:Regime behauptet: Sharmahd vor geplanter Hinrichtung gestorben
Erst meldete die Justiz, sie habe den deutschen Staatsbürger hingerichtet – nun präsentiert sie eine andere Version. Der Tod des Oppositionellen hat das deutsch-iranische Verhältnis in eine schwere Krise gestürzt.
Iran
:„Was haben sie für ihren Bürger getan?“
Das iranische Regime hat den deutschen Staatsangehörigen Jamshid Sharmahd getötet. Seine Tochter verlangt nun Antworten von der Bundesregierung – die spricht von „Mord“ und „schwerwiegenden Folgen“. Fragt sich, was damit gemeint ist.
Djamshid Sharmahd
:Iran richtet deutschen Staatsbürger hin
Trotz scharfer Proteste der Bundesregierung hat das Regime das Todesurteil gegen den Deutsch-Iraner Djamshid Sharmahd vollstrecken lassen.
Fehlurteil in Japan
:Endlich wieder in Freiheit
Mehr als 47 Jahre saß Iwao Hakamada unschuldig im Gefängnis und wartete auf seine Todesstrafe. Vor einem Monat wurde er freigesprochen – und darf jetzt das erste Mal seit Jahrzehnten wählen.
USA
:Warten auf die Hinrichtung eines vermutlich Unschuldigen
Für die texanische Justiz ist Robert Roberson ein Kindermörder. Für die Verteidigung ein Autist, dessen zweijährige Tochter wegen medizinischer Fehler gestorben ist. In letzter Minute wird die Hinrichtung verschoben – doch wie lange?
USA
:Mann trotz Zweifel an seiner Schuld hingerichtet
Selbst die Staatsanwaltschaft und die Hinterbliebenen des Opfers wollten die Hinrichtung von Marcellus Williams verhindern. Ein DNA-Test hatte Fragen aufgeworfen, zudem gab es Rassismus-Vorwürfe gegen die Ermittler.
„Sieben Winter in Teheran“ in der ARD-Mediathek
:Die Würde des Schmetterlings
Der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „Sieben Winter in Teheran“ porträtiert den jahrelangen Kampf der jungen Iranerin Reyhaneh Jabbari gegen ihr Todesurteil.
China
:Härteres Vorgehen gegen „eingefleischte Separatisten“
Peking veröffentlicht eine Liste mit zehn Spitzenpolitikern aus Taiwan und ruft dazu auf, weitere Verdächtige zu melden. Nach einem neuen Gesetz könnten sie in Abwesenheit zum Tode verurteilt werden.
Menschenrechte
:Deutscher in Belarus zum Tode verurteilt
Terrorismus und „Söldnertum“ sollen die Vorwürfe sein, berichtet eine Menschenrechtsorganisation. Offenbar steht das Urteil in Verbindung mit einer Einheit aus Freiwilligen, die aufseiten der Ukraine gegen Russland kämpft.
Amnesty International
:Zahl der Hinrichtungen weltweit 2023 auf höchstem Stand seit Jahren
Die Zahl der Staaten, die laut der Menschenrechtsgruppe Hinrichtungen ausführen, ist auf dem historisch niedrigsten Stand. Doch vor allem in Iran steigt die Zahl der Exekutionen.
Iran
:Der Rapper, den die Mullahs töten wollen
In seinen Songs sagte Toomaj Salehi dem iranischen Regime das Ende voraus. Damit wurde er während der Proteste 2022 zum Star - nun verurteilte ihn ein Revolutionsgericht zum Tode.
Nahost
:Die deutsche Geisel in der Todeszelle der Mullahs
Jamshid Sharmahd wird von iranischen Agenten entführt und in Teheran verurteilt. Wenn also dieser Tage alle über Iran reden, dann bedeutet das für seine Familie auch: Keiner redet mehr über ihn.
Iran
:Eine tödliche Regierung
Mindestens 834 Menschen hat das iranische Regime im vergangenen Jahr hinrichten lassen, wie mehrere Organisationen berichten. Die Gewalt, mit der die Mullahs die Proteste im Jahr 2022 niederschlugen, verurteilte jetzt auch eine Kommission des Uno-Menschenrechtsrats.
China
:Todesstrafe für australischen Blogger
Wegen angeblicher Spionage ist Yang Hengjun in Peking zu einer Todesstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Australiens Regierung protestiert.
USA
:Erste Hinrichtung mit Stickstoff vollzogen
Menschenrechtler warnten vor einem womöglich grausamen Tod für Kenneth Eugene Smith. Seine Anwälte zogen bis vor den Supreme Court, um sein Leben zu retten - ohne Erfolg. Nun ist er als erster Häftling in den USA mit der neuen Methode getötet worden.
USA
:Hinrichtung mit Stickstoff
Vor 14 Monaten sollte Kenneth Smith in Alabama mit der Giftspritze hingerichtet werden. Er überlebte. Jetzt soll eine neue Methode zur Anwendung kommen, die für Tiere als zu qualvoll gilt.
