Tod im Wasserbecken Obduktion soll Klarheit über Knuts Ende bringen

Drama im Berliner Zoo: Der berühmte Eisbär Knut ist gestorben. Leblos trieb das Tier im Becken des Eisbärgeheges. Der plötzliche Tod wirft Fragen auf, darum soll Knut obduziert werden. Vor anderthalb Jahren starb bereits sein Pfleger Thomas Dörflein.

Eisbär Knut ist tot. Der vier Jahre alte Star des Berliner Zoos brach nach Angaben von Bären-Kurator Heiner Klös zusammen und trieb tot im Wasser des Eisbärgeheges. Warum Knut gestorben ist, ist bislang unklar.

Schock im Berliner Zoo: Der beliebte Eisbär Knut ist tot.

(Foto: Alina Novopashina/dpa)

Der Eisbär, der im Dezember seinen vierten Geburtstag gefeiert hatte, befand sich zum Zeitpunkt seines Todes allein im Gehege. Seine drei Mitbewohnerinnen - Mutter Tosca und die die Eisbärinnen Nancy und Katjuscha - waren bereits eingesperrt. Um die Todesursache zu finden, soll Knut jetzt obduziert werden.

Bereits vor anderthalb Jahren, im September 2008, hatte der Zoo in Berlin einen Trauerfall zu beklagen: Knuts Ziehvater, der bei den Besuchern sehr beliebte Tierpfleger Thomas Dörflein, starb an einem Herzinfarkt. Damals sprach Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz von einem schlimmen Verlust.

Auch für Knut hatte es am Anfang nicht gut ausgesehen. Dörflein zog das Eisbärenbaby, das bei seiner Geburt nur magere 820 Gramm gewogen hatte, mit der Flasche auf. Tierliebhaber auf der ganzen Welt verfolgten, wie Knut zum ersten Mal die Augen öffnete oder mit tapsigen Schritten sein Berliner Zoogehege erkundete. Später gab es zweimal täglich die "Knut-Show", bei der die Zoobesucher den Eisbären in seiner ganzen Größe und Aktivität bewundern konnten.

Nun ist der Star des Berliner Zoos tot. Es ist ein frühes und trauriges Ende für den beliebten weißen Riesen. Eisbären in freier Wildbahn werden durchschnittlich zwischen 15 und 18 Jahre alt.

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