Nein, der Ausstieg II war nur möglich, weil die gesellschaftliche Mehrheit klar gegen Atomkraft ist. Daran hat die Beharrlichkeit der Anti-Atom-Bewegung einen gehörigen Anteil. Dass eine schwarz-gelbe Bundesregierung sich genötigt sieht, die Kernkraft aufzugeben, ist ein Erfolg der Bewegung.
Bild vergrößern
Es ist mittlerweile die dritte Generation, die gegen Atomkraft im Allgemeinen und die Castor-Transporte im Besonderen demonstriert. (© dpa)
Anzeige
Es ist übrigens ein Erfolg, von dem auch all die Sessel- und Sofa-Demonstranten profitieren, die zwar gegen Atomkraft sind, aber sich die Proteste lieber im Fernsehen anschauen.
Glaube bitte keiner, die Atomlobby würde jetzt stillhalten. Noch ist der Ausstieg nicht vollzogen. Laut Gesetz laufen die Meiler noch bis zum Jahr 2022. Dies lässt genug Zeit, auch diesen Ausstieg wieder rückgängig zu machen oder zumindest auszuhöhlen. So richtig engagiert scheint Merkels Regierung derzeit nicht zu sein, den Ausbau der erneuerbaren Energien und den der Netze voranzubringen.
Ohne diesen Ausbau wird die Energieversorgung in Deutschland irgendwann zu einer wackeligen Angelegenheit. Und plötzlich könnte die Atomkraft wieder en vogue sein. Ein Schelm, wer dahinter einen perfiden Plan der Atomlobby vermutet.
Darum sind die Demonstrationen richtig und wichtig. Nicht die Politik, sondern der Protest hat das Land verändert. Hätte Japan so eine Bewegung gehabt, es wäre vielleicht nie zum GAU von Fukushima gekommen. Es wäre schön, wenn die Grünen das nicht wieder wie einst Jürgen Trittin und jetzt Winfried Kretschmann vergessen, wenn sie demnächst im Bund wieder mitregieren sollten.
Die Atomgegner haben sich in einem ganz klassischen Sinne um das Wohl des Landes verdient gemacht. Dafür gebührt jedem Teilnehmer der Bewegung das Bundesverdienstkreuz. Mindestens.
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
- Thema
- Atommüllendlager Gorleben RSS
- Castor-Transport unterwegs nach Gorleben Wasserwerfer gegen Laternen 25.11.2011
- Kretschmann gegen Castor-Proteste Grauer Weiser statt grüner Eiferer 24.11.2011
- Proteste im Wendland Polizei geht mit Wasserwerfern gegen Castor-Gegner vor 24.11.2011
- Proteste gegen Atommüll-Transport Wendland rüstet sich zum letzten Castor-Widerstand 25.11.2011
- Castor-Transport nach Gorleben Französische Atomkraftgegner legen sich mit Polizei an 23.11.2011
- Atommüll-Transport nach Gorleben Mehr als 1000 Castor-Gegner blockieren Gleise 26.11.2011
- Suche nach Atom-Endlager Mehr als Müll 11.11.2011
(sueddeutsche.de/mati)
Youtube-Hit aus USA
Danke an alle, die das ungelöste Entsorgungsproblem ganz deutlich machen und sich einsetzen, dass die riskante Atomenergie schnellstmöglich verschwindet, hier und in anderen Ländern.
Mit 4 Kindern hab ich viel Interesse dran, aber kann nur durch Spende an ausgestrahlt.de und Leserbriefe + Kommentare ;) unterstützen. Weiter viel Erfolg!
Danke an alle, die mit Engagement an alternativen Energien arbeiten und diese immer weiter verbessern. Erdgas/Fracking ist keine Alternative, Maisverbrennung auch nicht, Windenergie (nicht neben Wohnhäusern), Solarenergie und Wasserkraft schon! Viel Kraft und Erfolg!
Ich hoffe sehr, dass Gesundheit für uns und unsere Kinder und sofortige Abschaffung der Atomenergie bald parteiübergreifender Konsens wird. Gemeinwohl über Lobby-Interessen!
"Dafür gebührt jedem Teilnehmer der Bewegung das Bundesverdienstkreuz."
Na ein Glück, dass es nicht von der SZ-Redaktion verliehen wird!
... und wie schaffen Sie das, wenn noch nicht mal der gute Mensch von Stuttgart in der Lage ist, die Verspargelung der Schwäbischen und Badischen Landschaft in der Form umzusetzen wie Sie es sich wünschen, weil die Menschen (oh Gott - es sind natürlich mehr als Menschen, es sind Bürger) die Dinger nicht vorm eigenen Dorf stehen haben wollen?
Am besten alles in den Osten stellen - zu diesen tumben Deppen die dort wohnen (die SZ hat erst wieder eindrücklich erklärt, dass alles Schlimme aus dem Osten kommt) - die denken sowieso nicht und sollen froh sein, dass sie für die Kulturgeselslchaft der westdeutschen Häppchen und Proseco Elite ein wenig an der Windmühle drehgen dürfen.
Und wer dagegen irgend was sagt, ist ein nationalistischer Volksfeind gegen den man zu Felde ziehen muss
Rüber können wir nicht mehr und die kargen Bezüge als Berufsdemonstrant sind seit 1990 eingestellt.
...ist es, die Zwischenlagerung von Atommüll in Gorleben gleichzusetzen mit "noch mehr Atommüll zu produzieren." Beschweren Sie sich bei Herrn Schröder und Herrn Schmidt, die das Zeug ebenfalls produziert haben wollten.
Paging