Kandidat im Stimmungstief: SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier verliert weiter an Beliebtheit - für seine Partei gibt es widersprüchliche Werte.
Unverändert: Bundeskanzlerin Angela Merkel führt die Liste der beliebtesten Parteipolitiker an. Mit ihrer Arbeit sind 71 Prozent der Deutschen zufrieden (plus drei gegenüber dem Vormonat), ermittelte der aktuelle ARD-Deutschlandtrend. Außenminister Frank Walter Steinmeier verliert hingegen weiter an Zustimmung.
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In der Beliebtheitsliste abgerutscht: Frank Walter Steinmeier. (© Foto: ddp)
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Er büßt demnach acht Punkte gegenüber dem Vormonat ein und liegt mit einer Zustimmung von 55 Prozent auf dem dritten Platz. Damit tauscht er die Plätze mit Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der unverändert auf 61 Prozent Zustimmung kommt und nun den zweiten Platz belegt.
Auch der Abwärtstrend von Steinmeiers SPD hält der monatliche veröffentlichten Umfrage zufolge an. Die Sozialdemokraten kämen demnach derzeit bei einer Bundestagswahl nur auf 23 Prozent. Das entspricht einem Rückgang von zwei Prozentpunkten.
Die Union verlor in diesem Zeitraum jedoch ebenfalls - um einen Prozentpunkt, und landet bei 35 Prozent und damit auf dem schwachen Niveau des Wahlergebnisses von 2005. Mehr als drei Viertel aller Befragten (78 Prozent) nehmen der Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel das Versprechen von Steuersenkungen nach der Wahl angesichts der Wirtschaftskrise nicht ab und halten dies für unglaubwürdig.
Steuererhöhungen: 44 Prozent sagen "nötig"
Immerhin 44 Prozent erachten demnach Steuererhöhungen in der nächsten Legislaturperiode sogar für nötig. Eine knappe Mehrheit von 50 Prozent ist dagegen der Meinung, dass Steuererhöhungen nicht notwendig seien. Die aktuellen Steuersätze hält eine Mehrheit von 56 Prozent für zu hoch. 34 Prozent halten die Steuersätze für angemessen, zwei Prozent für zu niedrig.
Die FDP legt laut Deutschlandtrend um einen Punkt auf 15 Prozent zu, so dass es für eine schwarz-gelbe Koalition eine knappe 50-Prozent-Mehrheit gäbe. Die Grünen landeten unverändert bei 13 Prozent, die Linke bei zehn Prozent (plus ein Prozentpunkt).
48 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass die nächste Bundesregierung wieder von der Union geführt werden sollte (konstant im Vergleich zum Vormonat). Nur 28 Prozent finden, die nächste Bundesregierung sollte von der SPD geführt werden. Dies sind neun Punkte weniger im Vergleich zu Anfang Juni.
Das aktuelle ZDF-Politbarometer der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen kommt teilweise zu anderen Ergebnissen als die ARD-Umfrage. Der Deutschlandtrend wird monatlich erhoben - die ZDF-Umfrage 14-tägig.
Das Politbarometer gibt der SPD mehr Grund zur Hoffnung: Laut Politbarometer hat sich die politische Stimmung nach der Vorstellung des gemeinsamen Wahlprogramms von CDU/CSU deutlich verschlechtert, während zugleich die Zustimmung zur SPD seit Mitte Juni um vier Prozentpunkte auf 26 Prozent anwuchs.
CDU und CSU kommen laut Politbarometer zusammen auf 37 Prozent, drei Prozentpunkte weniger als Mitte Juni. Die FDP erreicht in der Umfrage zwölf Prozent (minus zwei Punkte), die Grünen kommen auf elf Prozent (minus eins) und die Linke verbessert sich auf acht Prozent (plus zwei).
Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden laut Politbarometer längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie koalitionstaktische Überlegungen eine größere Rolle spielen. Dieser Projektion zufolge kommt die Union auf 36 Prozent (minus eins), die SPD bleibt bei 25 Prozent, die FDP erhielte weiterhin 13 Prozent, die Grünen weiterhin elf Prozent, die Linke neun Prozent (plus eins) und die sonstigen Parteien zusammen weiterhin sechs Prozent. Damit hätten Union und FDP eine Mehrheit im Bundestag.
