Die überwältigende Mehrheit der Experten warnt vor Steuersenkungen. Doch Kanzlerin Merkel ist stolz darauf, gegen den Strom zu schwimmen. Doch der Strom könnte stärker sein.
Neun Tage vor der Bundestagswahl hat Angela Merkel einen Satz gesagt, den hervorzuholen sich dieser Tage lohnt. Die Kanzlerin referierte damals über das Problem, trotz Staatsverschuldung in Rekordhöhe Steuersenkungen in Aussicht zu stellen. Und sie verwarf all die Mahnungen von Experten und des politischen Gegners.
Dass der Präsident des Bundesrechnungshofs weitere Steuersenkungen als unbezahlbar bezeichnet, dürfte Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht gefallen. (© Foto: Reuters)
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"Ich bin schon öfter in meinem Leben azyklisch und gegen den Strom vorgegangen", sagte Merkel damals mit Stolz in der Stimme. Und genau in einer solchen Situation ist sie nun auch tatsächlich wieder angekommen.
Zu all den Sachverständigen, die weitere Steuersenkungen als unbezahlbar ablehnen, hat sich am Dienstag auch der Präsident des Bundesrechnungshofes gesellt. Er hat die großen Pläne zugunsten aller Steuerzahler genau so kritisiert wie die kleinen Geschenke, die CSU und FDP den Hoteliers geben wollen.
Azyklisch gegen den Strom
Um die Schuldenbremse des Grundgesetzes einzuhalten, müsse man eher für zusätzliche Steuereinnahmen sorgen, als den Haushalt noch weiter zu belasten. Der Strom, gegen den Merkel vorgehen muss, wird heftiger. Und an ihrer Seite hat sie nur Guido Westerwelle und Horst Seehofer.
Für eine Kanzlerin, der gerne vorgeworfen wird, sie führe nicht, ist es ein schönes Bild, allein gegen fast alle zu stehen. Gleichwohl ist es keine Garantie, dass auch vernünftige Politik entsteht.
Und die Zweifler sind der Kanzlerin ja durchaus nahe: Wer erlebt, wie hart Merkel derzeit mit den eigenen Ministerpräsidenten um die Zustimmung für erste Entlastungen kämpfen muss, der kann sich schwer vorstellen, wie das in einem Jahr gehen soll, wenn es um weitaus größere Summen gehen wird. Womöglich verliert dann sogar Angela Merkel mal ganz azyklisch gegen den Strom.
Zoff im Bundesgerichtshof: Eine Personalie führt zu heftigen Verwerfungen – die Akte Karlsruhe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 09.12.2009/sukl)
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Im Jahr 2005 stellte die Merkel das Programm für die Legislaturperiode unter das Motto "Mehr Freiheit wagen". Tatsächlich aber hat die Merkel in den letzten 4 Jahren u.a. dafür gesorgt, dass
- die Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art unverändert fortgesetzt wurden,
- die dafür verantwortlichen Rechtsbrecher systematisch der Strafverfolgung entzogen wurden,
- mittels Vorratsdatenspeicherung sämtliche Verbindungsdaten von Internet- und Handy-Verbindungen über einen Zeitraum von 6 Monaten gespeichert werden,
- das BKA eigenmächtig - ohne Beaufsichtigung durch einen Staatsanwalt -präventive Ermittlungen ohne konkreten Tatverdacht durchführen darf,
- die Befugnisse des BKA zu Lauschangriffen auf Wohnungen nochmals deutlich ausgeweitet wurden,
- das BKA auch die Befugnis für Video-Überwachungen von Wohnungen erhalten hat,
- die Durchsuchung und Überwachung von Computern im Wege der sogenannten Online-Durchsuchung zulässig ist.
Die Merkel hat die Bürgerrechte vollständig ausgehöhlt und die letzten Restbestände der Verfassung faktisch außer Kraft gesetzt.
Die Merkel hat den Begriff "Freiheit" damit vollständig entkernt. Deutschland ist ein asozialer Unrechtsstaat.
Ein Paradebeispiel für das Demokratieverständnis unserer hoh(l)en Herrschaften in Berlin.
"Ich bin schon öfter in meinem Leben azyklisch und gegen den Strom vorgegangen"
... und zur Belohnung sch.... dieser Strom die Größte-Politikgestalterin-aller-toitschen-Zeiten förmlich mit Sympathiepunkten zu.
Es ist wirklich irgendwie elektrisierend das Ganze - ähnlich elektrisierend wie ein Elektroschocker.
Wir können nur hoffen das dieses Klientelgesetz im Bundesrat keine Zustimmung bekommt.
Aber wir werden sehen wie uns die Ministerpräsidenten der Bundesländer ebenfalls verkaufen werden. Ihnen ist es doch egal.
Merkel und Co. gehören vor Gericht wegen Hochverrat. Und zwar sofort.
Und immer wieder gerne: Glückwunsch an alle CDU/CSU und FDP-Wähler
Paging