sueddeutsche.de: Nach Barack Obamas Wahl zum US-Präsidenten scheint die Welt sich zum Besseren zu wenden. Kommt ihr Film nicht zu spät?
Murat Kurnaz im Sommer 2008. (© Foto: ddp)
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Akin: Obama lässt sicher hoffen, aber schauen Sie sich an, wie es woanders abgeht: In den sogenannten "neuen Demokratien", nehmen Sie als Beispiel Russland. Dort gibt es jetzt einige extrem reiche Menschen, aber die meisten leben in großer Armut. Journalisten und Regimekritiker, die diese Zustände kritisieren, werden ermordet, die Killer werden gedeckt. Und dann kommt jemand wie Gerhard Schröder und erklärt, Putin sei ein "lupenreiner Demokrat." Das ist eine Lüge. Es schwingt das Denken mit: Journalisten werden abgeknallt, aber das muss man bitte tolerieren, schließlich bekommen wir russisches Erdgas!
sueddeutsche.de: Aus Ihren Worten spricht auch eine große Enttäuschung über die frühere rot-grüne Bundesregierung. Wo verorten Sie sich heute politisch?
Akin: Ich kann Ihnen keine Farbe nennen. Es hat auf jeden Fall keinen Sinn, in irgendetwas Radikales abzudriften. Boykottieren ist auch nicht richtig. Sie sehen mich ratlos.
sueddeutsche.de: Warum haben Sie sich entschieden, ein Interview zu verfilmen?
Akin: Ich hatte das Gefühl, dass alles, was man den Zuschauern in acht Minuten über den Fall Kurnaz erzählen kann, in dem Interview von sueddeutsche.de enthalten ist. Uns war klar: Wir müssen mit diesem Text wie mit einem Stück von Shakespeare umgehen. Deshalb haben wir nichts Neues reingenommen, lediglich ein bisschen gekürzt.
sueddeutsche.de: Anders als bei Ihren früheren Filmen verzichteten sie bei "Der Name Murat Kurnaz" auf eine leidenschaftliche Machart. Sie bleiben extrem sachlich. Warum?
Akin: Damit die bloße Information im Zentrum bleibt. Darum haben wir alles, was ablenken könnte, weggelassen. Darum auch ein neutrales Hotelzimmer statt eines belebten Restaurants. Darum ein Reporter, den man rein optisch politisch nicht einordnen kann. Die Machart ist auch deshalb strikt dokumentarisch, damit sie keine politische Färbung bekommt. Eine einzige Kamerabewegung wäre ein rhetorisches Mittel gewesen, der Einsatz von Musik oder Farbfiltern, eine Zoomfahrt schon Manipulation. Das Ziel ist, die Zuschauer auf das Wesentliche zu konzentrieren, keine Sympathie oder Antipathie zu legen.
sueddeutsche.de: Der muskulöse Murat Kurnaz wird in dem Film vom eher schlankeren Denis Moschitto gespielt.
Akin: Ich habe Kurnaz vor dem Film ein paar Mal getroffen. Und so wie der Film meine Interpretation des Interviews ist, war für mich sofort klar: Denis sollte Murat spielen - und er spielt ihn wunderbar. Denis ist für mich Deutschlands bester Schauspieler seines Alters.
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(sueddeutsche.de/mati)
Müll an der Isar
behaupten, es hätte ein Angebot zur Freilassung von Kurnaz gegeben, ist Steinmeier in Bedrängnis als hätte er persönlich Kurnaz gefolgert.
Wenn auf Befehl eines deutschen Oberst über 100 Zivilisten getötet werden und Frau Merkel verspricht. es würde eine lückenlose Aufklärung geben und außer diesem Versprechen nichts passiert interessiert es in der deutschen Presse so gut wie niemand.
Angela Merkel grillt dem Verantwortlichen für Folter an Herrn Kurnaz Georg W. Bush in Trinvillershagen eine Wildsau. Das ist kein Problem,
Es lebe die Doppelmoral!!!!!
