Todesstrafe

Aktuelle Nachrichten und Hintergründe

China
:Todesstrafe für australischen Blogger

Wegen angeblicher Spionage ist Yang Hengjun in Peking zu einer Todesstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Australiens Regierung protestiert.

USA
:Erste Hinrichtung mit Stickstoff vollzogen

Menschenrechtler warnten vor einem womöglich grausamen Tod für Kenneth Eugene Smith. Seine Anwälte zogen bis vor den Supreme Court, um sein Leben zu retten - ohne Erfolg. Nun ist er als erster Häftling in den USA mit der neuen Methode getötet worden.

SZ PlusUSA
:Hinrichtung mit Stickstoff

Vor 14 Monaten sollte Kenneth Smith in Alabama mit der Giftspritze hingerichtet werden. Er überlebte. Jetzt soll eine neue Methode zur Anwendung kommen, die für Tiere als zu qualvoll gilt.

Von Moritz Geier

SZ PlusIran
:Schwedischem EU-Beamten droht die Todesstrafe

Johan Floderus soll angeblich ein Spion sein: Er ist angeklagt, im Auftrag Israel Informationen über das iranische Militär gesammelt zu haben. Der Verdacht liegt nahe, dass es dem Regime in Teheran um etwas anderes geht.

Von Alex Rühle

Iran
:Ein tödliches Regime

Seit Wochen lässt das iranische Regime Todesurteile vollstrecken. Nun wurden zwei junge Männer hingerichtet - einer war erst 17 Jahre alt. Offenbar geht es den Mullahs um Einschüchterung.

Von Raphael Geiger

SZ PlusTodesstrafe in Iran
:Mut einer Mutter

Reyhaneh Jabbari wurde 2014 in Iran hingerichtet - im Alter von 26 Jahren, weil sie in Notwehr den Mann erstochen hatte, der sie vergewaltigen wollte. Ihr Tod machte ihre Mutter zu einer der wichtigsten Aktivistinnen gegen die Todesstrafe.

Von Kathrin Hollmer

Todesstrafe
:Deutlich mehr Hinrichtungen

Die Zahl der Hinrichtungen hat im vergangenen Jahr weltweit einen neuen Höchststand erreicht. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International dokumentierte nach eigenen Angaben für 2022 mindestens 883 Hinrichtungen in 20 Ländern. Das sei die ...

Todesstrafe
:Amnesty meldet höchste Zahl an Hinrichtungen seit fünf Jahren

Allein in Iran wurden für das Jahr 2022 mehr als 500 Exekutionen offiziell bekannt gegeben. Doch auch andere Länder sind für den Anstieg weltweit verantwortlich.

Serbien
:Zwei Massaker in 48 Stunden

Erst erschießt ein Schüler neun Menschen, dann tötet ein junger Mann neun weitere. Serbiens Präsident Vučić will die Waffengesetze verschärfen und bedauert die Abschaffung der Todesstrafe.

Von Tobias Zick

Iran
:EU fordert Aufhebung des Todesurteils gegen Deutsch-Iraner

Djamshid Sharmahd befindet sich seit 2020 in Haft, der Oberste Gerichtshof in Iran hat diese Woche das umstrittene Todesurteil bestätigt. In Deutschland setzen sich Politiker für den Deutsch-Iraner ein.

USA
:Florida senkt Schwelle für Todesurteile

Künftig soll keine einstimmige Empfehlung der Geschworenen mehr nötig sein, um die Todesstrafe zu verhängen. Der Vorstoß des Gouverneurs kommt zu einer Zeit der wachsenden Kritik an der Todesstrafe.

SZ PlusGesetzesvorstoß in Israel
:Mit Hinrichtungen gegen den Terror

Israels rechte Regierung will die Todesstrafe wieder einführen. Einwände aus dem Ausland werden barsch zurückgewiesen.

