Schwerer Unfall auf A1 in Rheinland-Pfalz Geisterfahrerin kollidiert mit Familienwagen - drei Tote

Eine 60-jährige Autofahrerin hat in Rheinland-Pfalz die falsche Autobahnzufahrt genommen und einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Auf der A1 nahe Rivenich stieß die Geisterfahrerin mit einem Pkw zusammen, in dem eine fünfköpfige Familie saß. Der Vater und zwei seiner Kinder kamen ums Leben.

Eine Geisterfahrerin hat auf der Autobahn 1 (A1) in Rheinland-Pfalz einen schweren Unfall verursacht. Zwei Kinder und ihr Vater kamen ums Leben, zwei weitere Personen und die Unfallverursacherin wurden schwer verletzt.

Das Unglück ereignete sich am Montagnachmittag nahe Rivenich im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Eine 60-jährige Autofahrerin aus dem Vulkaneifelkreis sei beim Verlassen eines Rastplatzes zwischen Trier und Wittlich mit ihrem VW Golf in falscher Richtung auf die A1 aufgefahren, berichtet die Rhein-Zeitung unter Berufung auf die Polizei. Nach etwa einem Kilometer sei die Geisterfahrerin frontal mit einem Pkw aus dem Rhein-Lahn-Kreis zusammengestoßen.

Zunächst gab es widersprüchliche Angaben darüber, wer in dem Fahrzeug saß. Die Nachrichtenagentur dpa hatte unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichtet, in dem Auto sei eine fünfköpfige Familie - Mutter, Vater und drei Kinder - unterwegs gewesen.

Ein Sprecher der Autobahnpolizei Schweich sagte jedoch am Morgen auf Anfrage von Süddeutsche.de, es habe sich um einen Mann und seine vier Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren gehandelt. Er bestätigte damit einen Bericht der Rhein-Zeitung.

Der Vater und seine Tochter seien noch am Unfallort verstorben. Ein Junge sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Die zwei anderen Kinder mussten der Rhein-Zeitung zufolge aus dem völlig zerstörten Fahrzeug herausgeschnitten werden. Der Sprecher der Autobahnpolizei sagte, sie seien genauso wie die Unfallverursacherin mit schweren Verletzungen in Krankenhäusern gebracht worden. Ob sich ihr Zustand über Nacht gebessert habe, könne er nicht sagen.

Am Unfallort waren mehr als 50 Einsatzkräfte sowie drei Hubschrauber im Einsatz. Die A1 wurde nach dem Unfall in Richtung Koblenz voll gesperrt. Es kam zu kilometerlangen Staus.