Nach dem Bekanntwerden der Neonazi-Mordserie fordert nun auch SPD-Chef Sigmar Gabriel eine parlamentarische Aufklärung. Einen Untersuchungsausschuss hält er dabei für ein mögliches Instrument - auch die Grünen und die Linkspartei hatten über eine solche Maßnahme bereits laut nachgedacht.
Nach Grünen und Linkspartei hat jetzt auch die SPD einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss ins Spiel gebracht, um die Hintergründe der Neonazi-Mordserie und die Fehler der Behörden aufzudecken. Es bedürfe nicht nur einer Aufklärung innerhalb der Geheimdienste und der Polizei, sagte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".
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Nach Bekanntwerden der jüngsten Neonazi-Morde bringt nun auch SPD-Chef Sigmar Gabriel einen Untersuchungsausschuss ins Spiel. (© dapd)
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"Es muss auch eine parlamentarische, eine öffentliche Aufklärung geben. Möglicherweise ist auch ein Untersuchungsausschuss im Bund das richtige Instrument", sagte Gabriel. Es gebe den "ungeheuerlichen Verdacht", dass es beim Verfassungsschutz Beteiligte gegeben habe, die von den Plänen wussten.
Gabriel kann sich auch vorstellen, dass für aussagebereite Helfer des Neonazi-Trios die Kronzeugenregelung angewendet wird, durch die deren Strafe verringert wird: "Man muss die Kronzeugenregelung garantiert prüfen, weil möglicherweise wir nur dadurch Aufklärung bekommen, ob die Geheimdienste und wie sie dabei gewesen sind." Medienberichten zufolge will die inhaftierte Hauptverdächtige Beate Z. nur aussagen, wenn sie in den Genuss der Kronzeugenregelung kommt.
Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach, räumte in der Sendung eine "erhebliche Vertrauenskrise" in den Verfassungsschutz ein. Dies dürfe nicht zu einer Staatskrise werden. "Wer jetzt glaubt, etwas zurückhalten zu können oder zu relativieren oder zu beschönigen, hat den Ernst der Lage nicht begriffen", sagte der CDU-Politiker.
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(dpa/dapd/fran)
Ob er sich da mal nicht ins eigene Fleisch schneidet. Immerhin fanden die Taten in Rot-Grünen Zeiten statt!
Was der werte Herr Gabriel da fordert ist schon recht lustig. Warum ? Erstens koennte er sich an die eigene Nase fassen und sich fragen, was hatte da die SPD im Bund und in den Laender in dieser Sache im Vorfeld unternommen ? Ich finde er will hier auf Kosten der Gewaltopfer sich provilieren, dass ist in der Tat nicht gut. Versaeumnisse wurden sehr viele begangen, nicht nur von den Anderen, also Vorsicht mit den netten Zeigefinger. Auch der Hinweiss, dass ein Verbot der NPD das eine ist, es vor Gericht durchzubekommen etwas ganz anderes. Auch ist zu befuerchten das sich diese Leute dann unter einen anderen Namen neu Formieren werden. Etwas mehr Ehrlichkeit und Mut auch unangenehme Dinge in Angriff zu nehmen waehren hier sehr viel erfolgreicher gewesen. Die beste Medizin gegen politische Extreme ist eine gute und saubere Politik der etablierten Parteien. Also Herr Gabriel, auf geht es,gehen sie mit ihrer Partei mit Guten Beispiel voraus.
"http://www.sueddeutsche.de/politik/rechtsradikalismus-in-der-bundeswehr-besondere-vorkommnisse-1.316212"
Joah. Da die Bundeswehr zu Zeiten der Wehrpflicht ein Spiegelbild der Gesellschaft war und in der Gesellschaft Rechte rumlaufen, war das bestimmt ein Riesen-Hurra-Erlebnis für Sie, nicht?
Für mich nicht...
Btw: "Besondere Vorkommnisse" impliziert, daß das ganz selten ist. Unschön und jederzeit voll zu kritisieren, aber selten. Da Sie aber darstellen wollen, wie es in der BW so zugeht, müssen Sie ja besondere Insider-Infos haben.
Dann mal los, ich warte...
Daß die SPD zur Zeit des ersten Versuchs, die NPD zu verbieten, regiert hat, ist schon zutreffend. Dieses Verbot ist nicht an der SPD gescheitert sondern auch am Verfassungsschutz des CDU-regierten Thüringen, das sich weigerte, die V-Leute aus der NPD aufzugeben. Sie abzuziehen, wie immer wieder geschrieben wird, geht eben nicht. Und Thüringen war da nicht einziger Verweigerer.
Sie sollten nicht den Sack schlagen, wenn Sie den Esel meinen.
Andererseits hat die SPD natürlich auch nichts getan, um den braunen Sumpf trocken zu legen. Das Verbot der NPD jedenfalls, löst das Problem auf keinen Fall. Es ist nur ein Schritt auf dem Weg, ein erster Spatenstich für eine Drainage des Sumpfes.
googeln Sie doch mal "rechtsradikale bei der Budneswehr" oder so was ähnliches, dann findet man zB sowas hier :
http://www.sueddeutsche.de/politik/rechtsradikalismus-in-der-bundeswehr-besondere-vorkommnisse-1.316212
Paging