Tel Aviv unter Schock: Bei einem Angriff auf einen Schwulenclub sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Israels Innenminister vermutet dahinter Homosexuellenfeindlichkeit.
Bei einem Angriff auf ein Homosexuellen-Zentrum in Tel Aviv sind am Samstagabend nach Angaben von israelischen Sicherheitskräften zwei Menschen getötet wurden. Mindestens zehn weitere seien verletzt worden - drei davon schwer. Wie die israelischen Rettungsdienste mitteilten, starben ein junger Mann und eine junge Frau sofort, der Tod eines dritten Opfers sei in der Nacht irrtümlich von Krankenhausmitarbeitern mitgeteilt worden, hieß es. Inzwischen ist die Zahl der Todesopfer aber auf zwei korrigiert worden. Der maskierte, ganz in schwarz gekleidete Täter konnte unerkannt fliehen.
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"Weint um die Kinder, die getötet wurden": Eine israelische Frau hält bei einer Spontandemo am Tatort ein Plakat hoch. (© Foto: AFP)
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Die Polizei leitete eine Großfahndung ein und errichtete in der ganzen Stadt Straßensperren. Es habe sich höchstwahrscheinlich um ein Verbrechen gehandelt, nicht um einen Terroranschlag, sagte ein Sprecher.
Augenzeugen zufolge stürmte der Mann gegen 22.40 Uhr in das Zenturm und schoss mit einer Schnellfeuerwaffe um sich. Einer der Verletzten schwebt noch in Lebensgefahr. Es hieß, die Verletzten seien noch sehr jung. Der Zwischenfall habe sich im "Café Noir" zugetragen, einem bei jungen Homosexuellen beliebten Club im Zentrum von Tel Aviv. Nach Angaben von Augenzeugen versuchte der Angreifer, auch noch eine nahegelegene Schwulenbar anzugreifen. Wachposten verwehrten ihm jedoch den Zutritt.
Das Motiv des Täters ist noch unklar, sagte der Polizeichef von Tel Aviv, Schahar Ajalon. Es habe keine Drohungen gegen das Homosexuellen-Zentrum gegeben. Er rief zu erhöhter Wachsamkeit auf. Israels Innenminister Jizchak Aharonowitsch vermutetete Homosexuellenfeindlichkeit hinter dem Angriff. Die Polizei werde alles tun, um den Täter festzunehmen, sagte er im Militärrundfunk.
Mehrfach Drohungen gegen Zentrum
Mitglieder der Homosexuellen-Vereinigung, die den Treffpunkt unterhält, gingen von einem gezielten Angriff auf ihre Gemeinschaft aus. "Angesichts der Anstiftung zum Hass gegen die homosexuelle Gemeinschaft ist es nicht überraschend, dass so ein Verbrechen begangen werden kann", sagte der Präsident von Tel Avivs Homosexuellen-Vereinigung, Mai Pelem, unter Verweis auf feindliche Äußerungen in religiösen Kreisen. "Das war eine Tat voller Hass, ein geplantes Verbrechen", sagte Augenzeuge Janiv Weisman dem israelischen Sender Kanal 10.
In der Vergangenheit sei der Eingang des Zentrums mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Der Treffpunkt liegt an der Ecke Nachmani- und Ahad-Haam-Straße im Zentrum von Tel Aviv. Die Stadt am Mittelmeer ist eigentlich für ihre gesellschaftliche Offenheit bekannt.
Der Abgeordnete Nitzan Horowitz, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt, sprach vom bislang schwersten Anschlag auf die Schwulenszene in Israel. "Wir stehen alle unter Schock", sagte er.
2005 hatte ein ultraorthodoxer Jude drei Teilnehmer einer Homosexuellenparade erstochen. Er wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt.
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(AFP/dpa/AP/hai)
Verrückter Eisladen in der Maxvorstadt
dieser Betroffenheitsaufschrei. Verwunderlich in einem Land, in welchem es zur politischen Normalität gehört, bei Waffengängen gegen Menschen, die als Gefahr für eigenes Denken und daraus resultierendes Handeln gelten, z.B. im GAZA-Streifen, mal eben 1.400 Tote, darunter 300 Kinder in Kauf zu nehmen.
...wünsch' ich dito, ebenso, usw.;-)
Ich war 2005 mal in Tel Aviv....kanns nur empfehlen(wenns einen nicht stört,das das quasi alles Neubaugebiet ist)-ist ein netter Kontrast zu Jerusalem
...so,f... it dude,let's go bowlin...schönen Abend ihnen noch...euredudigsteerdudenheit
Ja, für einen Teil der israelischen Bevölkerung haben Sie ja recht, leider.
Ich würde jetzt auch nicht strikt zwischen areligiösen, laizistischen, 'progressiven' Strömungen und religiösen unterscheiden. 'Selbst' unter den Religiösen im Ju.dentum gibt es tolerante, auch explizit sehr tolerante Kongregationen.
Wollte eben nur relativieren, was Sie sagten. Nach Tel Aviv würde ich auf jeden Fall gerne, würde das auch keinem Schwu.len/keiner Les.be ausreden und die Gefahr dort als nicht höher einschätzen als in ganz vielen westeuropäischen Städten.
Falls es so ankam,dass Bibi homophob wäre,dann ist das so nicht gewollt gewesen.
Ich meinte,dass in einem Land,dessen Bürger-oder ein Teil davon- seine Existenz als gottgegeben ansieht-da es ja so in der Thora steht-dieses Buch einen immensen Stellenwert hat.Und bekanntlicherweise kann man ja mit/aus religiösen Büchern/Fantasien so ziemlich jeden Unsinn herleiten und auch anstellen.Ich erinnere da z.B. an den Rabinmord,der ja aus Sicht des Täters heiliges Land verscherbelt hatte.
Und evt. ist diese Tat auch religiös motiviert gewesen.
Paging