Unglück im Indischen Ozean Boot mit 200 Flüchtlingen kentert vor Weihnachtsinsel

Drama auf See: Vor der Weihnachtsinsel im Indischen Ozean ist ein Flüchtlingsboot mit 200 Menschen an Bord gekentert. Immer wieder kommt es vor der Insel zu ähnlichen Tragödien. Diesmal soll es Überlebende geben.

Vor der Weihnachtsinsel ist ein Boot mit etwa 200 Flüchtlingen an Bord gekentert. Es befinde sich 220 Kilometer nördlich von der zu Australien gehörenden Küste, teilten Rettungskräfte mit. Zwei Marineschiffe waren nach Angaben der australischen Seesicherheitsbehörde auf dem Weg in das Gebiet zwischen der Insel und dem indonesischen Festland.

Die Weihnachtsinsel liegt etwa 250 Kilometer südlich der indonesischen Insel Java und 2600 Kilometer nordwestlich der australischen Stadt Perth.

Tausende Flüchtlinge versuchen jedes Jahr, von Indonesien aus mit teils kaum seetüchtigen Booten illegal nach Australien zu gelangen. Diesmal scheint es einen Hoffnungsschimmer zu geben: Ein Flugzeug der australischen Luftwaffe hat nach Angaben des Senders Sky News Überlebende entdeckt. "Es gab Überlebende, aber wir haben keine Zahlen", sagte eine Sprecherin der Behörde.

Die Regierung hat auf der Weihnachtsinsel ein Auffanglager eingerichtet. Nach australischen Angaben sind in der Nähe der Insel seit Mittwoch drei weitere Boote mit insegesamt 238 Flüchtlingen aufgegriffen worden.

Im vergangenen Dezember kenterte vor der Weihnachtsinsel ein Flüchtlingsboot in einem Sturm. Dabei kamen mindestens 50 Menschen ums Leben.