Kriminalität Mord an maltesischer Journalistin - acht Verdächtige festgenommen

Die Investigativ-Journalistin Daphne Caruana Galizia wurde im Oktober auf Malta getötet.

(Foto: dpa)

Daphne Caruana Galizia, die mehrere Korruptionsaffären aufgeklärt hat, wurde im Oktober durch eine Autobombe getötet. Sie hatte zu Steuerhinterziehung recherchiert.

Im Fall der ermordeten Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia auf Malta sind acht Verdächtige festgenommen worden. Alle acht hätten die maltesische Staatsangehörigkeit, sagte Regierungschef Joseph Muscat.

Die 53-jährige Caruana Galizia, die mehrere Korruptionsaffären aufgedeckt hatte, war Mitte Oktober durch eine unter ihrem Auto befestigte Bombe getötet worden. Die Tat hatte international Empörung ausgelöst.

Galizia hatte auf ihrem Blog Anfang 2016 zwei wichtige Mitarbeiter von Maltas Premier Joseph Muscat unlauterer Finanzgeschäfte bezichtigt. Sie sollen zur Steuerhinterziehung Briefkastenfirmen in Übersee betrieben haben. Wenig später wurden ihre Veröffentlichungen durch die Panama Papers gestützt.

Die Regierung hat für Hinweise zur Aufklärung des Falls eine Belohnung von einer Million Euro ausgelobt.

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