Italiens Ministerpräsident droht Autoren von Anti-Mafia-Werken. Empört ist Berlusconi vor allem über den Vorwurf, er sei selbst in die Aktivitäten der Mafia verstrickt gewesen.

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat während einer Parteiveranstaltung auf Sardinien gesagt, er wolle Autoren von Anti-Mafia-Filmen und -Büchern "erwürgen".

Silvio Berlusconi

Silvio Berlusconi ist sauer: Anti-Mafia-Werke beschädigen seiner Meinung nach das Ansehen Italiens. (© Foto: dpa)

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Berlusconi zeigte sich laut Medienberichten erzürnt über Verdächtigungen, er sei selbst in Aktivitäten der Mafia verstrickt gewesen. Zugleich warf er den Autoren von Anti-Mafia-Werken wie der erfolgreichen Fernsehserie "Die Krake" vor, sie beschädigten das Ansehen Italiens in der Welt.

"Wenn ich herausfinde, wer der Autor der 'Krake' ist, werde ich ihn erwürgen, das schwöre ich", sagte Berlusconi bei der Versammlung der Parteijugend in Olbia.

In einem Pressebericht, der von der Staatsanwaltschaft in Florenz umgehend dementiert wurde, hieß es, gegen Berlusconi und seinen Getreuen, Senator Marcello Dell'Utri, liefen Ermittlungen wegen einer mutmaßlichen Verstrickung in tödliche Anschläge, die die Mafia 1992 und 1993 verübte.

Der ehemalige Mafioso Gaspare Spatuzza hatte ausgesagt, Berlusconi und Dell'Utri hätten direkte Kontakte zu seinem Mafia-Boss Giuseppe Graviano gehabt. Dell'Utri wurde wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit mit der Mafia zu neun Jahren Gefängnis verurteilt, legte jedoch gegen das Urteil Berufung ein.

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(AFP/afis)