Damit war die Lunte für einen großen Krieg gelegt: Denn Serbiens Schutzmacht war Russland, das wiederum mit Frankreich und Großbritannien durch ein Militärbündnis verbunden war.

Neben Kriegstreibern gab es auch Bremser. Der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand war gewiss kein Demokrat, tendierte allerdings zu einer Reform des Vielvölkerreiches Österreich-Ungarn, statt zu einer kriegerischen Auseinandersetzung. Doch am 28. Juni 1914 wurden Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie in Sarajevo (Bosnien-Herzegowina) von einem nationalistischen Serben erschossen - Auslöser für einen Mechanismus, der wenige Wochen später im Krieg mündete.

Im Bild: der Erzherzog mit seiner Frau unmittelbar vor dem Attentat.

Bild: dpa 4. Januar 2014, 13:492014-01-04 13:49:07 © SZ.de/odg/jasch