Frankreich bleibt bei seiner harten Linie gegen die Roma im Land: Die Regierung schiebt wieder Hunderte Menschen ab und stellt Forderungen an Rumänien. Immer mehr Franzosen wenden sich von der harten offiziellen Linie ab.
Trotz internationaler Proteste ist kein Ende der Abschiebungen von Roma aus Frankreich in Sicht: Erneut hat die Regierung in Paris hunderte Roma in ihre Heimat fliegen lassen.
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Französische Polizisten räumen ein illegales Roma-Lager in der Nähe von Lille. (© REUTERS)
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In Lyon hob ein Flugzeug mit etwa hundert Roma an Bord ab, in Paris startete eine Maschine mit rund 150 Roma in Richtung Rumänien. Die Regierung erklärte, bei der großen Mehrheit handele es sich um "freiwillige Rückkehrer", die mit finanzieller Hilfe Frankreichs in ihre Heimat zurückgingen. Sie erhalten bei einer freiwilligen Ausreise knapp 300 Euro pro Erwachsenem und 100 Euro pro Kind.
Paris hatte in den vergangenen Wochen eine härtere Gangart gegenüber den Roma eingeschlagen und will die Ausreise weiterer Gruppen beschleunigen. Seit Jahresbeginn schickte Frankreich rund 8300 Roma nach Rumänien und Bulgarien zurück, vergangenes Jahr waren es 9875 Menschen.
Unterdessen verhandelt Frankreich mit einem der Heimatländer der Roma. Die am Mittwoch begonnenen Gespräche mit zwei rumänischen Staatssekretären in Paris verliefen "in konstruktiver und freundschaftlicher" Atmosphäre, erklärte Einwanderungsminister Eric Besson - und stellte Forderungen an die Regierung in Bukarest: Die rumänischen Behörden müssten sich künftig mehr für die Eingliederung der Roma in die Gesellschaft einsetzen, forderte er. Um gegen das organisierte Betteln und Straftaten von Roma vorzugehen, verstärke auch die Polizei ihre Zusammenarbeit, kündigte Innenminister Brice Hortefeux an - unter anderem sollen künftig 14 statt derzeit vier rumänische Polizisten in Frankreich eingesetzt werden.
Die Franzosen sehen die Roma-Politik ihrer Regierung allerdings zunehmend kritisch: In einer aktuellen Umfrage der Zeitung Le Parisien sprechen sich 42 Prozent der Befragten dagegen aus. 48 Prozent befürworten die massenweisen Rückführungen von Roma nach Rumänien. Befragt wurden 1000 Franzosen ab 18 Jahren. Anfang August waren in einer Umfrage der Zeitung Le Figaro noch 79 Prozent der Befragten mit der Schließung von illegalen Roma-Siedlungen einverstanden. Sie waren jedoch damals nicht zur Rückführung der Roma befragt worden.
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(dpa/AFP/jab/pfau)
Die alte Leier. Politisch auf ganzer Linie versagt und in allen Umfragen miserable Werte, schon wird mit aller Kraft "nach unten" getreten, vornehmlich auf die Schwächsten in der Gesellschaft. Die Stammtischhoheit ist sicher. So agiert nun auch der gallische Obergockel mit seinen kurzen Beinchen... wie kann man diese menschenverachtende Taktik nur nicht durchschauen?
... und nicht nur in Frankreich
Roma aus Deutschland abgeschoben:
http://www.ksta.de/html/artikel/1270457730769.shtml
Roma aus Dänemark abgeschoben:
http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/klarer-verstoss-gegen-eu-recht/
"EU-Staaten machen Jagd auf Roma":
http://www.jungewelt.de/2010/08-17/028.php
...
.............. traut sich wohl nicht, sich im Forum zu artikulieren, daher schrieb er in mein GB, dass es in Frankreich noch andere Probleme gäbe, die sich mir wohl nicht erschließen würden!
Wer hätte das gedacht? - ich dachte Frankreich wäre ein Schlaraffenland, weil es doch immer so schön heißt: "Leben wie Gott in Frankreich"! Ironie!
Warum ist es eine Aufgabe Frankreichs, illegal einreisende rumänische Staatsangehörige zu integrieren? Es ist ja wohl zuvörderst Aufgabe des Heimatstaates (Rumänien oder Bulgarien in dem Fall) für Lebensumstände zu sorgen, die einzelne Gruppen wie Roma nicht systematisch benachteiligen. Wem Sie hier einen mitgeben, dann eher der muränischen Regierung.
dieser Sarkozy. Wenn er nicht zu beschäftigt ist, Flüchtlinge zur Räumung zu zwingen, droht er den Iran wegen Atomwaffen, die der Iran nicht hat!
Paging