Bundespräsident seit 100 Tagen im Amt – Wirkung im Ausland

Gauck sprach in den Niederlanden als erster Deutscher beim niederländischen Gedenktag zum Ende der Nazi-Besatzung. Er traf sich in Schweden mit dem Königspaar und wurde in Polen wie ein alter Bekannter empfangen. Am meisten Beachtung fand aber seine Israel-Reise im Mai. In Jerusalem gedachte er der Holocaustopfer, wandte sich aber auch der Tagespolitik zu: Er forderte Präsident Benjamin Netanjahu auf, bei der Siedlungspolitik ein Zeichen zu setzen und sprach sich für die Bildung eines Palästinenserstaates aus. Zum Abschluss seines Besuches reiste der Bundespräsident in die palästinensischen Autonomiegebiete und weihte eine Mädchenschule ein. "Gauck hat es geschafft, beide Seiten zufriedenzustellen", resümierte der Berater von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, Abdallah Frangi, im Gespräch mit Süddeutsche.de.

(arie)

Bild: dpa 25. Juni 2012, 13:292012-06-25 13:29:10 © Süddeutsche.de/mikö