Nach tödlichen Luftangriffen auf den Gaza-Streifen Ägypten zieht Botschafter aus Israel ab

Die israelischen Angriffe auf den Gaza-Streifen haben erste diplomatische Konsequenzen: Ägypten nennt die Todesopfer "Märtyrer" und zieht seinen Botschafter aus Israel ab. Die Arabische Liga bereitet eine Sondersitzung vor.

Nach der Tötung des Hamas-Militärchefs durch Israel hat Ägypten seinen Botschafter aus dem jüdischen Staat abgezogen. Ein Sprecher von Präsident Mohammed Mursi sprach von einem brutalen Angriff, bei dem mehrere Märtyrer ums Leben gekommen seien.

Mursi habe deshalb den ägyptischen Vertreter bei den Vereinten Nationen angewiesen, eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates einzufordern. Zudem sei der israelische Botschafter in Kairo einbestellt worden. Mursi hat seine Wurzeln in der Muslimbruderschaft. Im Gaza-Streifen herrscht die islamische Hamas.

Die Arabische Liga bereitet unterdessen eine Dringlichkeitssitzung der Außenminister vor. Liga-Chef Nabil al-Arabi habe Kontakt zum libanesischen Außenminister Adnan Mansur aufgenommen, dessen Land derzeit den Liga-Vorsitz inne hat, um die Sitzung vorzubereiten, erklärte ein Sprecher der Staatengruppe.

Eine Rakete hatte am Mittwoch den Hamas-Militärchef Ahmed al-Dschabari getötet, die Palästinenser sprechen von mindestens acht weiteren Opfern.