Von Peter Münch

Außenpolitik
:Iran weist zwei deutsche Diplomaten aus

Zur Begründung gibt der Sprecher des Außenministeriums in Teheran an, Deutschland mische sich "verantwortungslos in die inneren und rechtlichen Angelegenheiten Irans" ein.

Iran
:Deutschland weist zwei iranische Diplomaten aus

Die Bundesregierung zieht Konsequenzen aus dem Todesurteil des Mullah-Regimes gegen den Deutsch-Iraner Jamshid Sharmahd. Kanzler Scholz nennt die Entscheidung "inakzeptabel".

Von Paul-Anton Krüger

SZ PlusMeinungPolitische Justiz
:Die Geisel

Das Regime in Teheran lässt den Deutsch-Iraner Jamshid Sharmahd zum Tode verurteilen. Auf die Bundesregierung kommt eine schwere Aufgabe zu.

Kommentar von Dunja Ramadan

SZ PlusIran
:In Dubai entführt, in Teheran vor Gericht

Weil er in den USA eine Website von Exil-Iranern erstellt hat: Dem Deutschen Jamshid Sharmahd droht im Land seiner frühen Kindheit die Todesstrafe.

Von Dunja Ramadan

Kolumne: Vor Gericht
:Schwere Jungs

Unser Kolumnist verneigt sich vor katholischen alten Damen, die tun, worüber viele die Nase rümpfen: Sie helfen ehrenamtlich Menschen, die für viele Jahre hinter Gittern gelandet sind.

Von Ronen Steinke

Iran
:Zweiter Demonstrant hingerichtet

Wegen "Kriegsführung gegen Gott" wurde der Angeklagte Majidreza Rahnavard öffentlich hingerichtet. Die Nachricht löst in Iran Wut und Empörung aus.

Lesung
:Fiktionale Fakten

Takis Würger stellt seinen neuen Roman "Unschuld" vor.

Von Josef Grübl

SZ PlusUSA
:Vor der Hinrichtung

Am Dienstag soll in Missouri ein Mörder mit einer Giftspritze getötet werden, 17 Jahre nach der Tat. Seine Tochter klagt - sie möchte bei der Exekution dabei sein.

Von Peter Burghardt

Todesstrafe
:"Der Staat hat kein Recht, seinen Bürgern das Leben zu nehmen"

Außenministerin Annalena Baerbock engagiert sich bei einem Kongress gegen die Todesstrafe. Sie hat dabei nicht nur Saudi-Arabien oder Iran im Blick, sondern auch die USA. Die aber halten sich von der Veranstaltung in Berlin lieber fern.

Von Paul-Anton Krüger

SZ PlusSchulmassaker von Parkland
:"Ich hoffe, dass Sie in der Hölle schmoren"

Nikolas Cruz erschoss in einer High School in Parkland 17 Menschen, nun wurde er zu 34-mal lebenslänglich verurteilt. Einige Hinterbliebene hätten sich die Todesstrafe gewünscht.

Von Peter Burghardt

MeinungMyanmar
:Morde mit Botschaft

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wurden in dem Land Todesurteile vollstreckt. Die Wahl der Opfer soll den Widerstand brechen. Aber sie wird die Wut weiter anfachen.

Kommentar von David Pfeifer

Todesstrafe
:Zahl der Hinrichtungen steigt deutlich

Laut einem Bericht von Amnesty International gab es 2021 weltweit 20 Prozent mehr Exekutionen, die Zahl der Todesurteile stieg um 40 Prozent. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf einige wenige Länder zurückzuführen.

Von Paul-Anton Krüger

SZ PlusJustizfall in Texas
:Eine Mutter kämpft gegen die Todesstrafe

Melissa Lucio soll ihre Tochter ermordet haben, sie beteuert ihre Unschuld. Jetzt wurde ihre Hinrichtung aufgeschoben. Aber das US-Justizsystem macht es Insassen wie ihr immer schwerer, fragwürdige Urteile anzufechten.

