Noch ist Bundeskanzlerin Merkel die beliebteste Politikerin in Deutschland - doch der Wirtschaftsminister holt auf. Generalsekretär Pofalla ruft Guttenberg daher schon zur Wahlkampfmaschine der Union aus.

Die Union will mit Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) an der Spitze in den Bundestagswahlkampf ziehen. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sagte am Freitag, Guttenberg mache "eine so ausgezeichnete Arbeit", dass er im Wahlkampf von CDU und CSU eine bedeutende zentrale Rolle spielen werde.

Wahlkampfmaschine Guttenberg: Der Wirtschaftsminister beim Startschuss für die Glückstour 2009, eine Fahrradtour von Schornsteinfegern. (© Foto: ddp)

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Damit reagiert die Union möglicherweise auf aktuelle Umfragen, denen zufolge der Wirtschaftsminister stark an Ansehen gewinnt. Im Ranking des Politbarometers rückt Guttenberg auf Platz zwei hinter die Kanzlerin vor. Nur wenige Hundertstel schlechter als die Bundeskanzlerin, schneidet der Wirtschaftsminister ebenfalls mit der Note 2,0 ab und hat sich damit gegenüber Mai deutlich verbessert (Mai: 1,5).

Pofalla bekräftigte das Ziel der Union, nach der Bundestagswahl ein Bündnis mit der FDP einzugehen. Auch CSU-Chef Horst Seehofer betonte, vier Jahre Große Koalition seien genug gewesen. "Mehr ist nicht gut für Deutschland."

Der CDU-Generalsekretär kündigte im ARD-Morgenmagazin an, dass es im gemeinsamen Wahlprogramm von CDU und CSU eine "völlig unzweifelhafte Koalitionsaussage zugunsten der FDP geben" werde. Er zeigte sich überzeugt, dass die Union gemeinsam mit der FDP die Wahl gewinnen werde.

Der Kampf um Arbeitsplätze werde nicht das vorherrschende Thema im Wahlkampf sein, sondern die Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise und die Frage, wie man generell wieder Wachstum generieren könne: "Und da ist die Frage des Erhalts der Arbeitsplätze eine Unterfrage", so der Unionspolitiker.

Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) kritisierte eine solche Einstellung. Im ARD-Morgenmagazin sagte er: "Ich glaube, es geht immer um Arbeitsplätze. Darum muss man kämpfen."

Seehofer forderte die Schwesterparteien in der Bild-Zeitung auf, sich vor der Wahl am 27. September "noch mehr ins Zeug zu legen, wenn wir das gemeinsame Wahlziel einer bürgerlichen Koalition erreichen wollen". Ein Wahlergebnis "um die 40 Prozent" müsse die Messlatte für die Union insgesamt sein.

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