Ein französisches Schiff der geplanten Hilfsflotte für den Gaza-Streifen soll erfolgreich in See gestochen sein - trotz eines Auslaufverbots der griechischen Behörden. An Bord ist offenbar auch Ex-Präsidentschaftskandidat Besancenot.
Als erstes Schiff der geplanten Hilfsflotte für den Gaza-Streifen ist nach Angaben der Organisatoren ein französisches Boot trotz eines Auslaufverbots der griechischen Behörden erfolgreich in See gestochen. Das kleine Schiff mit acht Aktivisten an Bord habe in der Nacht griechische Gewässer verlassen. An Bord sei auch der populäre Linkspolitiker und Ex-Präsidentschaftskandidat Olivier Besancenot, es habe aber keine Hilfsgüter geladen.
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Die kleine Dignite al Karama soll als erstes Schiff der Gaza-Flotte das griechische Auslaufverbot erfolgreich umgangen haben. Aus welchem Hafen das französische Boot in See gestochen ist, wollten die Aktivisten aber nicht sagen. (© AFP)
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Die griechische Regierung hatte allen Schiffen verboten, die Häfen des Landes in Richtung Gaza-Streifen zu verlassen. In Athen besetzten Aktivisten aus Protest gegen die Behörden die spanische Botschaft.
Zuvor hatte ein kanadisches Schiff versucht, von Kreta aus in See zu stechen - und wurde von der Küstenwache gestoppt und zurück in den Hafen geschleppt. Ein Aktivist der kanadischen Organisation Boat to Gaza sagte, es seien 15 Bewaffnete an Bord gekommen: "Ich werde von einem Mann mit einem Maschinengewehr aufgehalten", sagte David Heap am Telefon. Zwei Aktivisten wurden festgenommen. Sie hatten nach Angaben der Organisatoren versucht, das Boot der Küstenwache mit einem Kajak abzudrängen.
Die Hilfsflotte aus mehreren Schiffen will die von Israel verhängte Blockade des Gaza-Streifens durchbrechen, um Hilfsgüter in das Palästinensergebiet zu bringen. Etwa 300 pro-palästinensische Aktivisten sowie 35 Journalisten aus 22 Ländern wollten sich an der Aktion beteiligen. Die griechischen Behörden führen für das Auslaufverbot die Drohung Israels an, die Schiffe notfalls mit Gewalt zu stoppen. Im Mai 2010 hatten israelische Soldaten bei der Erstürmung eines ersten Hilfskonvois für den Gazastreifen neun türkische Aktivisten erschossen.
Unterdessen wies Regierungschef Benjamin Netanjahu seine Minister für öffentliche Sicherheit an, alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um die geplante Ankunft Hunderter pro-palästinensischer Menschenrechtsaktivisten am Flughafen von Tel Aviv in den Griff zu bekommen. Die palästinenserfreundlichen Aktivisten hatten zuvor im Internet die Ankunft von etwa 500 Menschen unter anderem aus Deutschland, Frankreich und den USA angekündigt. Von Tel Aviv aus wollen sie in die von Israel besetzten Palästinensergebiete reisen. Die für Freitag geplante Aktion soll die umstrittene Hilfsflotte für den Gaza-Streifen flankieren.
(AFP)
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Würden Sie nicht nur altermedia.info und einschlägige Privatblogs lesen, um Ihre antijü ... äh ... zionistischen Vorurteile zu nähren, sondern auch einmal halbwegs seriöse Nachrichtenplattformen, so wäre Ihnen diese Nachricht nicht entgangen:
"Ägypten öffnet Grenze zu Gaza"
http://www.sueddeutsche.de/politik/politik-kompakt-aegypten-oeffnet-grenze-zu-gaza-1.1102761
Zuvor wurde der Grenzübergang einige Jahre mit Unterstützung der Europäischen Union durch die Palästinensische Autonomiebehörde kontrolliert. 2007 wurde der Grenzübergang durch Ägypten geschlossen - eine Folge des innerpalästinensischen Konflikts, bei dem die Hamas sich an die Macht putschte. Die Hamas ist mit der ägyptischen Muslimbruderschaft, dem damals stärksten innenpolitischen Gegners Mubaraks verbandelt. Der Grenzübergang wurde also weder auf Forderungen der USA oder Israels hin geschlossen, sondern aus innenpolitischen Gründen.
