Pontifex aus Argentinien Habemus Papam Franciscum

Der Argentinier Jorge Mario Bergoglio ist neues Oberhaupt der katholischen Kirche +++ Sein Name als Papst: Franziskus +++ Die römisch-katholische Kirche bekommt erstmals einen Papst aus Lateinamerika +++ Feierliche Amtseinführung am Dienstag +++

Der Abend der Entscheidung zum Nachlesen

Jorge Mario Bergoglio ist neuer Papst. Der 76 Jahre alte Erzbischof von Buenos Aires wird als Franziskus Oberhaupt von 1,2 Milliarden Katholiken. Nach 13 Tagen Sedisvakanz bekommt die Weltkirche damit einen Jesuiten als neues Oberhaupt.

Um 19.05 Uhr am Mittwochabend stieg weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle auf. Kirchenglocken läuteten, auf dem Petersplatz jubelten die Menschen. Eine gute Stunde später trat der Argentinier als Papst Franziskus vor Abertausende Gläubige. Mit den Worten "Brüder und Schwestern, guten Abend", wandte er sich an die Menschenmenge. "Es scheint so, als ob meine Kardinalsbrüder fast bis zum Ende der Welt gehen mussten, aber wir sind nun hier", scherzte der Kardinal. Seine komplette Rede im Wortlaut finden Sie hier in einer Übersetzung von Radio Vatikan.

Seine Anhänger rühmen Bergoglio für seinen Kampf gegen die Armut; doch der Geistliche ist eine durchaus umstrittene Figur in seiner Heimat. Nicht nur, was seine konservative Haltung zu Homo-Ehe und Abtreibung angeht. Auch seine Rolle während der Militär-Diktatur ist nicht restlos geklärt. Kritiker werfen ihm vor, sich nicht entschieden genug gegen das Regime gewandt zu haben.

Die offizielle Amtseinführung mit feierlichem Gottesdienst ist für Dienstag angesetzt. Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen ab Donnerstagfrüh wieder im Newsblog auf Süddeutsche.de

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