Warum Barack Obamas eilig einberufenes Treffen zwischen Israels Premier Netanjahu und Palästinenser-Präsident Abbas nur Showcharakter hat.
Als hinge die Zukunft der Nahost-Region davon ab, versuchte der US-Sondergesandte George Mitchell vier Tage lang, Palästinenser und Israel zu einem Kompromiss in der Siedlungsfrage zu überreden. Viermal traf er Regierungschef Benjamin Netanjahu, zweimal Palästinenserpräsident Machmud Abbas - und erhielt sechsmal ein kategorisches Nein zu einem Gipfeltreffen in New York an diesem Dienstag.
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Beruft kurzfristig einen Nahostgipfel ein: US-Präsident Barack Obama (© Foto: dpa)
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Zu unüberbrückbar waren die Differenzen, weshalb Mitchell mit leeren Händen nach Washington zurückkehrte. Doch, oh Wunder, ein Gipfeltreffen wird es nun doch geben.
Ein Foto, ein Startschuss
US-Präsident Barack Obama besteht darauf, und der eben noch erfolglose Vermittler Mitchell beeilt sich, den überraschenden Gipfel als Zeichen dafür zu verkaufen, wie intensiv sich die USA im Nahost-Friedensprozess einsetzen. Dabei geht es nur um ein Foto und einen symbolischen Startschuss.
Doch ein Händedruck zwischen einem Palästinenser-Präsidenten und einem israelischen Regierungschef bringt im Nahen Osten gar nichts mehr.
Seit dem Friedensprozess von Oslo vor 16 Jahren haben die USA immer wieder israelische Regierungschefs und palästinensische Regenten zu Gipfeln, Vertragsunterzeichnungen und Verhandlungen gedrängt, und immer wieder endeten diese Begegnungen mit Fotos, die gemeinsam mit den Verträgen, die unterzeichnet wurden, auf einer Halde verstauben.
Das Beharren von Obama, die UN-Vollversammlung mit einem weiteren israelisch-palästinensischen Handschlag zu schmücken, legt auch den Verdacht nahe, dass Obama aus den Fehlern seiner Vorgänger nichts gelernt hat.
Symbolische, substanzlose Gipfelbegegnungen haben nichts zur Lösung des hässlichen Nahost-Konflikts beigetragen.
Die Ungeduld, mit der Mitchell eine Einigung zwischen Israel und den Palästinensern herbeizwingen wollte, wirft kein gutes Licht auf die Nahost-Strategie der neuen US-Regierung, die doch einen neuen Ansatz versprochen hatte. Friedensgespräche sollten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, nicht unter Blitzlichtgewitter.
Affront gegenüber Washington
Dass Netanjahu sich weigert, einem zeitlich befristeten Baustopp in den jüdischen Siedlungen zuzustimmen, um wenigstens die Wiederaufnahme der israelisch-palästinensischen Friedensgespräche zu ermöglichen, ist ein Affront gegenüber Washington.
Anstatt am Entwurf eines letztlich faulen Kompromisses herumzulaborieren, sollte Obama Israel unmissverständlich zu einem einjährigen Baustopp in den jüdischen Siedlungen zwingen und nicht den Ausbau von weiteren 3000 Wohnungen mit einem kleinen Gipfeltreffen auch noch belohnen.
Und wenn Netanjahu stur bleibt und auf einem Ausbau beharrt, könnte Washington die Militärhilfen kappen oder Kreditvergaben kürzen. Und auch auf den Nahost-Friedensfahrplan von 2003 verweisen, der genau das verlangt, was Israel stur verweigert: den Verzicht auf neue Siedlungen.
Zoff im Bundesgerichtshof: Eine Personalie führt zu heftigen Verwerfungen – die Akte Karlsruhe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 21. September 2009/odg)
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"Und wenn Netanjahu /in der Siedlungsfrage/ stur bleibt und auf einem Ausbau beharrt, könnte Washington die Militärhilfen kappen oder Kreditvergaben kürzen."
Das einzige, was Israel in der Siedlungsfrage zum Einlenken bewegen könnte, ist in der Tat der Enzug der militärischen und wirtschaftlichen Unterstützung an Israel. Will oder kann das Omama nicht. Wahrscheinlich will er das nicht und kann es nicht, sebst wenn er wollte. Deshalb auch kein change - leider.
Nein sharoni, das sind keine Alleinstellungsmerkmale für Israel. China werden z.B. die gleichen Vorwürfe gemacht. Ich vermute, das stört Ihr Weltbild.
das trotz ihrer fortdauernden Missachtung des internationalen Rechts (Kriegsverbrechen, Bodenklau, Vertreibung und ethnische Säuberung und die Liste hat kein Ende), bis heute noch keinen wirtschaftlichen oder militärischen Druck ausgesetzt wurde. Dies verdankt Israel den übermächtigen Zion-Lobby i.d. USA. Trotz mehrfachen Düpierung der amerikan. Administration, werden rasisstische Politiker wie Lieberman geliebäugelt und hoffähig gemacht, obwohl sie bekanntlich alles Andere tun als den Friedensprozess indie richtige Richtung zu lenken.
Vor 15 J. befanden sich knapp 100 000 illegale Siedler im WJL. Heute sind es mehr als eine halbe Million, und wenn die israel. Politik so weiter geht, werden die Eigentümer des Landes in 10-15 J. i.d. Minderheit sein und der Traum v. eigenem Palästina Staat würde ausgeträumt.
Es ist die ethische Pflicht der EU hierzu Israel m. allen demokratíschen Mittel unter Druck zu setzen, denn die Gefahr der Radikaliserung b. d. Palästinensern und die Entmachtung des korrupten Abbas ist groß genung um den NO in ein neues INFERNO zu stürtzen
Gibts denn noch andere Staaten, oder ist Israel das einzige Land auf der Welt, das unter Ihrem Boykott leiden muß?
Freut mich, dass ich dabei nicht allein bin... mache ich grundsätzlich seit dem ich Jordan gesehen habe. der Fluss existiert ja praktisch nicht mehr, das Tote Meer trocknet aus... die Gemüse gedeien aber prächtig. was Tausende von Jahren existiert hat wird von einem einzigen Land ausgenutzt und zerstört...
Paging