Saul Friedländer "Es gibt keinen Traum mehr"

Der israelische Historiker Saul Friedländer ist nach Berlin gereist. Seine Vertrautheit mit Deutschland ist mit den Jahren wieder gewachsen.

(Foto: Regina Schmeken)

Historiker und Holocaust-Überlebender Saul Friedländer gab den Opfern der Shoa ihre Stimme zurück. Er erzählt, warum er Ernst Nolte nicht mochte und sich heute Sorgen um Deutschland macht.

Interview von Joachim Käppner und Ronen Steinke

Als Historiker des Holocaust hat Saul Friedländer den Opfern ihre Stimme zurückgegeben. Sein Werk "Das Dritte Reich und die Juden" verknüpfte Politik- mit Kultur- und Alltagsgeschichte der europäischen Juden. 1932 in Prag geboren, überlebte Friedländer den Völkermord versteckt in einem katholischen Internat in Frankreich. Nach dem Krieg lebte er in Israel und den USA. Bei C. H. Beck ist soeben seine Autobiografie "Wohin die Erinnerung führt" erschienen.

SZ: Herr Friedländer, Sie haben als Kind den Holocaust überlebt, Ihre Eltern wurden ...