Ein paar Container, einige Blumenbeete: Im Süden Usbekistans unterhält die Bundeswehr ein kleines Lager. Ursprünglich ging es einmal um den gemeinsamen Kampf gegen den Terror. Schon seit längerer Zeit aber raunen Insider, die Usbeken verlangten für den 2002 errichteten Stützpunkt immer ungenierter Bares. Für seine Gastfreundschaft lässt sich der örtliche Diktator fürstlich bezahlen.
Es gibt zugegebenermaßen schönere Orte, aber Mühe geben sie sich hier trotzdem. In kleinen Beeten blühen Blumen, ein freundliches Schild heißt Gäste willkommen. Am Rande des einst sowjetischen Flugplatzes von Termes ganz im Süden Usbekistans hat die Bundeswehr aus Containern ein kleines Lager errichtet.
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Der "Lufttransportstützpunkt" ist das deutsche Tor nach Afghanistan. Per Airbus-Jet werden die Soldaten hierher gebracht und nach einer Nacht in Container oder Zelt mit einer Transall-Maschine dann weiter ins Einsatzgebiet. 110 Angehörige der Bundeswehr tun hier ihren Dienst in einer Umgebung, die zwar friedlich, aber nicht unbedingt freundlich ist. Die deutschen Soldaten werden mürrisch geduldet, was sich der örtliche Diktator Islam Karimow freilich gut bezahlen lässt. Ein Vertrag sichert seinem Regime neuerdings eine üppige Pauschale.
Ursprünglich einmal ging es um den gemeinsamen Kampf gegen den Terror. Schon seit längerer Zeit aber raunen Insider, die Usbeken verlangten für den 2002 errichteten Stützpunkt immer ungenierter Bares. Im vergangenen Jahr bezifferte die Bundesregierung die Kosten für den Stützpunkt Termes in der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion auf 12,2 Millionen Euro im Jahr 2009. In der Summe sind allerdings Personalkosten ebenso enthalten wie Pacht, Flughafengebühren oder Sprit. Neuerdings aber kassieren die Usbeken jährlich eine "Ausgleichszahlung" in Höhe von 15,95 Millionen Euro. Im Januar wurde sie das erste Mal ans usbekische Finanzministerium überwiesen - rückwirkend für 2010.
"Das Regime von Karimow ist eines der brutalsten nicht nur in Zentralasien, sondern weltweit", beklagt die Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon von den Grünen. "Wenn die Bundesregierung mit solchen Zahlungen dazu beiträgt, dieses Regime zu festigen, dann ist das ein Skandal", fügt sie hinzu.
Die Grüne hatte von der Bundesregierung genaue Auskunft über die Kosten des Stützpunktes in Termes verlangt und vom Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Kossendey (CDU) eine überraschende Auskunft erhalten: Zwischen Deutschland und Usbekistan sei am 13. April 2010 ein Abkommen geschlossen worden über einen "finanziellen Ausgleich" für den Transit von Personal und Gütern und die Nutzung des Flughafens Termes. Die Pauschale enthält alle bisherigen Gebühren, hinzu kommen aber noch unter anderem Personalkosten und Auslandszuschläge.
Dem Abkommen waren Verhandlungen vorausgegangen, in denen die usbekische Seite sich ihrer Sache sicher sein konnte. Offenkundig ist, wie wichtig den Deutschen der Stützpunkt ist. Berlin lässt Vorsicht walten, die Kritik an eklatanten Menschenrechtsverletzungen bleibt verhalten. Wann immer der deutsche Außenminister in Termes umsteigt in Richtung Afghanistan, steht auch das obligate Höflichkeitstreffen mit dem usbekischen Kollegen auf dem Programm - notfalls mitten in der Nacht. Keinesfalls möchte man die Gastgeber verprellen. Mit Erfolg: Anders als die Amerikaner, die nach Kritik an einem Massaker an Demonstranten in der Stadt Andischan mit Hunderten Toten 2005 des Landes verwiesen wurden, dürfen die Deutschen bis heute bleiben.
