Meridian Erdloch in Mississippi verschluckt ein Dutzend Autos

Nach heftigen Regenfällen tat sich auf einem Parkplatz ein mehr als hundert Meter langer Graben auf. Er verschluckte vorzugsweise Trucks und SUVs.

Meridian, die Stadt für Infrastruktur-Fans

Das tollste an dem 40 000 Einwohner zählenden Städtchen Meridian im Südosten Mississippis war seit je her seine verkehrsgünstige Lage. Die ersten Siedler kamen, weil sich hier zwei größere Eisenbahnlinien trafen.

Dieses Auto ist kurz davor, auch noch abzustürzen. Laut Meridian Star besteht weiterhin die Gefahr, dass sich das Loch vergrößert.

(Foto: AP)

Heute liegt Meridian für den Verkehr immer noch günstig, drei Highways führen vorbei, die Interstates 59 und 20 treffen sich in der Stadt, die in Reise-Portalen vor allem für ihre Konzerthallen und historischen Häuser gelobt wird. Und für ein historisches Karussell.

Das vergangene Woche eröffnete IHOP-Restaurant zählt bislang nicht zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten der Stadt. Was auch wenig verwundert, schließlich gibt es mehr als 1500 Filialen der auf Frühstücksspeisen spezialisierten Kette.

Auch das gerade erst fertiggestellte Restaurant wurde in Mitleidenschaft gezogen. Der Betreiber kündigte bereits an, er wolle so schnell wie möglich wiedereröffnen.

(Foto: AP)

Die Fastfood-Filiale mit Loch

Seit diesem Wochenende ist die IHOP-Filiale in Meridian aber einzigartig. Auf ihrem Parkplatz tat sich ein etwa viereinhalb Meter tiefer und mehr als hundert Meter langer Graben auf, der zwölf Autos abstürzen ließ. Warum, ist völlig unklar.

Der örtliche Leiter für öffentliche Sicherheit sagte dem Meridian Star, Ingenieure und Experten untersuchten nun die Gründe. Nur eins sei bislang klar: Es handele sich nicht um ein sinkhole, das wegen fehlenden Untergrundwassers entsteht. "Nennen Sie es, wie Sie wollen. Eine eingestürzte Höhle, oder was auch immer", sagte Buck Roberts der Zeitung. "Aber es ist kein Erdfall."

Am Samstagabend waren die Autos in das sich auftuende Loch gestürzt, Menschen wurden dabei nicht verletzt. In den Wochen zuvor hatte es in der Gegend rund um Meridian heftig geregnet. Möglicherweise haben die Regenfälle ein Absacken des Bodens bewirkt.

"Genaueres wissen wir erst nach der Untersuchung", sagte Roberts.