Der Friedensnobelpreis für US-Präsident Obama wurde weltweit hitzig diskutiert. Auch das der Einstimmigkeit verpflichtete Komitee war sich bis zuletzt nicht einig.
In der ganzen Welt hat die Vergabe des Friedensnobelpreises an US-Präsident Barack Obama Überraschung, Kritik und Entrüstung ausgelöst. Der Tenor bei den Kritikern: Die Auszeichnung käme viel zu früh, Obama müsse sich erst bewähren. Außerdem führe der Präsident derzeit Krieg in zwei Ländern. Darüber hinaus sei der Preis für Obama mehr eine Bürde denn eine Hilfe bei seinem Vorhaben, einen neuen Umgangston in der internationalen Politik zu etablieren.
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Umstrittener Preisträger: US-Präsident Barack Obama (© Foto: AP)
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Nun gibt es Anzeichen, dass auch das fünfköpfige Osloer Nobelkomittee, das sich einstimmig für einen Preisträger entscheiden muss, so einig nicht gewesen ist. Offenbar hat es sich erst nach heftigem internen Streit auf den US-Präsidenten Barack Obama geeinigt.
Die Osloer Zeitung Verdens Gang berichtete unter Berufung auf Kreise um die Jury, dass drei der fünf Mitglieder lange Zeit gegen die Vergabe des Preises an den US-Präsidenten gewesen seien. Das Komitee besteht aus fünf nach einem Parteienproporz ausgewählten Mitgliedern und wird vom sozialdemokratischen Ex-Ministerpräsidenten Thorbjörn Jagland geleitet.
Nach Angaben des Osloer Blattes sollen die konservative Ex-Ministerin Kaci Kullmann Five, die Linkssozialistin Agot Valla und Inger Marie Ytterhorn von der rechtspopulistischen Fortschrittspartei unterschiedliche Argumente gegen den Preis für Obama vorgebracht haben.
Ytterhorn hielt die Vergabe an Obama achteinhalb Monate nach dessen Amtsantritt im Weißen Haus für zu früh und zu riskant. Sie hatte am Vortag gegenüber US-Medien erklärt, dass Obama ihrem Eindruck nach nicht sehr froh über die Vergabe des Friedensnobelpreises gewesen sei.
Valla hatte vor allem wegen des von den USA geführten Krieges in Afghanistan Bedenken. "Ich hätte mehr Diskussion erwartet, vor allem in Bezug auf den Krieg in Afghanistan, den ich selbst problematisch finde", sagte die Politikerin der Zeitung Bergens Tidende. Öffentliche Äußerungen von Komiteemitgliedern über den streng geheimen Entscheidungsprozess haben absoluten Seltenheitswert und sind ein Beleg, wie umstritten die Entscheidung gewesen sein muss.
Als treibende Kraft hinter der am Ende einstimmig gefassten Entscheidung gilt der Sozialdemokrat Jagland, der dabei von seiner Parteikollegin Sissel Ronnebek unterstützt wurde. Er begründete die Vergabe an Obama damit, dass dieser die globale politische Grundstimmung in kurzer Zeit massiv in Richtung Dialog, Kooperation und Abrüstung verändert habe.
Obama hatte ebenfalls überrascht auf die Auszeichnung reagiert: "Wow" lautete die erste Äußerung des Weißen Hauses zum Thema. Später äußerte sich der Präsident eloquenter: "Ich bin überrascht und zutiefst demütig", sagte er. Er verstehe den Preis als "Aufruf zum Handeln".
Zur Verleihung des Friedensnobelpreises am 10. Dezember will Barack Obama nach Oslo reisen.
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(sueddeutsche.de/dpa/bavo/gba)
Stockender Kita-Ausbau
Ach nee, schon wieder dieses Zensur-Spielchen?
Am 31.1.2009 endete die Nominierungsfrist für den Friedensnobelpreis. Zu diesem Zeitpunkt war der Herr Obama gerade einmal 10 Tage im Amt.
Was hat er in dieser Zeit geleistet, das man für bemerkenswert genug hielt, um damit seine Nominierung zu rechtfertigen? Das einzige woran ich mich erinnern kann, ist sein völliges Stillschweigen zum Massaker an 1.300 hilflos eingesperrten unschuldigen Menschen in Gaza. Dazu hat er sich mit KEINEM Wort geäussert. Ausser das übliche Geschwurbel vom legtimen Selbstverteidigungs-Dings Israels.
Fällt jemanden sonst noch eine denkwürdige Leistung des feinen Herrn Obama in diesen 10 Tagen ein?
Also, dann möchte ich gerne wissen, womit er sich diese Nominierung verdient hat?
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Wirkliche Größe würde Obama zeigen, wenn er die Annahme des Preise selbst über eine Bewährungszeit hinweg aussetzen würde, beispielsweise bis zur Beendigung der Irak- und Afghanistan-Konflikte. Das wäre neu, und würde für alle anderen Preisträger und das Kommitee selbst die moralische Latte sehr hoch legen.
Er würde damit aber auch den Maßstab für sein eigenes politisches Handeln so hoch legen, dass er sich selbst als Präsident, der vorrangig US-amerikanischen Interessen verpflichtet ist, möglicherweise die Hände binden würde. Aber angeblich ist Friedenspolitik ja vorrangiges Bestreben der USA.
Obama würde riskieren, gemessen an seinem selbst auferlegten hohen Maßstab, den Preis nie einlösen zu können.
Wäre aber nicht weiter schlimm, denn: Der Weg, Friedenspolitik konsquent zu betreiben, ist das Ziel. Mehr ist kaum zu erwarten.
p.s.: Das Preisgeld könnte er trotzdem schon vorab dem UN-Flüchtlingshilfswerk z. Verf. stellen.
Wie kann jemand den Friedensnobelpreis verdienen, wenn er zwei Tage nach verleihung desselben 13000 Soldaten mehr nach Afghanistan schickt?
Krieg ist Frieden!
Freiheit ist Sklaverei!
Unwissenheit ist Staerke!
Die Welt ist total verdreht und nur noch Irre - Holt mich hier raus.