"Nicht erst seit Andischan kann ich nicht verstehen, warum man an Termes festhält", sagt die Grüne Cramon. So sei es denkbar, nach Kirgistan auszuweichen. Unterm Strich, wird im Verteidigungsministerium dagegengehalten, sei Termes immer noch die günstigste Lösung, auch finanziell.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 21.04.2011/beu)
Russland unter Putin
Denn sie ist die Folge der Deutschen Beteiligung an einem kriegerischen Überfall auf ein völlig unschuldiges Land, Afghanistan!
Jeder EURO, der für diesen deutschen Kriegseinsatz ausgegeben wird, ist "einer zuviel"!
Dass DAS noch nicht einmal von den Oppositionsparteien SPD und GRÜNE SO gesehen wird, ist weitaus schlimmer als nur ein Armutszeugnis, nämlich ein SKANDAL, weil auch diese Parteien den eindeutigen Volks-Willen ignorieren, der den Kriegseinsatz in Afghanistan mit überwältigender Mehrheit seit Jahren ablehnt!
zeigt sich ja nicht nur in der engen Verbundenheit zwischen der Bundesregierung und den in der organisierten Kriminalität zu tiefst eingebundenen Afghan-Clans der Karsai und deren Vasallen.
Dazu gehören auch die engen Verbindungen zu den terroristischen Diktaturen in Afrika, die jedoch als gute Kunden der deutschen Waffenindustrie ja sogar die aktive Unterstützung, Förderung und Ausbildung durch die deutsche Bundeswehr erfahren. Guinea-Bissau ist ebenso ein gutes Beispiel, wie die Dikatur in Angola etc.
Für "solche Freunde" da schicken unsere Parlamentarier auch schon mal Menschen in solche tödlichen Fallen wie Afghanistan. Dagegen ist natürlich die Unterstützung der Aufrührer und Widerständler in Lybien gegen das Terrorregime von Gaddafi absolut unmöglich, weil der Kunde unserer Waffenindustrie ja der gute Muammar Gaddafi ist und eben nicht diese lybischen Aufständischen, die dort die Ruhe und Ordnung zerstören, die ja u.a. auch unserer Erdölfirma Wintershall braucht, um unser Erdöl aus dem Wüstensand zu pumpen.
Warum also sollte unser Parlament gegen die Packtiererei mit Karimow sein?
ist ja was grundsätzlich Kultürliches und dient sicherlich wie bereits in Libyen, China und anderen ultrawichtigen Gegenden unseres Planten durch den "zivilisierten Westen" hinlänglich demonstriert, zur Wahrung des Friedens, welcher ja nun, in Anlehnung an Clause-witz ( Nein, kein Humor!) die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln ist. Hierzu nun addiere man bedeutungsschwangere Aussagen von hohen Militärs jeglicher Hegemonialmächte, profilneurotischer Politiker, die Ihre militärischen Qualitfikationen beim beliebten Strategispiel "Risiko" erworben haben, über die absolute Alternativlosigkeit solcherlei Bemühungen kleine und grosse Potentaten weltweit zu unterstützen um den einzig wahren Frieden zu bewahren. Bis jedoch irgendwann wiederum ein kleiner Luftkrieg oder gar ein kurzer, entschlossener und präzise geführter Bodenkampf bis hin zur Einsetzung nichtkonventioneller Kriegsspielzeuge dringend notwendig wird. Keine Sorge, ich zähle langsam runter!
"Zwischen Deutschland und Usbekistan sei am 13. April 2010 ein Abkommen geschlossen worden über einen "finanziellen Ausgleich" für den Transit von Personal und Gütern und die Nutzung des Flughafens Termes. Die Pauschale enthält alle bisherigen Gebühren, hinzu kommen aber noch unter anderem Personalkosten und Auslandszuschläge."
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Da gibt es einen Vertrag zwischen Deutschland und Usbekistan. Im Rahmen dieses Vertrags bezahlt Deutschland an Usbekistan Geld. So weit - so gut. ABER: Wieso zahlt Deutschland "Auslandszuschläge"? Für die Usbeken ist Usbekistan Inland!
wäre sicherlich, endlich mal das Grundgesetz zu berücksichtigen und aufzuhören, Invasionskriege zu führen.
Aber offensichtlich hat der Steuerzahler ja immernoch vielzuviel Geld. Und das Grundgesetz gilt sowieso nur für die Anderen.
Paging