Gerade für viele jüngere Fraktionsmitglieder ist das auch deshalb ärgerlich, weil sich die Forderung nach einer großen Steuerreform mit ein wenig mehr Flexibilität und Kreativität womöglich doch noch hätte umsetzen lassen. So hätte die Koalition beispielsweise die Steuersätze im mittleren Bereich deutlich absenken und zur Finanzierung im Gegenzug den Spitzensteuersatz, die Kapitalertragsteuer oder den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für viele Produkte anheben können. Mit ihrem kategorischen Nein zu jeder Art von Steuererhöhungen machte es die FDP-Führung Kanzlerin Angela Merkel jedoch leicht, das Thema zumindest vorerst zu beerdigen.
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"Das ist auch ein Generationenproblem", heißt es in der Fraktionsführung. Während sich viele jüngere Funktionsträger, darunter Homburger, Lindner, Gesundheitsminister Philipp Rösler und dessen Staatssekretär Daniel Bahr, von der Parteiführung eine pragmatischere Politik wünschen, stellt sich mancher der Altvorderen beharrlich quer. Vor allem Hermann Otto Solms, der einstige Fraktionschef, der bei der Verteilung der Ministerposten allen angeblichen Absprachen zum Trotz leer ausging, blockiert dem Vernehmen nach alles, was auch nur nach Steuererhöhung riecht. "Niemand will die Programmatik der FDP aufgeben, aber manche sind immer noch in der Programmatik der neunziger Jahre verhaftet", sagt ein Abgeordneter. Auch Westerwelles häufig noch schriller Ton sei der Sache eher abträglich.
Doch jetzt will man sich der Zukunft zuwenden. Homburger nennt drei Schwerpunkte der künftigen Programmatik: Zum ersten den Bereich Wirtschaft, Arbeit und Soziales. Durch bessere Rahmenbedingungen sollen mehr Arbeitsplätze entstehen, die Finanzmärkte sollen an die Kandare genommen werden, und auch der Abbau der kalten Steuerprogression sei nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben.
Den zweiten Schwerpunkt sollen Bildung und Forschung bilden. Dabei soll nicht diskutiert werden, wie viel Geld ausgegeben werden kann, sondern vor allem, wie damit bessere Ergebnisse erzielt werden können. Ein Stichwort dabei ist frühkindliche Bildung.
Als dritten Bereich nennt Homburger die Bürgerrechte, lange Zeit ein Markenzeichen der FDP. Mit dem Internet sei ein weites Feld hinzugekommen, auf dem die Wahrung der Bürgerrechte eine ganz neue Bedeutung gewonnen habe.
Programmdiskussionen brauchen ihre Zeit. Nur so können sie die Parteimitglieder mitnehmen und in die Öffentlichkeit wirken. Dabei macht die Tagespolitik nicht Halt, und wenn es weiter so streitig zugeht in der Koalition, werden auch im Tagesgeschäft profilschärfende Antworten notwendig sein. Eine Parole haben die Liberalen schon ausgegeben. Mit Blick auf die Demütigungen ihres Ministers Rösler durch die CSU heißt es jetzt: "Wer einen unserer Minister angreift, der greift uns alle an."
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(SZ vom 17.06.2010/woja)
Russland unter Putin
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Solange die Blicke von Karrieresorgen der an ihrer Rolle gescheiterten Schauspielern gebannt bleiben, kann das weitere Verteilen der Gewinne unter den von der schweistreibenden Produktion unbehelligten Besitzern und Aktienjongleuren munter weiter gehen. Wenn dann alles schön verteilt ist, kommt die Zeit des "Schreckens" über Schulden und die Zeigefinger schnellen wieder in Richtung von denen, die mit ihren berechtigten Ansprüchen zur Gefahr für eine Wirtschaft erklärt werden, die diese gefüttert haben, solange sie arbeiten "durften".
Dass die Westerwelles gewählt wurden, zeigt nur, dass eine Gutgläubigkeit umso hartnäckiger wird, je mehr ihre Nachvollziehbarkeit nachlässt.
