USA Connecticuts Abgeordnete stimmen für Abschaffung der Todesstrafe

Nach zähen Verhandlungen hat das Repräsentantenhaus des US-Bundesstaats Connecticut der Abschaffung der Todesstrafe zugestimmt. Für die elf Männer, die zurzeit noch in den Todeszellen des Staates sitzen, hat das Urteil keine Folgen.

Connecticut schafft als 17. Staat der USA die Todesstrafe ab. Nach dem Senat stimmte am Mittwoch auch das Repräsentantenhaus von Connecticut einer entsprechenden Gesetzesvorlage zu.

Nach einer Debatte, die sich über fast zehn Stunden hinzog, unterstützten die Abgeordneten das Vorhaben mit 86 zu 62 Stimmen. Gouverneur Dannel Malloy, dessen Unterschrift für die Verabschiedung des Gesetzes notwendig ist, hat bereits angekündigt, unterzeichnen zu wollen. "Wir haben ein System, das es uns erlaubt, diese Leute lebenslang wegzuschließen, unter Bedingungen, die niemand von uns erleben will", erklärte Malloy nach der Abstimmung.

Das Gesetz gilt nicht rückwirkend und betrifft damit nicht die elf Männer, die zurzeit noch in den Todeszellen des Staates sitzen.

Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976 wurde in Connecticut ein Todesurteil vollstreckt. Gouverneur Malloy merkte an, dass der Verurteilte in diesem Fall selbst um seine Hinrichtung gebeten habe. In den vergangenen fünf Jahren hatten bereits die Bundesstaaten Illinois, New Jersey, New Mexico und New York die Todesstrafe abgeschafft. In Kalifornien soll die Bevölkerung im November über einen entsprechenden Vorstoß abstimmen.