Geliebt wurde Guido Westerwelle nie. Doch er schaffte es ebenso wenig, sich Respekt zu verschaffen, und das kann er nur sich selbst ankreiden. Sein Rückzug ist da vor allem eines: konsequent. Trotzdem kommt Westerwelles Schritt zu früh.
Am Ende musste er viel Häme über sich ergehen lassen. Parteifreunde aus dem Bundesvorstand sprachen gar vom Igitt-Faktor, den Westerwelle auslöse. Anständig ist das nicht, markiert aber symptomatisch den Anfang vom Ende einer schillernden Politikerkarriere. An diesem Sonntag erklärt Guido Westerwelle, der Ungeliebte, im Mai nicht erneut für das Amt des Parteivorsitzenden zu kandidieren.
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Es ist ein Ende mit Ansage. An den Wahlergebnissen wollte er gemessen werden, so hat er es an Dreikönig verkündet. So hat er versucht, die immer lauter werdende Kritik an seiner Person zu dimmen. Damit hat er aber auch die Wahlen in den einstigen FDP-Hochburgen Rheinland-Pfalz und vor allem Baden-Württemberg zur Abstimmung über seine eigene Zukunft gemacht.
Dass es noch schlimmer gekommen ist als gedacht, mag an Fukushima und der hektischen Atomdebatte in Deutschland gelegen haben. Doch seine Kritiker ließen sich nicht mehr mit Durchhalteparolen abspeisen. Es sollten Köpfe rollen - allen voran der von Guido Westerwelle.
Das hat er sich selbst zuzuschreiben - was für ein Auf und Ab: Erst erkämpfte er der FDP nach acht Jahren harter Arbeit den in ihrer Geschichte größten Sieg bei einer Bundestagswahl. Dann ließ der gleiche Mann die Partei innerhalb von eineinhalb Jahren auf bedeutungslose fünf Prozent schrumpfen. Spätrömische Dekadenz, Hotelsteuer, das nicht eingehaltene, weil nicht einzuhaltende Wahlversprechen von massiven Steuersenkungen - überall hat sich Westerwelle verspekuliert.
Es wurde nicht besser, als er in alter Oppositionspolitiker-Manier herumpolterte. Es wurde nicht besser, als er sich ruhig verhielt und nur den Außenminister gab. Im Gegenteil, er hat geschafft, was kein Außenminister vor ihm je hinbekommen hat: unbeliebtester Politiker zu sein.
Aus dem liberalen Steuermantra "einfach, niedrig und gerecht" hat Westerwelle ein "peinlich, biestig und verrückt" gemacht. Peinlich, wie Westerwelle verdiente Parteispender mit auf Dienstreise nahm. Biestig, wie er in der Hartz-IV-Debatte Hilfeempfänger anpöbelte. Verrückt, wie er noch von Steuersenkungen schwafelte als längst klar war, dass die Realität ihn überholt hat.
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Stockender Kita-Ausbau
Diese Masche ist neu, beschämend und die Verursacher sind bekannt. Was aber auch neu ist, dass der Bürger darauf reagiert und reinfällt, Es heißt doch immer so elegant, der mündige Bürger. Davon spürt man nichts. Siehe auch eine Reihe von Kommentaren.
Erst helfen die Medien, den Abgang zu beschleunigen, indem sie Westerwelles Parteifreunden einen Pranger bereitstellen, und dann beschweren sie sich auch noch.
Mich wundert vor allem, dass sich kaum einer über die Art und Weise erregt. Offenbar spielt die Würde des Menschen in der heutigen Zeit keine Rolle mehr.
Das war bei Mixa so, bei Sarrazin, bei KTG ebenso und nun wieder. Man mag von den Leuten halten, was man will, aber die öffentliche Dermütigung und Hinrichtung ist Ekel erregend.
Natürlich kann man Ziele haben und vorgeben, ob man sie dann durchsetzen kann, ist doch eine andere Sache. Fehler machen ausnahmslos alle Parteien. Erschreckend Ihre Meinung zur Stimmenthaltung, die er ja nicht allein bestimmt, sondern abgesprochen und mehr als richtig ist. Sie haben wohl noch nie etwas, sicher ein Glück, mitbekommen. Deutschland hat, auch durch eigene Schuld, Millionen Menschen durch Kriege verloren und es ist mehr als heuchlerisch auch dieses Argument, getreu der Vorgaben der Grünen Friedenstauben ins Feld zu führen. Ich möchte es gern noch härter schreiben, aber das können Sie sich vielleicht selbst zusammen reimen. Wer hat denn Hartz IV eingeführt und wenn sie den Text, den Westerwelle dazu gesagt hat, sich noch einmal durchlesen und nicht von einer machtgeilen Partei nur deuten lassen, werden sie ihn auch richtig verstehen. Das die Schere immer weiter auseinander geht, ist doch nicht Schuld der FDP, sondern des Systems und zwar weltweit. Der Tag wird sicher kommen, wo die Schere zerbricht. Wir haben doch viel wichtigere Themen, Guttenberg, Westerwelle etc.
nicknoris - Nicht schon wieder, sondern fortwährend. Wussten Sie das nicht?
Wer ist rhetorisch und haushoch geistig überlegen, der wie die FDP Vertreter ständig und
bewusst, obwohl erkennbar nicht die Wahrheit sprechen, von vornherein nicht erfüllbare Versprechen abgeben, dafür eintreten, dass die Atomtechmologie beherrschbar sei, trotz der vielen Störfällen, für viele Arbeitslose nur beleidigende Wort hat, obwohl bekannt ist das viele
Arbeitslose ohne Selbstverschuldung aus dem Arbeitsprozess heraus geworfen werden, bewusst Lobbyarbeit für ein Klientel betreibt, dass der Gesellschaft nicht dienlich ist, dafür
aber die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnet, als Aussenminister Deutschland lächerlich macht, indem man bewusst sich gegen die europäischen Staaten stellt aber das Gegenteil erklärt
Haben Sie die Aussagen verschiedener FDP Granten bewusst verinnerlicht ?
Ich frage mich immer wieder wie dumm der Michel wirklich ist, dieser heisse Luft-Truppe zu trauen.
Wenn diese Partei unter 5% kommt ist nicht nur einer Schuld.
Von einer Mobmanier, wie von Ihnen behauptet kann man nicht sprechen. Seltsam Ihren
Kommentar zu lesen.
die den Grünen rhetorisch und geistig haushoch überlegen sind, geht weiter."
Ja iss denn schon wieder Fasching?
Paging