Iran
:Schwedischem EU-Beamten droht die Todesstrafe
Johan Floderus soll angeblich ein Spion sein: Er ist angeklagt, im Auftrag Israel Informationen über das iranische Militär gesammelt zu haben. Der Verdacht liegt nahe, dass es dem Regime in Teheran um etwas anderes geht.
Iran
:Ein tödliches Regime
Seit Wochen lässt das iranische Regime Todesurteile vollstrecken. Nun wurden zwei junge Männer hingerichtet - einer war erst 17 Jahre alt. Offenbar geht es den Mullahs um Einschüchterung.
Todesstrafe in Iran
:Mut einer Mutter
Reyhaneh Jabbari wurde 2014 in Iran hingerichtet - im Alter von 26 Jahren, weil sie in Notwehr den Mann erstochen hatte, der sie vergewaltigen wollte. Ihr Tod machte ihre Mutter zu einer der wichtigsten Aktivistinnen gegen die Todesstrafe.
Todesstrafe
:Deutlich mehr Hinrichtungen
Die Zahl der Hinrichtungen hat im vergangenen Jahr weltweit einen neuen Höchststand erreicht. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International dokumentierte nach eigenen Angaben für 2022 mindestens 883 Hinrichtungen in 20 Ländern. Das sei die ...
Todesstrafe
:Amnesty meldet höchste Zahl an Hinrichtungen seit fünf Jahren
Allein in Iran wurden für das Jahr 2022 mehr als 500 Exekutionen offiziell bekannt gegeben. Doch auch andere Länder sind für den Anstieg weltweit verantwortlich.
Serbien
:Zwei Massaker in 48 Stunden
Erst erschießt ein Schüler neun Menschen, dann tötet ein junger Mann neun weitere. Serbiens Präsident Vučić will die Waffengesetze verschärfen und bedauert die Abschaffung der Todesstrafe.
Iran
:EU fordert Aufhebung des Todesurteils gegen Deutsch-Iraner
Djamshid Sharmahd befindet sich seit 2020 in Haft, der Oberste Gerichtshof in Iran hat diese Woche das umstrittene Todesurteil bestätigt. In Deutschland setzen sich Politiker für den Deutsch-Iraner ein.
USA
:Florida senkt Schwelle für Todesurteile
Künftig soll keine einstimmige Empfehlung der Geschworenen mehr nötig sein, um die Todesstrafe zu verhängen. Der Vorstoß des Gouverneurs kommt zu einer Zeit der wachsenden Kritik an der Todesstrafe.
Gesetzesvorstoß in Israel
:Mit Hinrichtungen gegen den Terror
Israels rechte Regierung will die Todesstrafe wieder einführen. Einwände aus dem Ausland werden barsch zurückgewiesen.
Außenpolitik
:Iran weist zwei deutsche Diplomaten aus
Zur Begründung gibt der Sprecher des Außenministeriums in Teheran an, Deutschland mische sich "verantwortungslos in die inneren und rechtlichen Angelegenheiten Irans" ein.
Iran
:Deutschland weist zwei iranische Diplomaten aus
Die Bundesregierung zieht Konsequenzen aus dem Todesurteil des Mullah-Regimes gegen den Deutsch-Iraner Jamshid Sharmahd. Kanzler Scholz nennt die Entscheidung "inakzeptabel".
MeinungPolitische Justiz
:Die Geisel
Das Regime in Teheran lässt den Deutsch-Iraner Jamshid Sharmahd zum Tode verurteilen. Auf die Bundesregierung kommt eine schwere Aufgabe zu.
Iran
:In Dubai entführt, in Teheran vor Gericht
Weil er in den USA eine Website von Exil-Iranern erstellt hat: Dem Deutschen Jamshid Sharmahd droht im Land seiner frühen Kindheit die Todesstrafe.
Kolumne: Vor Gericht
:Schwere Jungs
Unser Kolumnist verneigt sich vor katholischen alten Damen, die tun, worüber viele die Nase rümpfen: Sie helfen ehrenamtlich Menschen, die für viele Jahre hinter Gittern gelandet sind.
Iran
:Zweiter Demonstrant hingerichtet
Wegen "Kriegsführung gegen Gott" wurde der Angeklagte Majidreza Rahnavard öffentlich hingerichtet. Die Nachricht löst in Iran Wut und Empörung aus.
Lesung
:Fiktionale Fakten
Takis Würger stellt seinen neuen Roman "Unschuld" vor.
USA
:Vor der Hinrichtung
Am Dienstag soll in Missouri ein Mörder mit einer Giftspritze getötet werden, 17 Jahre nach der Tat. Seine Tochter klagt - sie möchte bei der Exekution dabei sein.
