Kinderbetreuung "Das ist schon heftig für die Kinder"

Eine Woche beim Vater, die nächste bei der Mutter - für das Wechselmodell gibt es verschiedene Spielarten.

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Beim Wechselmodell können Scheidungskinder wochenweise bei Mutter und Vater leben. Eine Familienanwältin erklärt, wann das klappen kann - und wann es eine schlechte Idee ist.

Interview von Ulrike Heidenreich

Fifty-fifty bei der Kinderbetreuung - das sogenannte Wechselmodell kann für getrennt lebende Eltern gerichtlich angeordnet werden. Dieser Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) von Anfang März verunsichert sowohl Familien als auch deren Anwälte. Den wochenweisen Wechsel von Mutter zu Vater kann der Richter demnach festlegen, wenn der geteilte Umgang mit den Eltern dem Kindeswohl entspricht und wenn das Kind dies wünscht. Die Münchner Familienanwältin Kirstin Tomforde sieht die BGH-Entscheidung kritisch - auch weil sie regelmäßig miterlebt, wie es ist, wenn kleine Kinder ...