Das Wachstumsgesetz in Teilen misslungen - und in der Koalition pflege man Steckenpferde: Bundestagspräsident Lammert teilt aus.
Er wirkt wie ein Bundesminister für Schönfärberei. Was das denn solle, diese Kritik, die schwarz-gelbe Koalition sei schwach gestartet - gemessen an den "konkreten Ergebnissen" habe die Bundesregierung im Gegenteil sogar "einen sehr guten Start hingelegt", sagt Wirtschaftsminister Rainer Brüderle.
Findet scharfe Worte der Kritik für die Leistung der schwarz-gelben Koalition: Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). (© Foto: ddp)
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Der FDP-Mann nennt die Einrichtung eines Kreditmediators sowie das kurz vor der Weihnachtspause verabschiedete sogenannte Wachstumsbeschleunigungsgesetz als Beispiele. Damit würden zum 1. Januar Familien und Unternehmen in erheblichem Umfang entlastet und so der "Anstoß für eine neue Wachstumsdynamik" gegeben.
Gegenwind aus den eigenen Reihen
"Nach der schwarz-roten Koalition des Stillstands ist es doch sehr beachtlich, was wir in kurzer Zeit bereits erreicht haben. Das sollten wir nicht zerreden", doziert Brüderle.
Peinlich nur, dass ausgerechnet ein profilierter Parteigänger der eigenen Koalition das ganz anders sieht. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) findet scharfe Worte, um das Erscheinungsbild der schwarz-gelben Bundesregierung zu kritisieren. Die Regierungsparteien verbinde bestenfalls der Ehrgeiz, "ihre jeweiligen Steckenpferde gegeneinander in Stellung zu bringen", erklärt der Christdemokrat. Hinter den keineswegs identischen Zielvorstellungen sei das gemeinsame Projekt der Regierung nicht mehr zu erkennen.
Bundestagspräsident Lammert kritisierte im Deutschlandfunk auch das sogenannte Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Er habe dem Paket ausdrücklich nicht zugestimmt und mit Nachdruck für eine andere Vorgehensweise geworben. Die im Gesetz enthaltenen Neuregelungen seien in der Euphorie über das Wahlergebnis zu schnell zusammengebastelt und auf den Weg gebracht worden, kritisierte der CDU-Politiker. Und: "Das Gesetz enthält einige zweifelhafte und einige schlicht misslungene, nicht vertretbare Regelungen."
Im Klattext: Es handelt sich um Flickschusterei. Nach der Erfahrung mit diesem ersten Gesetz der neuen Regierung erwartet Lammert nun mehr Sorgfalt bei den nächsten Gesetzen - wie zum Beispiel der geplanten Steuerreform. Die öffentliche Reaktion auf die kürzlich getroffenen steuerpolitischen Maßnahmen sei "nicht überragend günstig" gewesen - und die erhofften ökonomischen Wirkungen daraus keinesfalls gesichert.
Zudem habe sich die Koalition darauf verständigt, vor weiteren Finanz- und Steuerentscheidungen die nächste Steuerschätzung im Mai 2010 abzuwarten, sagte Lammert. Dagegen wird auch Jubelminister Brüderle nichts einzuwenden haben.
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(Reuters/jja/jobr)
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Nicht nur in diesem Artikel wird (immer noch) behauptet, Lammert habe dem Paket zugestimmt....
Lest hier:
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/norbert-lammert-und-das-schlechte-gesetz/
Lieber Herr Bundestagspräsident Lammert,
was Ihre Partei, die CDU, hier mit ihrem Koalitionspartner FDP seit der Bundestagswahl vom 27. September 2009 inszeniert, ist kein "Holper-Start" sondern bereits eine glatte Bauchlandung.
Soviele Nieten auf einem Haufen hat unsere Republik seit ihrem Bestehen binnen sechs Jahrzehnten noch nicht erlebt - und die sollen unsere Zukunft verantwortlich gestalten?
eigentlich wollte ich Gabriel eben mit diesem Titel ehren, befand dann jedoch, er passe noch besser zu Lammert.
So sehr richtig ist, WAS er sagt, so sehr entlarvt ihn sein eigenes Abstimmungsverhalten.
Im Artikel zur Lammert-Kritik heißt es:
Bundestagspräsident Lammert kritisierte im Deutschlandfunk auch das sogenannte Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Er habe dem Paket ausdrücklich nicht zugestimmt und mit Nachdruck für eine andere Vorgehensweise geworben.
Das ist schlicht falsch! Lammert hat dem Gesetz wie jeder andere CDU-Abgeordnete zugestimmt:
http://www.abgeordnetenwatch.de/prof_dr_norbert_lammert-575-37757.html
An der entscheidenden Stelle im Interview geht es nur um die Hotelier-Regelung und nicht um das gesamte PAKET:
Adler: Und wenn wir das Kind beim Namen nennen, dann meinen Sie die Mehrwertsteuerabsenkung für Hotels?
Lammert: Ja, ich habe dieser Regelung ja auch nicht zugestimmt.
Die Meldung ist doch eigentlich die Heuchelei Lammerts: Er kritisiert ein Gesetz, dass er drei Wochen zuvor selbst abgenickt hat. Das sollte zumindest erwähnt werden.
Ich würde mich sehr freuen, wenn der Autor/die Autorin das korrigieren würde.
Mit besten Grüßen,
Michael
Im Jahr 2005 stellte die Merkel das Programm für die Legislaturperiode unter das Motto "Mehr Freiheit wagen". Tatsächlich aber hat die Merkel in den letzten 4 Jahren u.a. dafür gesorgt, dass
- die Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art unverändert fortgesetzt wurden,
- die dafür verantwortlichen Rechtsbrecher systematisch der Strafverfolgung entzogen wurden,
- mittels Vorratsdatenspeicherung sämtliche Verbindungsdaten von Internet- und Handy-Verbindungen über einen Zeitraum von 6 Monaten gespeichert werden,
- das BKA eigenmächtig - ohne Beaufsichtigung durch einen Staatsanwalt -präventive Ermittlungen ohne konkreten Tatverdacht durchführen darf,
- die Befugnisse des BKA zu Lauschangriffen auf Wohnungen nochmals deutlich ausgeweitet wurden,
- das BKA auch die Befugnis für Video-Überwachungen von Wohnungen erhalten hat,
- die Durchsuchung und Überwachung von Computern im Wege der sogenannten Online-Durchsuchung zulässig ist.
Die Merkel hat die Bürgerrechte vollständig ausgehöhlt und die letzten Restbestände der Verfassung faktisch außer Kraft gesetzt.
Die Merkel hat den Begriff "Freiheit" damit vollständig entkernt.
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