Kriminalstatistik 2012 Frankfurt bleibt die gefährlichste Großstadt in Deutschland

Deutlicher Anstieg: Die Zahl der Einbrüche hat bundesweit zugenommen.

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Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, ist in Frankfurt am Main bundesweit am höchsten. Der Polizeilichen Kriminalstatistik 2012 zufolge ist der Süden Deutschlands sicherer als der Norden.

Auf diesen Titel hätten die Stadtverantwortlichen von Frankfurt am Main bestimmt gerne verzichtet: Wie schon in den vergangenen Jahren führt die größte Stadt Hessens die Kriminalstatistik 2012 an. In Frankfurt am Main zählte die Polizei einem Bericht der Welt am Sonntag zufolge im vergangenen Jahr 16.310 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Düsseldorf mit 14.966 registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner und Köln mit 14.590 Taten. Diese Zahlen bezieht die Zeitung aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2012, die Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am kommenden Mittwoch vorstellen will.

In Ostdeutschland ist Leipzig die unsicherste Stadt. Die sicherste Stadt Deutschlands bleibt wie schon in den Vorjahren München. Dort registrierte die Polizei nur 7153 Verbrechen pro 100.000 Einwohner. Es folgen Augsburg (8156 Taten) und Wiesbaden (8288 Taten).

Die Langzeitanalyse zeigt demnach, dass die Schere bei der Sicherheit in den vergangenen Jahren auseinander ging. Während die Häufigkeit der Straftaten in der Banken-Metropole Frankfurt seit drei Jahren steigt, ist sie in München seit vier Jahren deutlich gesunken.

Bayern verzeichnet die wenigsten Straftaten 2012

Generell ist der Statistik zufolge das Risiko, einem Dieb, Einbrecher oder Mörder zum Opfer zu fallen, regional höchst unterschiedlich. So gibt es ein starkes Nord-Süd-Gefälle, wie aus der Rangliste der Bundesländer hervorgeht. Nach den Stadtstaaten Berlin (14.144 erfasste Straftaten pro 100.000 Einwohner), Bremen (13.128) und Hamburg (12.551) ist Nordrhein-Westfalen demnach der Flächenstaat mit der höchsten Kriminalitätsrate. Dort kommen auf 100.000 Einwohner 8510 Verbrechen, während es in Bayern lediglich 4977 Taten sind. Baden-Württemberg registrierte 5317 Verbrechen und Thüringen 6307 Taten pro 100.000 Einwohner.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2011 um 8,7 Prozent auf 144.117, wie welt.de unter Berufung auf die ihr vorliegende Polizeiliche Kriminalstatistik berichtet. In 61.200 Fällen davon wurde tagsüber eingebrochen - ein Plus von 9,5 Prozent.