Marco G. vor Gericht Die Bonner Bombe

Auf dem Weg zu Gleis 1, Hauptbahnhof Bonn. In der blauen Sporttasche war die Bombe, die Marco G. in seiner Küche gebastelt hat.

(Foto: dpa)

Seit mehr als 150 Tagen wird im Hochsicherheits-Gerichtssaal von Düsseldorf über Marco G. und seine Freunde verhandelt. Über einen Prozess, für den der Rechtsstaat sich erstaunlich viel Zeit nimmt.

Von Annette Ramelsberger

Am Morgen rattert der Hubschrauber über dem Kapellweg, einem Sträßchen inmitten von Wiesen im Düsseldorfer Nirgendwo. Ein paar Gewächshäuser, in der Ferne der Rhein. Sonst nichts. Nur dieser Klotz aus Beton und Stahl, und darüber das Knattern der Rotoren.

Der Hubschrauber bringt Marco G. zum Gericht. Er ist mit Handschellen gefesselt, auch seine Füße sind verschnürt, vermummte Polizisten ziehen ihn aus der Kabine, über den Augen trägt er eine Binde. Nichts soll der Angeklagte sehen, nicht die Metallzäune rund um ...