In einem Schreiben an seine EU-Amtskollegen und den Internationalen Währungsfonds, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt, spricht sich der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble für weitere Milliardenhilfen an Griechenland und für eine Umschuldung aus. Sonst drohe "der erste ungeordnete Bankrott" eines Landes in der Eurozone.
Die Bundesregierung hat erstmals offen eingeräumt, dass Griechenland ein weiteres milliardenschweres Hilfsprogramm und eine Umschuldung benötigt. Ohne ein solches Paket drohe "der erste ungeordnete Bankrott" eines Euro-Landes, heißt es in einem Brief von Finanzminister Wolfgang Schäuble, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt. An der Umschuldung müssten sich auch die privaten Gläubiger, also etwa Banken, beteiligen. Sie sollen sieben Jahre länger auf die Rückzahlung ihres Geldes warten.
Finanzhilfen: Zustimmung für Schäuble-Pläne an Frankfurter Börse
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Schäubles zweiseitiges Schreiben ist an seine EU-Amtskollegen, den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, EU-Finanzkommissar Olli Rehn und den amtierenden Direktor des Internationalen Währungsfonds' (IWF), John Lipsky, gerichtet.
Mit dem Brief gesteht er ein, dass das bisherige Konzept von EU, EZB und IWF für eine Stabilisierung Griechenlands gescheitert ist. Es sah vor, dass die Regierung in Athen rigide Programme zur Sanierung des Haushalts und zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit auflegt und im Gegenzug Kredite der Partner erhält. Vom Frühjahr 2012 an sollte sich das Land sein Geld dann wieder schrittweise bei Banken, Versicherungen, Investmentfonds und Kleinanlegern leihen.
Eine "substantielle Erhöhung"
Schäuble hält eine solch rasche Rückkehr an den Markt jedoch mittlerweile für "mehr als unrealistisch". Er sehe deshalb "die Notwendigkeit, dass wir uns auf ein neues Programm für Griechenland verständigen, um die Finanzlücke zu schließen und eine Insolvenz zu verhindern". Welchen Umfang das neue Programm haben muss, sagt der Minister in dem Schreiben nicht, er spricht lediglich von einer "substantiellen Erhöhung" der bisherigen Summe von 110 Milliarden Euro.
Im Gespräch ist eine Aufstockung um mindestens 60 Milliarden Euro. Sollte sich Griechenland allerdings auch 2013 und 2014 noch allein über die Kredite der Euro-Partner, der EZB und des IWF finanzieren müssen, wäre ein Zusatzbeitrag von mehr als 100 Milliarden Euro nötig.
Schäuble betonte, dass "jede weitere finanzielle Hilfe für Griechenland eine faire Lastenteilung zwischen den Steuerzahlern und den privaten Investoren beinhalten" müsse. Um eine "substantiellen Beitrag" der privaten Gläubiger sicherzustellen, sei ein "Bond Swap" der richtige Weg, also ein Umtausch alter in neue Staatsanleihen.
Konkret schwebe ihm vor, dass die Investoren alle Papiere, die sich aktuell in ihrem Besitz befinden, in neue Schuldverschreibungen mit einer um sieben Jahre verlängerten Laufzeit umtauschen. Sie erhielten ihr Geld damit später, aber immerhin in voller Höhe zurück. Die alten Anleihen würden dagegen bei einer doch noch eintretenden Insolvenz womöglich nicht zurückbezahlt.
Schäuble ließ in seinem Schreiben offen, ob die privaten Gläubiger zu einer Beteiligung an dem Programm gezwungen werden sollen. Das hatten bisher sowohl Trichet als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel abgelehnt. Trichet fürchtet, dass eine Umschuldung - zumal bei Beteiligung der privaten Gläubiger - das Finanzsystem erneut in schwere Turbulenzen stürzen und zudem ein tiefes Loch in die Bilanz der EZB reißen könnte. Hintergrund ist, dass die Notenbank längst der größte Gläubiger Griechenlands ist. In Berliner Regierungskreisen wurde hingegen darauf verwiesen, dass viele Banken ihre griechischen Papiere abstießen. "Wenn wir noch lange warten, hat Griechenland gar keine privaten Gläubiger mehr", hieß es.