Todesstrafe
:"Der Staat hat kein Recht, seinen Bürgern das Leben zu nehmen"
Außenministerin Annalena Baerbock engagiert sich bei einem Kongress gegen die Todesstrafe. Sie hat dabei nicht nur Saudi-Arabien oder Iran im Blick, sondern auch die USA. Die aber halten sich von der Veranstaltung in Berlin lieber fern.
Schulmassaker von Parkland
:"Ich hoffe, dass Sie in der Hölle schmoren"
Nikolas Cruz erschoss in einer High School in Parkland 17 Menschen, nun wurde er zu 34-mal lebenslänglich verurteilt. Einige Hinterbliebene hätten sich die Todesstrafe gewünscht.
MeinungMyanmar
:Morde mit Botschaft
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wurden in dem Land Todesurteile vollstreckt. Die Wahl der Opfer soll den Widerstand brechen. Aber sie wird die Wut weiter anfachen.
Todesstrafe
:Zahl der Hinrichtungen steigt deutlich
Laut einem Bericht von Amnesty International gab es 2021 weltweit 20 Prozent mehr Exekutionen, die Zahl der Todesurteile stieg um 40 Prozent. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf einige wenige Länder zurückzuführen.
Justizfall in Texas
:Eine Mutter kämpft gegen die Todesstrafe
Melissa Lucio soll ihre Tochter ermordet haben, sie beteuert ihre Unschuld. Jetzt wurde ihre Hinrichtung aufgeschoben. Aber das US-Justizsystem macht es Insassen wie ihr immer schwerer, fragwürdige Urteile anzufechten.
Saudi-Arabien
:Der blutigste Tag
In Saudi-Arabien wurden am Samstag 81 Menschen hingerichtet. Das Vorgehen zeigt auch, wie wenig sich Kronprinz Mohammed bin Salman aus internationaler Kritik und alten Bündnissen macht.
"Ballade von der weißen Kuh" im Kino
:Gegen die Todesstrafe
Ein Unschuldiger wird hingerichtet, seine Witwe will Gerechtigkeit: Das iranische Filmdrama "Ballade von der weißen Kuh".
Todesstrafe in Japan
:Ein Land steht zum Galgen
Erstmals seit Dezember 2019 meldet die Regierung in Tokio wieder Hinrichtungen. Damit setzt sie ein Zeichen: An der Todesstrafe wird nicht gerüttelt.
Fall Julius Jones in Oklahoma
:Erweichend
Der Gouverneur von Oklahoma begnadigt einen mutmaßlichen Mörder - und wagt damit eine potenziell unpopuläre Entscheidung. Anlass, noch einmal Fjodor Dostojewski zu lesen.
Bayerische Geschichte
:Das Henkerhaus von Nürnberg
Der Scharfrichter Franz Schmidt hatte Muße und die notwendige Buchstabenfertigkeit, um ein Tagebuch über sein Tun zu führen. In Nürnberg kann man in sein Wirken eintauchen - und braucht dafür starke Nerven.
USA
:Mann in Oklahoma hingerichtet
John Marion Grant, 60, wurde 1999 wegen Mordes zum Tode verurteilt. Es ist die erste Hinrichtung seit sechs Jahren in dem Bundesstaat. Das Oberste Gericht der USA hatte die Tötung zuvor freigegeben.
"Doch das Böse gibt es nicht" im Kino
:Von Füchsen und Menschen
Der Gewinner des Goldenen Bären auf der Berlinale 2020 handelt von der Todesstrafe in Iran. Aber was der Film erzählt, ist allgemeingültig.
Todesstrafe
:Amnesty: Wieder mehr Hinrichtungen in Saudi-Arabien
Anfang Dezember hatte das Land den G20-Vorsitz abgegeben. Seitdem würden deutlich mehr Todesurteile vollstreckt, berichtet die Menschenrechtsorganisation Amnesty International.
US-Justiz
:USA setzen Hinrichtungen auf Bundesebene aus
Die Trump-Regierung hatte nach 17 Jahren wieder begonnen, zum Tode Verurteilte hinzurichten. Die Biden-Regierung setzt das Moratorium jetzt wieder ein.
Todesstrafe in den USA
:South Carolina erlaubt Hinrichtungen durch Erschießung
Aus Mangel an Präparaten für die Giftspritze gab es in dem US-Bundesstaat zuletzt kaum Hinrichtungen. In diesem Fall sollen Verurteile nun wählen dürfen: zwischen dem elektrischen Stuhl und der Kugel.
USA
:Die Maschinerie des Todes hat ein Ende
In keinem US-Bundesstaat wurden so viele Menschen hingerichtet wie in Virginia. Nun hat das Parlament ein Gesetz verabschiedet, mit dem die Todesstrafe abgeschafft wird.
USA
:Endlich
Auch das konservative Virginia hat nun die Todesstrafe abgeschafft, die nicht nur inhuman, sondern auch sozial ungerecht ist. Andere US-Bundesstaaten werden dem Beispiel folgen.