Die Angst vor Veränderungen ist eine Hinterlassenschaft der Ohnmachtgefühle, die wir als Kinder erleben müssen. Sie kann sich am schnellsten in einer brüllenden Horde verlieren, deren Aktionen uns genau dem am Nächsten bringt, wovor wir uns damit schützen wollen.
Die Verantwortung ist immer auch ein Risiko der Haftung. Da gehen wir nur freiwillig hin, wenn uns der gemeinsame Gewinn mehr bedeutet als die Brocken, die wir uns schnappen können.
Das nehmen wir nur auf uns, wenn uns unsere Nächsten soviel bedeuten wie wir selbst.
die FDP hatte am 09.05 2010 immerhin 6,7% (!).... soviele Ärzte, Apotheker und Steuerberater gibts jetzt auch wieder nicht.
6,7% der deutschen Wähler halten die FDP noch für eine wählbare Partei. Da können wir halbgebildeten SZ Leser uns noch so sehr 5% - x wünschen.
Der armen Springer vergifteten Hirne erkennen den Wolf nichtmal wenn er seinen Schafspelz öffentlich ablegt und kräftig brüllt.
Diese arroganten halbstarken Würstchen, Lindner, Westerwilli, Bahr oder Rößler, noch nie was gearbeitet, noch nie was produziert, noch nie was verkauft (außer dem Volk) aber immer vorne dran wenn es heißt, die Politiker müssen gut bezahlt werden, sonst gehen die guten Leute alle in die Wirtschaft....LOL.
Immer alles wissend, was gut ist für die Wirtschaft, wer wo zu sparen hat, einen xxxxxx wissen die keine Ahnung reine INSM-Sprechpuppen.
Bsp. Westerwilli:
1991 als Rechtsanwalt zugelassen, dann erstmal in Papi´s Kanzlei bis er sich in ein FDP Pöstchen retten konnte. Dieser Typ hätte nichtmal ansatzweise sein Ministereinkommen nebst Lobbyisten-Bestechungs-Vortragsgeld als Unternehmer oder freier Anwalt verdient.
Bsp. Lindner:
Millionen Steuergeld verbraten, unternehmerischen Unverstand bewiesen, aber zum Glück auf ein gut besoldetes Partei-Pöstchen gerettet. Diese Type sitzt jetzt in der Talkshow und will mir sagen wie Deutschland funktioniert? Soll ich mich totlachen?
Rösler? Gesundheitsminister und Arzt, hat zwar noch nie als Arzt gearbeitet, sonder lieber gleich einen auf Politiker gemacht, weiß aber genau Bescheid wie man der Gesundheitssystem noch unsozialer gestalten kann.
Von den ganzen BW-Spezln fang ich gar nicht erst an, es ist zum heulen. Souverän wem hast du Deutschland anvertraut?
Klar, im ÖR-Rundfunk werden solche Lebensläufe nicht breitgetreten, sonst gibts pöse, pöse Anrufe, aber man könnte zumindest mal ein bisschen Wiki lesen bevor man zur Urne wankt. Es ist nicht zu glauben, wie hier gewählt wird. Deshalb ist die Union nach wie vor gegen die direkte Demokratie, die denken, solange wir und unsere gelben Kasper zusammen noch über 50% kommen ist direkte Demokratie in der Tat gefährlich.
Mir fällt da nur der Göbbels in "Der Untergang" ein: "Wir haben das Volk nicht gezwungen, das Volk hat uns gewählt. Ich habe kein Mitleid mit dem Volk."
So bleibt uns "unser Guido" doch in einer ebenso lebensechten wie lebendigen Erinnerung.
Wer wird der Nächste sein?
mit nicht-kommentierbaren Video-Filmchen an die Front traut , ist schon mal ein schlechtes Zeichen für die Aussichten der Wiederbelebungsversuche der FDP ! Die SZ-Wirtschaftsredaktion hat Hemmungen , die alten marktliberalen Phrasen abzulassen ...
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