Die Forschungsgruppe Wahlen befragte vom 30. Juni bis 2. Juli 1206 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Die Fehlertoleranz wird mit zwei bis drei Prozent angegeben.
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(dpa/AFP/ihe/af)
@pfnosch: als Wirtschaftsminister beurteilen. Es mag Ihnen nicht einsichtig sein, aber daran gibt es nichts auszusetzen. Was Seehofer umtreib, ist reiner Populismus und hat keine Vernunftsgründe. Es gibt nun mal keinen Grund, Unternehmen mit Steuermitteln eine Weile über Wasser zu halten, die seit vielen Jahren schon bewiesen haben, daß sie nicht lebensfähig sind. Spätestens nächstes Jahr sind die Subventionen verbraucht und die Pleite perfekt.
Wer sich einmal intensiv mit der Lage und den Bilanzen dieser Unternehmen befaßt hat, der stellt keine sachlich richtigen Entscheidungen in Frage. Sowas tun nur Politiker und Ignoranten.
"Unverändert: Bundeskanzlerin Angela Merkel führt die Liste der beliebtesten Parteipolitiker an. Mit ihrer Arbeit sind 71 Prozent der Deutschen zufrieden (plus drei gegenüber dem Vormonat), ermittelte der aktuelle ARD-Deutschlandtrend."
Schon wieder diese nichtssagenden Umfragen. Wertet doch nur die Stimmen der Befragten, die auch wissen warum sie mit Merkel zufrieden sind und konkrete Handlungen Merkels aufzählen können und auch dann argumentieren können, warum dies für sie selbst als Bürger gut ist.
Ich wette daß dann die Stimmen gegen NULL gingen.
Ihre Argumentation über Genua und Heiligendamm belegt, dass sie vollkommen unbeleckt der Tatsachen "argumentieren". Es gibt genügend Material, das zweifelsfrei belegt, welche Schläger vor Ort waren und von wem Gewalt ausging - ein Blick in die Wikipedia zum Gipfel in Genua 2001 und Sie hätten wohl kaum so daher geredet! Der schwarze Block wurde dort oftmals unbehelligt gelassen, während die Polizei auf "unbewaffnete und ungeschützte" Demontranten massiv eingeprüglt hat. Indizien legen nahe, dass sich Gruppen von angeheuerten Rechtsradikalen im schwarzen Block befanden, die eben (im Film dokumentiert) von der Polizei geduldet randalieren konnten.
Vermutlich ist Ihnen auch nicht bekannt, dass in Heiligendamm ein Agent Provocateur der Polizei enttarnt wurde, wie er Demostranten zur Gewalt gegen die Polizei aufstachelte. Das ist sowohl auf Film festgehalten, wie auch später von Behörden eingeräumt worden. Wenn aber in Heiligendamm einer entlarvt wurde, wieviele mag es dann gegeben haben? Es gibt viele Methoden zur Desinformation und das Weglassen von missliebiger Information in den Massenmedien ist gegenwärtig höchst beliebt.
Btw., wo wir gerade bei Genua sind: Wussten Sie dass Polizisten wegen der ungerechtfertigten Brutalität gegen Demonstranten veruteilt wurden? Das ist eben das Problem mit den Massenmedien: Für tatsächlichen investigativen Journalismus ist da kein Platz mehr. Ihre Zähne gegenüber der Wirtschaft und der Politik hat der so genannte "Qualitätsjournalismus" doch schon lange verloren. Eingeengt von politischen Interessenvertretern und wirtschaftlichen Zwängen wird doch nur noch über Mainstream-tauglichen Einheitsbrei berichtet. Wer sich umfassender informieren will, der ist auf das Internet zwingen angewiesen. Ergo sind auch hier gerade die stärksten Interessen den angeblich "rechtsfreien Raum 'Internet'" mit Zwängen, Gebühren, Zertifikaten und Zugangsschranken so einzudämmen, dass investigative Informations-Verbreiter möglichst nicht zur Konkurrenz des kontrollierten Mainstreams werden ..
Wie gesagt, fangen Sie mal mit dem Wikipedia-Artikel an und lesen Sie dann einwenig weiter, danach sprechen wir und vielleicht nochmal ..
F. Mayer
Verstehe. Kein Problem. ;-)
Ich kann das ganze nur noch sehr eingeschränkt ernst nehmen !
Paging