Wenn ein Mensch, egal welche Staatsbürgerschaft er haben mag, ohne Rechtsgrundlage in einem Lager gefangen gehalten wird, so ist es gerade die Aufgabe von Deutschland, dagegen zu protestieren und alles mögliche zu tun, dass dieser Mensch freigelassen wird.
Echt putzig. Nach Ihren Vorstellungen müssten dann auch Auslieferungen wegen Straftaten immer über die Länder deren Nationalität die Beschuldigten haben ablaufen. Kann mich nicht erinnern, daß Kurnaz nach seiner Festnahme in Pakistan zuerst in die Türkei geflogen worden wäre und dan die USA seine Auslieferung beantragt hätten. LOL Die Realität ist nicht wie in manchen Kinofilmen.
Der ein oder andere "Aufklärer" scheint hier nicht ganz auf dem aktuellen Stand zu sein...
"Manipulierte Akten
SPD führt Kampagne gegen Kurnaz
Staatsanwälte sahen "keinen Anlass"
Für die angeblichen Telefonate gibt es keinerlei Belege, obwohl der Imam vom Bremer Verfassungsschutz abgehört wurde. In den umfangreichen Abhörprotokollen, die mehr als 600 Seiten umfassen, findet sich nach Recherchen stern.de kein einziges Gespräch von Ali Miri mit Kurnaz.
Gleichwohl verwendete Bremens Innensenator Thomas Röwekamp (CDU) Wilhelms Vermerke. Er ließ sie an die Polizei weitergeben, damit die Staatsanwaltschaft das vorläufig eingestellte Verfahren gegen Kurnaz wieder aufnahm. Die Staatsanwälte, seit Jahren mit sämtlichen Details des Falles vertraut, sahen dafür "keinen Anlass".
Mittlerweile finden sich Wilhelms Vermerke auch in den Unterlagen des BND-Ausschusses in Berlin - zur Freude des SPD-Obmanns Thomas Oppermann. Der smarte Abgeordnete, mit Steinmeier aus gemeinsamen Zeiten in Niedersachsen vertraut, agiert als Dreh- und Angelpunkt bei der Kampagne gegen Kurnaz, die das Guantanamo-Opfer zum mutmaßlichen Täter und "Gefährder" stilisiert.
"
wehwehweh.stern.de/politik/deutschland/:Manipulierte-Akten-SPD-Kampagne-Kurnaz/582973.html
Aber wenns sein muss nimmt man auch gerne mal die fragwürdigen Dienste des ungeliebten politischen Gegners in Anspruch - gelle Herr "Aufklärer"...
Der ein oder andere "Aufklärer" scheint hier nicht ganz auf dem aktuellen Stand zu sein...
"Manipulierte Akten
SPD führt Kampagne gegen Kurnaz
Staatsanwälte sahen "keinen Anlass"
Für die angeblichen Telefonate gibt es keinerlei Belege, obwohl der Imam vom Bremer Verfassungsschutz abgehört wurde. In den umfangreichen Abhörprotokollen, die mehr als 600 Seiten umfassen, findet sich nach Recherchen stern.de kein einziges Gespräch von Ali Miri mit Kurnaz.
Gleichwohl verwendete Bremens Innensenator Thomas Röwekamp (CDU) Wilhelms Vermerke. Er ließ sie an die Polizei weitergeben, damit die Staatsanwaltschaft das vorläufig eingestellte Verfahren gegen Kurnaz wieder aufnahm. Die Staatsanwälte, seit Jahren mit sämtlichen Details des Falles vertraut, sahen dafür "keinen Anlass".
Mittlerweile finden sich Wilhelms Vermerke auch in den Unterlagen des BND-Ausschusses in Berlin - zur Freude des SPD-Obmanns Thomas Oppermann. Der smarte Abgeordnete, mit Steinmeier aus gemeinsamen Zeiten in Niedersachsen vertraut, agiert als Dreh- und Angelpunkt bei der Kampagne gegen Kurnaz, die das Guantanamo-Opfer zum mutmaßlichen Täter und "Gefährder" stilisiert.
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wehwehweh.http://www.stern.de/politik/deutschland/:Manipulierte-Akten-SPD-Kampagne-Kurnaz/582973.html
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