalls mager zu nennende Ergebnis für den Kandidaten Gabriel, aber auch die sogenannten Linken Andrea Nahles und Klaus Wowereit bei der geheimen Abstimmung im SPD-Vorstand sind annähernd ehrliche Resultate.
Wenn die Mitglieder dieses Gremiums tatsächlich so votiert hätten, wie ihnen nach der katastrophalen Wahlniederlage zumute war und ist, wäre es vermutlich noch schlimmer gekommen. Wer soll glauben, dass ausgerechnet der als Ich-AG geltende Gabriel die SPD in eine bessere Zukunft führen kann?
Oder dass der scheidende Umweltminister und Nahles, die einander über Jahre spinnefeind waren, auf einmal einträchtig zusammenarbeiten? Gabriel und seine Mitstreiter sind geradezu gezwungen, bei den Mitgliedern um Vertrauen zu werben und sich von dem Makel zu befreien, in Hinterzimmern die Machtübernahme ausgekungelt zu haben.
Gabriel hat sich entschlossen, als Kämpfer für die Volkspartei SPD in diesen Wettbewerb zu gehen. Weder buhlt er um die Linkspartei, noch strebt er eine komplette Kehrtwende in der Opposition. Er will, wenn man ihn recht versteht, eine populäre, keine populistische Partei. Das ist nicht nur ein Angebot an die SPD. Es ist eine Herausforderung.
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(SZ vom 06.10.2009/fvk/mati)
Bergkirchweih in Erlangen
Ein gut gemeinter Kommentar von Frau Höll. Aber er strotzt vor Vorurteilen, wie sie gerne über Gabriel und Nahles gestreut werden.
Die beiden sind zum Erfolg verdammt - und da geht manches, was man bisher für unmöglich gehalten hat.
Ach ja, ich bin ein unverbesserlicher Optimist. Ich würd's den beiden und meiner alten Tante SPD gönnen, auch wenn ich jetzt schon seit mehreren Jahren nicht mehr gut auf sie zu sprechen war....
Vor nichts muss man sich so in Acht nehmen, wie vor falschen Freunden.Es strotzt nur so von Ratgebern der Spd, die alles nur nicht deren Wohl im Sinne haben. Auf diese Weise ist ihr bereits der letzte Kanzlerkandidat von interessierter, aber nicht wohlwollender Seite aufgeschrieben worden.
Vor dem unbestritten notwendigen Neubeginn sollte eine ( selbst) kritische Analyse stehen.
Wenn man wissen will, warum einem die ehemaligen Wähler weggelaufen sind, sollte man diese fragen und nicht den politischen Gegner fragen.
Wenn beispielsweise Profalla, Kauder oder Rüttgers sich zur Spd äußern, wird dies wohl kaum zu deren Besten geschehen
vor dem sich Gabriel ablichten ließ?
"Keinen Bock mehr."
Oder was?
OBWOHL eigentlich Beide, Müntefering und Steinmeier, wissen mussten, dass Steinmeier als Oppositionsführer eine ebenso grosse Fehlbesetzung sein würde wie als Kanzlerkandidat, wurde der Wahl-Verlierer kaum 48 Stunden nach der katastrophal verlorenen Wahl ausgerechnet zum SPD-Fraktionsvorsitzenden gekürt!
DIESEN Job hätte vielleicht GABRIEL ausfüllen und zum Vorteil der SPD ausüben können; Steinmeier dagegen gewiss nie und nimmer! Aber Steinmeier hatte sich/war bereits zum/als "Oppositionsführer" durchgeboxt, und nun war es für eine sachgerechtere Lösung bereits zu spät!
Aber weil -wieder einmal- auch ein neuer SPD-Vorsitzender her musste, blieb diese Position, mangels irgend einer weiteren Alternative, bei GABRIEL hängen, der nun das zweifelhafte Vergnügen haben wird, sich mit seiner Erz-Feindin NAHLES herumzuschlagen!
Schon jetzt lässt sich bei dieser unmöglichen Personal-Konstellation vorhersagen, dass sie keine Erfolgschancen haben und die SPD weiter "bachab" gehen wird!
Zu dieser für die SPD gewiss FATALEN Personalentscheidung auf Bundesebene "passt" der Umfaller -und Wähler-Betrüger- Matschie allerdings sehr gut! Denn auch in Thüringen beerdigt die lokale SPD-Führung die dringend erforderliche Neu-Ausrichtung der SPD, ohne die diese einstmals wichtigste deutsche Partei vermutlich sehr bald gegen die 5%-Hürde wird ankämpfen müssen.!
Das ENDE der ältesten deutschen VOLKS-Partei naht - falls nicht noch im letzten Moment ein (BASTA-bis hierhin und nicht weiter) Wunder geschieht!
Irgendwie koennte man doch vermuten, dass JETZT vielleicht Beck, Ypsilanti, Schaefer-Guembel ein bisschen Gehoer faenden.
Paging