Seit Mai ist der Grenzübergang grundsätzlich geöffnet. Interessanter Weise dürfen nur Frauen und Kinder ohne Sondergenehmigung aus dem Gazastreifen ausreisen.
Der leider ohne Hilfsgüter reisenden "Hilfs-"flotte (Na, SZ, fällt was auf?) wurde angeboten, u.a. diesen ägyptisch-palästinensischen Grenzübergang zu nutzen. Es scheint, als ob den Aktivisten der "Hilfs-"flotte die Hilfe, sprich: die Palästinenser nur peripher interessant ist. Man möchte sich lieber spektakulär aufbringen lassen, um so auf die unerträgliche Situation im "Gefängnis-Gaza" hinzuweisen - ohne zu realisieren, dass diesem "Gefängnis" die Tür fehlt :-D
(Und, ganz ehrlich, die Menschen in Syrien, Libyen, Jemen, Sudan und viele afrikanischen Ländern hätten ein wenig Hilfe dieser revolutions-romantischen Ignoranten deutlich nötiger.)
Ich lese, natürlich nicht sämtliche Ihrer Kommentare. Unter den Kommentaren zu diesem Artikel hier fiel mir jedenfalls auf, dass Sie immer wieder links zu dem selben Internetportal drin hatten, soweit ich das sehe, zu keinem anderen. Da habe ich gegoogelt, weil mich interessierte, was Sie so als Quelle für Ihre Argumentation nutzen. Dabei kam der Artikel von Hagalil raus, den ich interessant fand und auf den ich Sie hinwies.
Nun der Leser Alk-Haider:@, und & legt sich da wieder maechtg in das Zeug. Nun zum Foto wenn dieses Schiff nach Gaza faehrt hat es mehr einen symbolischen Charakter,es ist nicht mehr als ein Hochseeboot,von der Sorte mit denen Sportangler fischen gehen. Die Frage steht allerdings im Raum,wie kann der Gaza Konflickt geloesst werden. Bekanntlich gibt es da auf beiden Seiten Kontrahaenten die zu keinen Kompromiss bereit sind. Auch in Israel ist man weit entfernt von Vorschlaegen wie es in der Zukunft weiter gehen soll. Ein weiter so geht noch eine ganze Weile so,aber wie lange noch ? Wer zu spaet kommt,der bekommt was ueberig bleibt,ein wahrer Satz. aber mit Ratio und Vernunft ist man im nahen Osten noch nie weiter gekommen.
Wie sehr die Palästinenser in Gaza unter der angeblichen humanitären Krise leiden...
„And the first woman we interviewed in the market confirms this strange, contradictory, negative mindset:
"We have nothing," she said. We need everything! Food, drinks ... everything! "
It disturbed her not at least that she stood between the mountains of vegetables, fruit, eggs, poultry and fish, while she spun this doomsday scenario.“
...kann man hier nachlesen:
http://www.steffen-jensen.dk/dan/blogartikler/134--mere-mangel-pa-arbejde-end-pa-mad/
Falls man der dänischen Sprache nicht mächtig ist:
http://blog.camera.org/archives/2010/06/dutch_report_no_food_crisis_in.html
"Es gibt im Süden des Gaza-Streifens einen seit Jahren - übrigens mit der technischen Unterstützung der EU - von Ägypten kontrollierten Grenzübergang in Rafah. "
Ach ja? Nun, es gibt in Ägypten auch seit vielen Jahren einen von den USA und Israel kontrollierten Diktator und seine Militärchunta. Weswegen der Grenzübergang Rafah genauso dicht gemacht wurde, wie die israelischen Übergänge.
Was glauben sie wohl, warum die angeblich einzige Demokratie der Region, Israel, inmitten der demokratischen Proteste im Nachbarland ständig EU und USA aufforderte, den verhassten Dikatator Mubarak gefälligst an der Macht zu halten?
Paging