NRW-Ministerin Ina Scharrenbach "Heimat hat offene Arme"

Ina Scharrenbach (CDU) befürwortet zwar ein mächtiges Bundesheimatministerium. Aber die gebürtige Westfälin warnt vor einem zu engen Zuschnitt des neuen Ressorts. Die 41-Jährige ist seit Ende Juni im Amt.

(Foto: Rüdiger Wölk/imago)

Ina Scharrenbach ist "Heimatministerin" in Nordrhein-Westfalen. Bald könnte es das für ganz Deutschland geben. Eines will die Politikerin darin nicht sehen: ein Instrument gegen die AfD.

Interview von Christian Wernicke, Düsseldorf

Plötzlich gilt sie als Modell für Berlin: Ina Scharrenbach ist "Heimatministerin" in Nordrhein-Westfalen - und ein solches Amt will nun offenbar auch Kanzlerin Angela Merkel in der künftigen Bundesregierung schaffen, um ein Zeichen zu setzen gegen Globalisierungsängste und den Aufstieg der AfD.

SZ: Frau Ministerin, was eigentlich macht eine Heimatministerin, außer Trachtenvereine zu fördern oder Denkmäler zu pflegen?

Ina Scharrenbach: Heimat heißt für mich, Tradition zu wahren und zu pflegen - aber zugleich muss sich Heimat nach vorn entwickeln. Heimat ...