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(SZ vom 08.06.2011/olkl)
Stockender Kita-Ausbau
mit der Unterstützung von dreisten Betrügern und Lügnern, die ihre politischen Partner, fortdauernd und ohne Unterlass hintergehen.
Damit meine ich die politische wirtschaftlichen Eliten in Griechenland, denn deren Dreistigkeit ist einfach nicht zu toppen.
Hoffentlich gehen die bald den "Bach runter", denn von weit aus ärmeren EU-Ländern, wie Estland, Tchechien Unterstützung einzufordern ist schon abenteuerlich, hoffentlich werden die Finnen den EU-Falschspielern in Brüssel in die Suppe spucken. Von unseren Politikern ist da nicht viel zu erwarten, da diese fremdgesteuert sind, von wo das überlasse ich jedem selbst das herauszufinden.
Was soll das denn heißen? Ist es fair wenn der Steuerzahler auch nur einen Cent bezahlt?
Eine typische Donata. Ran ans Tafelsilber. Es gibt genügend Großinvestoren, die lieber die Akropolis, als griech, Anleihen hätten.
Und wie bei allen Zwangsausverkäufen purzeln die Preise ins Bodenlose. Beispiel : 2008 hat die deutsche Telekom für 10% der griechischen Telecom 1,3 Milliarden Euro bezahlt. Vorgestern gabs 10% für schlappe 400 Millionen.
Und was passiert bei der Privatisierung? Bei Wasser, Energie, Wohnungen wird an Investitionen gespart, bei Wirtschaftsbetrieben an Personal.
Am Ende stehen die Griechen da wie die Deutschen. Marode Wasser- Energie und Bahnnetze, versiffte Wohnungen bei enormen Preiserhöhungen, dazu weniger Einnahmen aus Lohn- und Verbrauchssteuern.
Dann ist Griechenland sein Tafelsilber los und die Schulden wachsen trotzdem weiter - so wie in Deutschland.
Frage: Wo aber sind Tafelsilber und Schuldbriefe gelandet?
Antwort: Bei den Heuschrecken, wo sonst.
Zitat Helmut Schmidt:
"Ich teile die Menschheit in drei Gruppen: Wir normale Menschen, die irgendwann in ihrer Jugend mal Äpfel geklaut haben, die zweite hat eine kleine kriminelle Ader, und die dritte besteht aus Investmentbankern."
Sie wollen der Umschuldung zustimmen, weil damit Zeit gewonnen wird und, Zitat "um dann GR die Rückkehr zur Drachme auf geordnete Weise zu ermöglichen. "
Wozu den Zwischenschritt, den ich als reine Geldvernichtung ansähe.
Nein, so bitter es ist: das Projekt Hellas ist zu beenden. Hellas verfügt über ausreichend Tafelsilber - um die 250 Mrd. - mittels dessen es seine Fälligkeiten teilausgleichen kann.
Der IMF hat im Grunde sehr gute Vorschläge gemacht, man sollte aber auf die Teile verzichten, die der EZB zufielen. Stattdessen, quasi gleich wie man es mit einem Drittweltland unternähme, Tafelsilber liquidieren, ein Admin- und Entwicklungsplan für Technologie und Wirtschaftsindustrie-Aufbau.
Das völlig aus dem Fokus geratene Thema ist ein sehr deutlicher Patriotismus, eine Wiedergeburt in Griechenland, die bedenkenswert ist. Pasok steht nicht mehr sehr gut da und Nea Dimokratia, die von einer Besatzung spricht, macht gewaltig Stimmen gut. Ob sich in Hellas eine Mehrheit für den EU Verbleib fände, darf stark hinterfragt werden. Auch das gilt es zu respektieren.
Ihre düsteren Sorgen teile ich nicht, zumal Sie weder England noch die Slowaken vom neuen Geldpaket überzeugen werden. Es kommt also so oder so zum Schwur.
Leider, die EU hat ihr dringlichstes Ziel, Ihre raison d'etre erneut verfehlt, nämlich Gegengewicht zu den USA zu bilden. China, Russland und sonstige BRICs nehmen das erfreut zur Kenntnis. Warum auch nicht? Das Pendel geht soweit nach rechts, wie nach links und Einstellung auf das globale Dorf muss langsam gelingen.
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