Nicht alle Sozialdemokraten goutieren das Ausschlussverfahren gegen Thilo Sarrazin: Manche SPD-Wähler und Teile der Parteibasis stützen seine umstrittenen Thesen.
In der SPD gibt es offenbar auch Unterstützung für Thilo Sarrazin: Der geplante Parteiausschluss trifft bei der Parteibasis und bei SPD-Wählern auf Unmut, wie die Berliner Zeitung berichtet. Nach Informationen der Zeitung sind beim Parteivorstand in den vergangenen Tagen 2000 Mails eingegangen. 90 Prozent der Absender zeigten ihre Zustimmung zu den Thesen des Bundesbankvorstandes und ehemaligen Berliner Finanzsenators.
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Das war's: Die SPD will Thilo Sarrazin wegen seiner Thesen in "Deutschland schafft sich ab" aus der Partei ausschließen. Nicht alle halten das für richtig. (© APN)
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Der Umgang der Partei mit Sarrazin sei den Wähler und der SPD-Basis nicht leicht zu vermitteln, räumte Partei-Chef Sigmar Gabriel im Gespräch mit der Bild-Zeitung ein. Er müsse jedoch klarstellen, dass es bei dem Ausschluss nicht um Sarrazins Kritik an den Fehlern der Integrationspolitik gehe, sondern um ein "fatales menschenverachtendes Menschenbild".
Sarrazin habe eine rote Linie überschritten mit der Behauptung, dass sich Intelligenz und Leistung verschiedener Kulturen genetisch vererben würde. "Eine solche Diskussion endet bei 'Rassentheorien', die Menschen genetisch sortieren", sagte Gabriel.
Gabriel bedauert den Konflikt um den Bundesbankvorstand Sarrazin. Ihm sei es lieber gewesen, wenn sich Sarrazin von seinen Thesen distanziert hätte, dann sei ein Ausschlussverfahren nicht nötig gewesen. Die Forderungen der Linkspartei, Sarrazin sofort aus der Partei zu werfen, wies die SPD-Parteiführung zurück. Eine Sofortmaßnahme sei sinnlos, da Sarrazin keine Ämter in der SPD bekleide.
Die Linkspartei kritisierte, dass ein Parteiausschlussverfahren nicht weit genug gehe. Bundesgeschäftsführer Werner Dreibus sagte, die SPD müsse härter gegen Sarrazin vorgehen, wenn sie sich nicht dem Verdacht aussetzen wolle, dass sie stillschweigend Sarrazins Entgleisungen in Kauf nehmen wolle.
Roth räumt Versäumnisse bei bisherige Integrationspolitik ein
Mit Blick auf die Causa Sarrazin warnte Grünen-Chefin Claudia Roth derweil die FDP vor dem Versuch, sich angesichts sinkender Umfragewerte "auf Wählerfang am rechten Rand zu begeben". Das habe Parteichef Guido Westerwelle zu Zeiten des früheren FDP-Granden Jürgen Möllemann schon einmal versucht: "Er hat gedacht, er könnte an so einem rechten Rand für sich selber fischen", warnte Roth in einem Interview mit der Medien-Gruppe Madsack. Dieses Jahr habe Westerwelle bereits versucht, eine Kampagne gegen Hartz-IV-Empfänger hochzuziehen.
Dabei bräuchte das Land "eine Einbürgerung des Islams und nicht eine Verteufelung, nicht eine Islamophobie". Wenn bei Leuten wie Sarrazin nicht schnell Konsequenzen gezogen würden, sei auch hierzulande eine Atmosphäre zu befürchten, bei der zu "Racheakten" an Muslimen kommen könne.
Gleichzeitig räumte Roth Versäumnisse bei der bisherigen Integrationspolitik ein und sagte, dass auch die Grünen Fehler gemacht hätten. Ihre Partei sei aber die erste gewesen, die gesagt habe, Deutschland sei ein Einwanderungsland und das müsse man demokratisch gestalten.
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/AP/lama/odg)
Staatsbesuch in Israel
Gabriel will den Boten töten, der die schlechten Nachrichten bringt. Das ist menschlich verständlich aber trotzdem falsch. Die SPD sollte Sarrazin dafür dankbar sein. Sarrazins Äußerungen zeigen, wie groß die Missverständnisse um die Integration sind und wie weit diese in der Bevölkerung verbreitet sind.
Sarrazin selbst sollte seine Jobbezeichnung in Banker und Satiriker ändern. Denn nicht anderes als das sind seine Verallgemeinerungen und Übertreibungen.
Und was seine Äußerungen über die Genetik anbetrifft, sollten seine Kritiker sich tatsächlich um die Fakten bemühen.
Unter dem Titel "Abrahams Kinder" hat der Berliner Tagesspiegel am 16.06.2010 in seiner Rubrik Wissen den von Sarrazin zitierten Artikel veröffentlicht. Der Artikel zitiert die Ergebnisse einer Studie die in der Zeitschrift 'Nature', dem wohl renomiertesten naturwissenschaftlichen Journals. Komischerweise blieb der Artikel das Tagesspiegels in der Öffentlichkeit fast unbemerkt. Bis jetzt.
Auch sind ist es richtig das Veranlagungen zu Intelligenz und Dummheit wie auch für andere Qualitäten vererbt werden. Die Betonung liegt dabei auf dem Wort VERANLAGUNG. Die Ausprägung von Intelligenz hängt massiv von der eigenen Motivation zur Überwindung des Defizits und von der Qualität der zur Verfügung stehenden Bildungsmöglichkeiten ab.
Sarrazin legt in seiner überspitzenden Art lediglich den Finger in eine offene Wunde unserer Gesellschaft. Das nach wie vor miese Bildungssystem. Am 1.9.2010 veröffentlichte die Berliner Zeitung Auszüge aus Testberichten zur Rechen, Schreib- und Lesekompetenz von Drittklässlern in Berlin. Das Ergebnis ist katastrophal.
Zitat:"Knapp 38 Prozent der geprüften Drittklässler erfüllten bei den sogenannten Vera-3-Aufgaben zum Leseverständnis nicht einmal die Mindeststandards der Kultusministerkonferenz.
Beim Zahlenrechnen bleiben sogar 43,4 Prozent aller Schüler auf der Kompetenzstufe 1 und damit unterhalb der Mindestanforderungen, bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung sind es immer noch gut 30 Prozent."
Gabriel ist selbst Lehrer. Anstatt Sarrazin zu kritisieren, sollte er lieber anfangen, Vorschläge zur Lösung der Probleme zu entwickeln.
"Gleichzeitig räumte Roth Versäumnisse bei der bisherigen Integrationspolitik ein und sagte, dass auch die Grünen Fehler gemacht hätten."
Das ich dass noch erleben darf, dass die Selbstherrlichkeit in Person von eigenen Fehlern (und nicht nur die von anderen) spricht.
Eine Zeitenwende.
J a hat man denn in der SPD kein Recht mehr auf eine eigene Meinung, die Führungsriege hat ja auch ein Haus in der Toskana, die Kinder besuchen Privatschulen und auch sonst ist der 68 Brille für echte Probleme nicht durchsichtig.
verschwörerische Kreise aus Seeheim?
Auch andere Umfragen stützen die Ergebnisse bei der SPD. Solche Meinungsbilder finden Sie in ganz Europa, siehe Minarettverbot.
Wie viele @usländer aus den Problem Gruppen haben sie persönlich zu Freunden?Wie viele @usländer aus diesen Problem Gruppen kommen auf ihren Geburtstag?
Integration heißt das man die Menschen auch respektieren muss und sie auch persönlich integriert!
Paging