Von Moritz Geier

Saudi-Arabien
:Der blutigste Tag

In Saudi-Arabien wurden am Samstag 81 Menschen hingerichtet. Das Vorgehen zeigt auch, wie wenig sich Kronprinz Mohammed bin Salman aus internationaler Kritik und alten Bündnissen macht.

Von Dunja Ramadan

"Ballade von der weißen Kuh" im Kino
:Gegen die Todesstrafe

Ein Unschuldiger wird hingerichtet, seine Witwe will Gerechtigkeit: Das iranische Filmdrama "Ballade von der weißen Kuh".

Von Annett Scheffel

Todesstrafe in Japan
:Ein Land steht zum Galgen

Erstmals seit Dezember 2019 meldet die Regierung in Tokio wieder Hinrichtungen. Damit setzt sie ein Zeichen: An der Todesstrafe wird nicht gerüttelt.

Von Thomas Hahn

Fall Julius Jones in Oklahoma
:Erweichend

Der Gouverneur von Oklahoma begnadigt einen mutmaßlichen Mörder - und wagt damit eine potenziell unpopuläre Entscheidung. Anlass, noch einmal Fjodor Dostojewski zu lesen.

Von Willi Winkler

Bayerische Geschichte
:Das Henkerhaus von Nürnberg

Der Scharfrichter Franz Schmidt hatte Muße und die notwendige Buchstabenfertigkeit, um ein Tagebuch über sein Tun zu führen. In Nürnberg kann man in sein Wirken eintauchen - und braucht dafür starke Nerven.

Von Olaf Przybilla

USA
:Mann in Oklahoma hingerichtet

John Marion Grant, 60, wurde 1999 wegen Mordes zum Tode verurteilt. Es ist die erste Hinrichtung seit sechs Jahren in dem Bundesstaat. Das Oberste Gericht der USA hatte die Tötung zuvor freigegeben.

"Doch das Böse gibt es nicht" im Kino
:Von Füchsen und Menschen

Der Gewinner des Goldenen Bären auf der Berlinale 2020 handelt von der Todesstrafe in Iran. Aber was der Film erzählt, ist allgemeingültig.

Von Susan Vahabzadeh

Todesstrafe
:Amnesty: Wieder mehr Hinrichtungen in Saudi-Arabien

Anfang Dezember hatte das Land den G20-Vorsitz abgegeben. Seitdem würden deutlich mehr Todesurteile vollstreckt, berichtet die Menschenrechtsorganisation Amnesty International.

US-Justiz
:USA setzen Hinrichtungen auf Bundesebene aus

Die Trump-Regierung hatte nach 17 Jahren wieder begonnen, zum Tode Verurteilte hinzurichten. Die Biden-Regierung setzt das Moratorium jetzt wieder ein.

Todesstrafe in den USA
:South Carolina erlaubt Hinrichtungen durch Erschießung

Aus Mangel an Präparaten für die Giftspritze gab es in dem US-Bundesstaat zuletzt kaum Hinrichtungen. In diesem Fall sollen Verurteile nun wählen dürfen: zwischen dem elektrischen Stuhl und der Kugel.

USA
:Die Maschinerie des Todes hat ein Ende

In keinem US-Bundesstaat wurden so viele Menschen hingerichtet wie in Virginia. Nun hat das Parlament ein Gesetz verabschiedet, mit dem die Todesstrafe abgeschafft wird.

Von Alan Cassidy

USA
:Endlich

Auch das konservative Virginia hat nun die Todesstrafe abgeschafft, die nicht nur inhuman, sondern auch sozial ungerecht ist. Andere US-Bundesstaaten werden dem Beispiel folgen.

Von Reymer Klüver

Todesstrafe
:Manager in China hingerichtet

Der wegen Korruption verurteilte frühere Chef einer staatlichen Vermögensverwaltungsgesellschaft ist in China hingerichtet worden. Wie Staatsmedien am berichteten, wurde die Todesstrafe gegen Lai Xiaomin am Freitag in der ostchinesischen Stadt ...

