Zwischenfall auf der "Costa Allegra" Brand auf Kreuzfahrtschiff der Costa-Concordia-Reederei

Eineinhalb Monate nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" ist auf einem weiteren Luxusschiff des Unternehmens ein Brand ausgebrochen. Das im Maschinenraum ausgebrochene Feuer konnte gelöscht werden, das Schiff mit mehr als 1000 Menschen an Bord treibt derzeit ohne Strom vor den Seychellen. Eine italienische Expertengruppe ist auf dem Weg zur "Costa Allegra".

Nach dem Brand auf dem Kreuzfahrtschiff "Costa Allegra" vor den Seychellen ist eine Expertengruppe aus Italien auf dem Weg zu dem Schiff. Insgesamt 14 Experten, darunter Techniker, seien von Genua aus per Flugzeug zu dem Luxusliner im Indischen Ozean unterwegs, teilte der Kreuzfahrtanbieter Costa Crociere am Montag mit.

Die "Costa Allegra" (hier ein Bild aus dem Juni 2011) treibt derzeit vor den Seychellen.

(Foto: AFP)

Das Schiff treibt derzeit mit mehr als tausend Menschen an Bord ohne Strom in den Gewässern vor den Seychellen. Die Passagiere seien wohlauf und hätten sich an den äußeren Sammelstellen des Schiffes eingefunden, hieß es. An Bord befinden sich demnach neben 413 Crewmitgliedern 636 Passagiere aus 25 Ländern, die meisten davon aus Italien, Frankreich und Österreich. Auch 38 Deutsche sind demnach auf dem Kreuzfahrtschiff.

Dem Kommandanten Giorgio Moretti zufolge reichen die Batterien an Bord aus, um die Beleuchtung aufrechtzuerhalten, nicht aber für die Klimaanlagen, den Betrieb der Schiffsküchen oder die Schiffsschrauben. Nach Angaben Morettis befinden sich "angesichts der Gewässer, in denen sich das Schiff befindet", zudem neun italienische Militärangehörige im Auftrag der Anti-Piraten-Mission an Bord.

Im Indischen Ozean greifen Piraten immer wieder Schiffe an und entführen die Besatzung. Mehrere Schiffe wurden in der Nacht an dem Schiff erwartet, ihre Rolle besteht den Angaben zufolge aber nur darin, das Schiff zu bewachen bis die Expertengruppe eingetroffen ist. Am Dienstagmorgen sollte zudem ein Hubschrauber mit frischen Lebensmitteln und Kommunikationsmitteln das Schiff erreichen.

Der Brand war am Morgen im Maschinenraum ausgebrochen, konnte aber gelöscht werden, ohne dass Menschen zu Schaden kamen. In Folge des Brandes war der Strom ausgefallen.

Erst am 13. Januar war das ebenfalls zu Costa Crociere gehörende Schiff "Costa Concordia" vor der toskanischen Insel Giglio mit mehr als 4200 Menschen an Bord auf einen Felsen gelaufen und gekentert. Bei dem Unglück kamen 32 Menschen ums Leben.