USA
:Der verordnete Tod

Die Hinrichtung einer Amerikanerin lenkt den Blick auf die Rolle des Staates. Die Trump-Regierung hat die umstrittene Exekution auf Bundesebene zur neuen Praxis gemacht. Auch kurz vor dem Amtswechsel gewährt sie keine Gnade.

Von Andrea Bachstein

US-Justiz
:US-Regierung lässt Häftling hinrichten

Reality-TV-Star Kim Kardashian hatte sich bei Trump für Brandon Bernard eingesetzt. Er sei hingerichtet worden, obwohl er zum Zeitpunkt des Verbrechens erst 18 Jahre alt und nicht der Schütze gewesen sei.

Todesstrafe
:Indigener US-Amerikaner wegen Mordes hingerichtet

Die Volksgruppe der Navajo hatte zuvor Präsident Trump aufgerufen, die Vollstreckung der Todesstrafe zu stoppen. Mit der jüngsten Hinrichtung haben die USA in diesem Jahr unter Trump so viele Exekutionen durchgeführt wie in den vorherigen 56 Jahren zusammen.

Iranischer Film "Yalda" im Kino
:1 für Begnadigen, 2 für den Tod

Eine reale "Vergebungsshow" des iranischen Fernsehens inspirierte Massoud Bakhshi zu seinem Drama "Yalda".

Von Martina Knoben

Todesstrafe in den USA
:Erste Hinrichtung auf US-Bundesebene seit 17 Jahren

Die Exekution fand statt, nachdem die Trump-Regierung vor einem Jahr die Wiederaufnahme des Vollzugs angeordnet hatte. Das Oberste Gericht hatte die Hinrichtung des verurteilten Mörders erst Stunden zuvor gebilligt.

USA
:Oberstes US-Gericht kassiert Abtreibungsgesetz

Der Supreme Court stellt sich gegen ein Gesetz, mit dem in Louisiana nur noch eine einzige Abtreibungsklinik bestehen geblieben wäre. In einer weiteren Entscheidung ebnet er den Weg für Hinrichtungen auf Bundesebene.

Todesstrafe
:Zahl der Hinrichtungen nimmt weiter ab

Donald Trump und Rodrigo Duterte befürworten die Todesstrafe, der weltweite Trend aber geht in die andere Richtung. Zumindest ein wenig. Das zeigen die jüngsten Zahlen von Amnesty International.

Von Markus C. Schulte von Drach

USA
:Serienmörder tot in Gefängniszelle gefunden

Der "Grim Sleeper", Lonnie D. Franklin Jr., hatte zwischen 1985 und 2007 mindestens zehn Frauen getötet.

Japan
:Todesstrafe für Massenmörder

2016 hatte der 30-Jährige in einem Pflegeheim 19 behinderte Menschen getötet, bevor er sich der Polizei stellte. Seine Strafe soll durch Erhängen vollzogen werden.

Japan
:Todesurteil gegen Chinesen vollstreckt

Japan hält trotz internationaler Kritik an der Todesstrafe fest. Nun wurde das erste Todesurteil gegen einen Ausländer seit zehn Jahren vollstreckt.

SZ PlusJens Söring
:Freiheit nach 12 262 Tagen

Der Deutsche Jens Söring sitzt seit mehr als 33 Jahren in den USA in Haft. Verurteilt für einen Doppelmord, den er immer bestritten hat. Die Geschichte eines Mannes, der zum ersten Mal nach Jahrzehnten frei sein wird.

Von Karin Steinberger

SZ PlusFall Jens Söring
:Bald könnte er frei sein

Der Deutsche Jens Söring sitzt seit 33 Jahren in den USA im Gefängnis. Verurteilt für einen Doppelmord, von dem er behauptet, ihn nicht begangen zu haben. Jetzt könnte er ein freier Mann werden.

Von Karin Steinberger

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